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Sprachliche vs. emotionale Wahrnehmung

Dr.med. Ursula Davatz erläutert in ihrem Vortrag den Unterschied zwischen sprachlicher und emotionaler Wahrnehmung. Sie argumentiert, dass der Mensch, obwohl er über Sprache verfügt, seine Umwelt immer noch stark emotional wahrnimmt. Diese emotionale Wahrnehmung erfolgt über den Ton, die Intonation und die Körpersprache.

Hier sind die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Wahrnehmungsformen, wie von Dr. Davatz beschrieben:

Sprachliche Wahrnehmung:

Emotionale Wahrnehmung:

Dr. Davatz betont, dass die emotionale Wahrnehmung oft wichtiger ist als die sprachliche, besonders in zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie veranschaulicht dies am Beispiel des französischen Sprichworts „C’est le ton qui fait la musique“, welches besagt, dass der Ton, die Melodie des Gesagten, wichtiger ist als der Inhalt der Worte. In der Psychotherapie spiele der Ton eine grosse Rolle, da er viel über den emotionalen Zustand des Patienten aussagt.

Dr. Davatz plädiert dafür, die emotionale Wahrnehmung bewusster wahrzunehmen und zu schulen, um ein tieferes Verständnis von uns selbst und unseren Mitmenschen zu erlangen. Sie empfiehlt beispielsweise, in der Familientherapie den Ton von Videoaufnahmen abzustellen, um sich auf die Körpersprache und die nonverbalen Interaktionen zu konzentrieren.

https://ganglion.ch/pdf/Wann_laesst_die_Seele_den_Koerper_sprechen.m4a.pdf

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