«ADHS – eine interessante Herausforderung» Bildungstag für das erzieherische Umfeld

Samstag, 30. November 2019

10.00 Uhr bis 16.00 Uhr

ZAG (Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen Kanton Zürich)

Turbinenstrasse 5, 8400 Winterthur

PDF: ADHS_Herausforderung

Dr. med. Ursula Davatz, Vizepräsidentin adhs 20+

Psychiaterin und Familientherapeutin

Früher wurde das AD(H)S von vielen Fachleuten gar nicht anerkannt. Heute ist es in aller Munde. Viele Eltern möchten wissen, ob ihr Kind eines hat und auch viele Erwachsenewollen abklären lassen, ob sie davon betroffen sind.

Doch eine Abklärung bringt uns noch nicht weiter. Es ist der passende Umgang mit diesen speziellen Kindern, den wir erlernen müssen. Dieser ist ausschlaggebend, ob sich bei diesem Persönlichkeitstyp eine sekundäre Störung entwickelt – was bei 80 Prozent der Fall ist, oder ob daraus interessante, kreative, durchsetzungsfähige Unternehmer, Künstler oder auch Wissenschaftler hervorgehen.

Da die heutigen Kinder sehr viel Zeit in Tagesstätten, Kindergärten und natürlich
Schulen verbringen, ist es von enormer Wichtigkeit und grosser gesundheitspolitischer Bedeutung, dass diese professionellen Erzieher lernen, mit diesen speziellen Kindern möglichst geschickt umzugehen. Leider ist dies zum heutigen Zeitpunkt noch längst nicht der Fall. Aus diesem Grunde bieten wir eine Weiterbildung für das erzieherische Umfeld an, um gewisse „do’s and dont’s“ zu vermitteln. Vielleicht gelingt es uns dadurch, einige dieser 80% psychisch beeinträchtigten Menschen auf einen erfreulicheren, gesünderen Weg zu bringen.

Denn AD(H)S ist keine Krankheitsdiagnose, es ist eine Persönlichkeitvariante die grössere Anforderungen an die Erzieher stellt, denn Medikamente alleine lösen die damit verbundenen  Herausforderungen nicht.

Wir behandeln Menschen und nicht Symptome

Die Psychiatrie lehnt sich noch immer viel zu stark an die somatische Medizin an, in der man an erster Stelle Krankheitssymptome behandelt. In der Psychiatrie beschäftigt man sich mit dem Gehirn, ein soziales und gleichzeitig plastisches Organ, das sehr stark von der Interaktion mit dem Umfeld abhängig ist und dadurch auch verändert und geprägt wird, im Sinne der Epigenetik. Die Familiengeschichte wie auch die persönliche Lebensgeschichte spielen aus dieser Sicht bei psychischen Krankheiten eine enorm wichtige Rolle und dürfen nicht ausgelassen werden. In diesem Sinne sollte immer der Mensch innerhalb seiner Lebensgeschichte behandelt und nicht nur seine Krankheitssymptome bekämpft werden. Nur so ist eine ganzheitliche und persönliche Behandlung möglich.

REFERAT UND OFFENE TÜREN Donnerstag, 26. September 2019

HotA Aargau Feerstrasse 13, 5000 Aarau

ab 18.00 Uhr offene Türen

um 19.30 Uhr Referat Dr.med. Ursula Davatz

Anmeldung bis 24. September erwünscht: info@hota.ch oder 062 834 00 70.

Parkplätze im Bahnhofparkhaus oder in der Stadt.

Eintritt frei

PDF: AGDGS_AktionstagePG_Brosch19_Ursula_Davatz_15

Broschüre: AGDGS_Aktionstage_Broschüre_2019

Die Magie der Gene: Epigenetische Erkenntnisse und ihre Bedeutung für die sozialen Berufe

Datum: Dienstag, 10.9.2019

Ort: Kirchgemeindehaus der Reformierte Kirchgemeinde Lenzburg-Hendschiken, Zeughausstrasse 9, 5600 Lenzburg

Zeit: 15:30 – 16:15 Umfeldberatung als grosses epigenetisches Potential in Therapie und Prävention

Dr. med. Ursula Davatz, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Kompetenzzentrum für ADHS und Schizophrenie, Baden

PDF: Umfeldberatung als grosses epigenetisches Potential in Therapie und Prävention

VASK Dachverband der Vereinigungen von Angehörigen psychisch Kranker

Ich habe die Angehörigen stets als Res- source in der Behandlung von Schizophre- nie-Patienten angesehen und sie auch entsprechend eingesetzt, dies ganz im Gegensatz dazu wie die Angehörigen häu- fig von staatlichen Einrichtungen wahr- genommen werden, nämlich als lästig und störend.

Ich habe viel gelernt im Laufe der Jahre im Umgang mit den Angehörigen und möchte die Zusammenarbeit mit ihnen nicht mis- sen. Ein Resultat daraus ist mein Buch über ADHS und Schizophrenie, an dem ich 17 Jahre geschrieben habe.

Ich wünsche der VASK Schweiz und allen kantonalen VASKEN weiterhin viel Kraft und Mut bei Ihrem Engagement!

PDF: vask_schweiz_jubilaeum_20jahre.pdf