ADHS und das berufliche Umfeld

Input-Referat Dr. med. Ursula Davatz

Menschen mit ADS und ADHS sind keine Normtypen und lösen schon in der Schule sowie später im Berufsumfeld Reaktionen von Unverständnis und Disziplinarmassnahmen aus, bis hin zu Aggressionen und sogar Ausschluss aus dem Kollektiv. Sie können leicht zu Mobbing-Opfern werden, weil sie zu sehr aus der Norm hervorstechen. Auf der anderen Seite haben sie häufig besondere Fähigkeiten zu kreativen Problemlösungen und Erfindungen, kurz gesagt, es fällt ihnen leichter, über die üblichen Grenzen der gewohnten Normen hinauszudenken und auch zu handeln. Damit diese positiven Eigenschaften der Gesellschaft nicht verloren gehen, ist es von grosser Wichtigkeit, dass das berufliche Umfeld von ADHS Personen lernt, persönlichkeitsgerecht mit ihnen umzugehen. So können häufig aufkommende Konfliktsituationen aufgefangen und für beide Seiten destruktive Eskalationen verhindert werden. An dieser Weiterbildung sollen beide Seiten, diejenigen der Arbeitgeber wie auch die der AD(H)S-Arbeitnehmer differenziert beleuchtet werden, um nach konstruktiven Lösungen zu suchen.

Datum: Samstag, 24. Oktober 2020
Zeit: 10.00 bis 16.30 Uhr

Ort: ZAG (Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen Kanton Zürich)
Turbinenstrasse 5, 8400 Winterthur

Flyer_WB_ADHS berufliches_Umfeld

Die Gene legen den Grundstein, das Umfeld bestimmt die Krankheit

«Nicht alles, was zählbar ist, zählt, und nicht alles, was zählt, ist zählbar». Albert Einstein

The genes lay the foundation, the environment determines the disease

Modern technology allows us to investigate mental disorders with regard to their genotype in more detail through worldwide „cross disorder“ cohort studies, the so-called „genome wide association studies“ (GWAS). However, gene-environment interaction analyses as additional disease-causing factors are not taken into account.

https://sanp.ch/article/doi/sanp.2020.03108

Depression – der Anfang zur Selbstfindung

Die Depression beschreibt einen Gemütszustand, in welchem die emotionale Energie reduziert, quasi heruntergefahren ist und dadurch die seelische Kraft für das Handeln und Bewältigen von Problemen fehlt. Mental neigt der Mensch in einem depressiven Zustand dazu, alles schwarz zu sehen und sich nichts mehr zuzutrauen, der Mut zur Handlung fehlt. In der zwischenmenschlichen Beziehung fühlt sich die depressive Person konstant als Verlierer. In der Auseinandersetzung mit wichtigen Bezugspersonen wie Eltern, Partner, Vorgesetzten, Lehrpersonen ist die depressive Person auch stets der Verlierer im Dominanzkampf, d. h. in der persönlichen Auseinandersetzung.

Gene, die eine Auswirkung auf das Verhalten eines Menschen haben, lassen sich über Erziehung oder Medikamente aber nicht ändern.

PDF: Ursula_Davatz_Depression

Coronavirus

Der Coronavirus hat die Welt in vieler Hinsicht verändert. Seine Pandemie hat die menschen weltweit aufgerüttelt, ja dazu aufgefordert alles neu zu überdenken, auch sich selbst u sein Verhältnis zur Gesellschaft sowie zum eigenen individuellen überleben. Social distancing ist angesagt als Strategie zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung des Virus. Quarantäne wird von Staates wegen vorgeschrieben, was soziale Isolierung mit sich bringt. Wir als individualisierte, freiheitliche , demokratische Gesellschaft müssen uns plötzlich dem staatlichen Befehl unterordnen u den Vorschriften entsprechend gehorchen. Das fällt uns nicht leicht, denn es entspricht nicht unseren Lebensgewohnheiten in der freien Schweiz.
    Doch was geschieht im Inneren des Menschen, was läuft in seiner Seele ab? Der Coronavirus kann alle Menschen Treffen, er ist ein Königsvirus laut seinem Namen, er macht vor niemandem Halt, ganz gleich ob jemand reich oder arm, in der obersten Etage der Gesellschaft oder am Rande derselben… Er macht auch nicht Halt vor den Landesgrenzen der verschiedenen Länder, auch die Kontinente Übersprint er, es ist eine Pandemie. Wir leben in einer Zeit der Globalwirtschaft, Menschen u Produkte können sich frei bewegen um die ganze Welt, was uns einen grossen Fortschritt u viel Wachstumsvermehrung gebracht hat. Der Virus profitiert nun ebenfalls von dieser Bewegungsfreiheit der Menschheit zu unserem grossen Schaden.Wir sind nun plötzlich gezwungen zu unserem Schutze die Grenzen wieder abzuriegeln, ja Hausarrest zu verordnen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. die Menschen müssen gehorchen, doch der Virus gehorcht nicht, er lässt sich nicht so schnell eindämmen, wie wir das gerne hätten, sondern verbreitet sich stetig weiter, was uns ein Gefühl der Ohnmacht gibt. Ein solch kleines primitives Lebewesen, das nicht einmal die Struktur eines Einzellers hat, legt plötzlich die ganze Weltwirtschaft lahm, lässt die Börse in nicht geahnte Tiefen abstürzen u versetzt die Menschen in Angst u Schrecken, sodass sie Hamsterkäufe tätigen. Muss uns dieses Machtverhältnis zwischen Virus u Mensch nicht plötzlich etw bescheidener , ja etw demütiger stimmen? Kommen wir von unserer Hybris u unserem Machbarkeitswahn plötzlich etw herunter….?
    Es gibt ein Sprichwort: „Not macht erfinderisch“ Wenden wir uns doch diesem Prinzip etw vermehrt zu! Angst vor einer gemeinsamen Gefahr kann die Menschen durchaus auch vermehrt solidarisieren u zu einem seelisch-geistigen Zusammenschluss bringen. Auch wenn man dem Prinzip des „social distancing“ folgt, kann dennoch ein Gefühl der der innern Verbundenheit entstehen, unter welchem man gemeinsam auch über die Landesgrenzen hinaus, ja auch über die Ethnien u die Kontinente hinaus nach neuen, kreativen Lösungen sucht. Eine globale Zusammenarbeit ist gefragt, die nach neuen, vernetzten, robusten, stabilen Lösungen sucht, die nicht einzig u allein auf die Vermehrung des Umsatzes ausgerichtet ist. Der Virus schlägt uns da bei weitem mit seiner Umsatzvermehrung…Wir brauchen mehr Qualitätsvermehrung, da sind wir dem Virus weit überlegen. Die Wissenschaft ist schon daran, nach gemeinsamen, Länder überschreitenden Problemlösungen zu suchen, die Politik u die Wirtschaft sollte diesem Beispiel folgen. Es geht nicht mehr darum, sich gegenseitig zu bekämpfen wer der schnellere u der mächtigere in unserer Weltpolitik ist in welcher Hinsicht auch immer… ? Es geht um ein kooperatives, menschliches Netzwerk in welchem alle einen Platz haben u wir uns gegenseitig schützen statt zu bekämpfen, das gleiche Prinzip, das auch in Bezug auf den Klimawandel angewandt werden muss.
    Der Coronavirus hat das Tempo unserer rasanten Geschäftigkeit massiv verlangsamt u uns allen, die wir nicht direkt in den Spitälern u den Arztpraxen tätig sind, vermehrt Zeit geschenkt um nachdenken u uns vielleicht etw neu orientieren zu können nach dem chinesischen Zeichen, das Gefahr bedeutet, aber gleichzeitig auch eine Chance bietet für eine neu Entwicklung. Nutzen wir den Moment dazu…

Schulverweigerung bei Kindern mit schwierigen Familiensituationen

Dienstag, 13.10.2020 19.30 – 21.00 Uhr

Obwohl die Eltern an sich für ihre Kinder verantwortlich sind, fühlen sich die Kinder stets auch für ihre Eltern verantwortlich, wenn es diesen schlecht geht oder sie besondere Bedürftigkeit aufzeigen. Dies kann dazu führen, dass sie ob ihrer Besorgnis um ihre eigenen Eltern, die Schule vernachlässigen und der Schule fernbleiben. Da die Schulpflicht aber ein Obligatorium ist, bestraft man sie dann häufig für ihr Schulschwänzen, was emotional kaum verständlich ist, haben sie doch etwas Gutes für die Familie getan, indem sie sich um diese gesorgt haben. Bevor man zu Strafmassnahmen oder gar zu Heimplatzierungen greift, sollte das Umfeld des Kindes genauer erfasst und entsprechend unterstützt werden, z. B. durch „home treatement“, wie dies HotA anbietet.

Ort: Feerstrasse 13, 5000 Aarau

Anmeldung: https://hota.ch/

Kurztext Aktionstage PDAG 13.10.20

Flyer (PDF) Schulverweigerung bei Kindern mit schwierigen Familiensituationen

Schulverweigerung bei Kindern mit AD(H)S und Lernstörungen

Donnerstag, 10.09.2020 19.30 – 21.00 Uhr

Kinder mit ADHS haben häufig auch Lernstörungen, zudem sind sie äusserst sensibel. Wenn das Kind merkt, dass es eine gewisse schulische Leistung nicht so gut und leicht erbringen kann wie seine Kameraden, hat es die Tendenz vor seinem eigenen Versagen auszuweichen.

Im schlimmsten Fall sogar von der Schule fernzubleiben. Strafmassnahmen sind in dieser Angelegenheit nicht hilfreich um das angeborene Defizit und das daraus entstehende Ausweichverhalten zu korrigieren.

Es braucht andere Vorgehensweisen um diese Kinder darin zu unterstützen, dass sie wieder ins Regelschulsystem zurückkehren können ohne Schaden zu nehmen. Solche Vorgehensweisen sollen an diesem Vortrag diskutiert werden.

Ort: Feerstrasse 13, 5000 Aarau

Anmeldung: https://hota.ch/

Kurztext Aktionstage PDAG 10.09.20

Flyer (PDF) Schulverweigerung bei Kindern mit AD(H)S und Lernstörungen