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Selbsterkennung: Ein Fundament der Identität

Dr.med. Ursula Davatz beleuchtet in ihrem Vortrag die Selbsterkennung als eine höhere Gehirnfunktion, die für die Identitätsfindung essenziell ist. Sie erklärt, dass sich selbst zu erkennen und Freude an sich zu haben, eine Errungenschaft der menschlichen Entwicklung ist, die evolutionär erst spät auftrat und auch bei Primaten wie Affen beobachtet werden kann. Niedere Lebewesen hingegen besitzen diese Fähigkeit nicht.

Spiegelung und Selbstbild

Dr. Davatz verwendet den Begriff „Spiegeln“ in zweierlei Hinsicht:

Selbsterkennung und narzisstische Persönlichkeitsstörung

Die Selbsterkennung spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Dr. Davatz argumentiert, dass diese Störung oft auf eine gestörte Identitätsfindung zurückzuführen ist.

Die Folge: Narzisstische Personen reagieren oft überempfindlich auf Kritik und Verletzungen, weil ihr fragiles Selbstwertgefühl bedroht wird.

Überwindung der narzisstischen Persönlichkeitsstörung

Dr. Davatz betont, dass eine narzisstische Persönlichkeitsstörung nicht unabänderlich ist. Positive Erfahrungen und ein unterstützendes Umfeld können dazu beitragen, dass Betroffene ein gesünderes Selbstbild entwickeln und ihre Bedürfnisse auf eine konstruktivere Weise erfüllen. Anstatt den Narzissmus direkt zu bekämpfen, sollte die Identitätsfindung positiv unterstützt werden.

Schlussfolgerung

Die Selbsterkennung ist ein wichtiger Bestandteil der Identitätsfindung. Ein realistisches Selbstbild, das durch ehrliche Spiegelung und Feedback geformt wird, ist die Basis für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung. Störungen der Selbsterkennung können zu psychischen Problemen wie der narzisstischen Persönlichkeitsstörung führen.

https://ganglion.ch/pdf/Narzissmus%20und%20Persoenlichkeitsfindung%20Wendepunkt_15.6.2023.pdf

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