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Das dreieinige Gehirn und seine Bedeutung für Kränkung

Dr.med. Ursula Davatz erläutert in ihrem Vortrag ein Modell des Gehirns, das auf den evolutionären Entwicklungsstufen des menschlichen Gehirns basiert und als „dreieiniges Gehirn“ bekannt ist. Dieses Modell, ursprünglich von Paul D. MacLean entwickelt, beschreibt drei Hauptbereiche des Gehirns mit jeweils unterschiedlichen Funktionen:

Relevanz für Kränkung

Dr. Davatz argumentiert, dass Kränkungen zunächst im limbischen System verarbeitet werden, da sie starke emotionale Reaktionen auslösen. Eine Kränkung erzeugt eine Dysbalance im limbischen System, die zu negativen Emotionen wie Wut, Trauer, Angst und Scham führt.

Die weitere Verarbeitung der Kränkung ist entscheidend:

Dr. Davatz betont die Wichtigkeit des Dialogs im Umgang mit Kränkungen. Durch das Aushandeln und Klären von Konflikten in Beziehungen können neue Lösungsansätze gefunden und die emotionale Balance wiederhergestellt werden. Dabei ist es entscheidend, die eigenen Bedürfnisse und Gefühle in der Ich-Sprache zu äußern, ohne den anderen anzugreifen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dr. Davatz‘ Modell des dreieinigen Gehirns verdeutlicht, wie Kränkungen im Gehirn verarbeitet werden und welche Auswirkungen dies auf unser psychisches und physisches Wohlbefinden haben kann. Das Modell unterstreicht die Bedeutung einer bewussten emotionalen Verarbeitung, um negative Folgen wie Verbitterung und psychosomatische Beschwerden zu vermeiden.

https://ganglion.ch/pdf/Kraenkung_Verbitterung.pdf

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