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Systemische Therapie: Ein Ansatz, der über die Symptombehandlung hinausgeht

Dr.med. Ursula Davatz stellt in ihrem Vortrag die Systemische Therapie als einen Ansatz vor, der sich grundlegend vom medizinischen Modell unterscheidet. Sie betont, dass die Systemische Therapie nicht primär auf die Symptombekämpfung abzielt, sondern den Menschen in seinem Beziehungsgeflecht betrachtet und versucht, die Interaktionsmuster innerhalb dieses Systems zu verändern.

Unterschiede zum medizinischen Modell:

Grundlagen der Systemischen Therapie:

Drei-Generationen-Perspektive:

Dr. Davatz betont die Bedeutung der Drei-Generationen-Perspektive in der Systemischen Therapie. Sie erfasst die Familiengeschichte über drei Generationen, um wiederkehrende Muster und ungelöste Konflikte zu identifizieren.

Ziele der Systemischen Therapie:

Systemische Therapie bei ADHS und Schizophrenie:

Dr. Davatz wendet die Systemische Therapie auch bei der Behandlung von ADHS und Schizophrenie an. Sie sieht diese Erkrankungen nicht als isolierte Störungen des Individuums, sondern als Ausdruck von dysfunktionalen Interaktionsmustern innerhalb der Familie.

Kontroversen und Kritik:

Die Systemische Therapie wird nicht von allen Fachleuten uneingeschränkt positiv bewertet. Kritiker bemängeln unter anderem:

Dr. Davatz entgegnet dieser Kritik, indem sie auf die zunehmende Bedeutung des systemischen Denkens auch in der Wissenschaft verweist. Sie betont zudem, dass die Systemische Therapie die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen der Patienten berücksichtigt und die Eigenverantwortung des Einzelnen nicht aus den Augen verliert.

https://ganglion.ch/pdf/neu-in-schizo-adhs.m4a.pdf

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