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Psychiatrie im Offside

Der Ausdruck „Psychiatrie im Offside“ dient als Untertitel des Buches von Dr. med. Ursula Davatz und fasst ihre grundlegende Kritik an der aktuellen Herangehensweise der Psychiatrie im Umgang mit dem ADHS/ADS-Neurotyp zusammen.

Die Hauptthese ist, dass die Psychiatrie im Verständnis und in der Behandlung von ADHS/ADS hinterherhinkt und systemische Aspekte, die für diesen Menschentyp entscheidend sind, vernachlässigt.

Hier sind die zentralen Kritikpunkte, die das „Offside“ der Psychiatrie begründen:

1. Fokussierung auf das Individuum und die Symptome

Die Psychiatrie wird dafür kritisiert, dass sie sich fast ausschließlich auf den Einzelnen (das Individuum) konzentriert und nur die Symptome bekämpft und behandelt.

2. Mangel an systemischer und präventiver Unterstützung

Dr. Davatz sieht ein großes Manko darin, dass die Psychiatrie noch nicht so weit vorgedrungen ist, das Umfeld zu unterstützen.

3. Fehlinterpretation von Folgeerkrankungen

Die Psychiatrie hält an einem veralteten Verständnis fest, was ADHS/ADS betrifft:

4. Ausschließlich medikamentöser Ansatz

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Fixierung auf Medikamente ohne entsprechende begleitende Maßnahmen:

5. Fehlendes Engagement und fehlendes Wissen

Die Ärzteschaft und die Psychiatrie hinken hinterher, was das Wissen und die Verbreitung von Informationen über ADHS/ADS angeht. Dies zeigte sich unter anderem darin, dass bei einer Tagung der Schweizerischen Psychiatriegesellschaft kein Referat zum Thema ADHS/ADS gehalten wurde.

https://adhs.expert/wp-content/uploads/2025/10/Rigi_Buchvorstellung_2.10.2025.m4a.pdf

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