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Benennen des Traumas

Das Benennen des Traumas ist ein wichtiger Schritt in der Traumaverarbeitung und kann bereits zu einer Reduktion des emotionalen Stresses führen. Laut Dr.med. Ursula Davatz, einer Psychiaterin, kann man durch das Beschreiben und Benennen eines traumatischen Ereignisses in Worten 50% des Stresses, der im emotionalen Gehirn vorhanden ist, abbauen. Es gibt den englischen Spruch: „If you name it, you tame it“. Wenn man das traumatische Ereignis benennen kann, wird es „gezähmt“ und frisst nicht mehr so viel Energie. Dadurch kann man im Leben weitergehen.

Das Benennen des Traumas kann auf verschiedene Arten geschehen:

Indem man das Trauma benennt, kann es allmählich im Grosshirn, dem intellektuellen Teil des Gehirns, abgelegt werden. Es wird dadurch nicht vergessen, sondern verarbeitet. Wenn man dann wieder davon spricht, ist die emotionale Aufregung weg und das Ereignis wird zu einem sachlichen Fakt.

Dr.med. Ursula Davatz betont, dass es wichtig ist, Traumata zu verarbeiten, anstatt sie zu verdrängen. Durch die Verarbeitung lernt man aus dem Erlebnis und kann in Zukunft ähnlichen Situationen besser begegnen.

https://ganglion.ch/pdf/PTBS-20.6.2024.m4a.pdf

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