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Identitätsfindung: Ein lebenslanger Prozess

Dr.med. Ursula Davatz beschreibt die Identitätsfindung als einen lebenslangen Prozess, der in der Pubertät beginnt und sich kontinuierlich fortsetzt. Sie betont, dass die Identitätsfindung nie aufhört und Menschen sich ständig weiterentwickeln.

Freude an sich selbst als Basis

Ein zentrales Element der Identitätsfindung ist die Freude an sich selbst. Dr. Davatz vergleicht dies mit dem ursprünglichen, positiven Verständnis von Narzissmus, der Freude an der Selbsterkenntnis. Um eine solide Identität zu entwickeln, ist es wichtig, sich selbst zu mögen und wertzuschätzen.

Störungen der Identitätsfindung

Verschiedene Faktoren können die Identitätsfindung stören:

Die Bedeutung der Berufsfindung

Dr. Davatz betont die enge Verbindung zwischen Identitätsfindung und Berufsfindung. Der Beruf spielt in unserer Gesellschaft eine zentrale Rolle und trägt massgeblich zur Identitätsstiftung bei. Sie argumentiert, dass ohne Beruf in unserer Gesellschaft keine Identitätsfindung möglich ist.

Identitätskrisen im Erwachsenenalter

Identitätskrisen können auch im Erwachsenenalter auftreten, zum Beispiel durch den Verlust des Arbeitsplatzes. Dies kann besonders schwierig sein, wenn sich die Person stark mit ihrem Beruf identifiziert hat.

Der Umgang mit narzisstischen Personen

Dr. Davatz geht auch auf den Umgang mit narzisstischen Personen ein. Sie betont die Wichtigkeit einer sorgfältigen Kommunikation und des Wahrnehmens und Validierens von Verletzungen. Gleichzeitig warnt sie davor, narzisstische Personen zu verhätscheln. Fehler sollten als Lernchance gesehen und offen besprochen werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Identitätsfindung ein komplexer und individueller Prozess ist, der von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Eine gesunde Identitätsentwicklung ist die Basis für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben.

https://ganglion.ch/pdf/Narzissmus%20und%20Persoenlichkeitsfindung%20Wendepunkt_15.6.2023.pdf

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