Laut Dr.med. Ursula Davatz ist die Hauptursache für die hohe Anzahl psychischer Erkrankungen bei ADHS/ADS-Betroffenen ein ungeschickter, nicht persönlichkeitsgerechter Erziehungsstil. Sie betrachtet die zusätzlichen psychiatrischen Diagnosen, die bei 80-90% der ADHS/ADS-Betroffenen gestellt werden, nicht als Komorbiditäten, sondern als Folgeerkrankungen.
Weitere Punkte, die Dr.med. Ursula Davatz in diesem Zusammenhang hervorhebt:
- Das Schulsystem und die Gesellschaft sind nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von ADHS/ADS-Betroffenen vorbereitet. Dies führt dazu, dass ADHS/ADS oft missverstanden und pathologisiert wird.
- Ein zu enger Erziehungsmodus kann ADHS/ADS-Betroffenen die Energie nehmen und die Entwicklung einer Krankheit begünstigen. ADHS/ADS-Kinder brauchen genügend Freiraum zum Experimentieren und Entdecken, um ihre Potenziale entfalten zu können.
- Der Druck, sich anzupassen und „normal“ zu sein, kann zu psychischen Problemen führen. [Dr. Davatz erwähnt diesen Punkt nicht explizit, aber er lässt sich aus ihren Ausführungen ableiten.] ADHS/ADS-Betroffene werden oft kritisiert und nicht akzeptiert, was zu einem negativen Selbstbild und Verlust des Selbstwertgefühls führen kann. [Dr. Davatz erwähnt diese Punkte nicht explizit, aber sie lassen sich aus ihren Ausführungen ableiten.]
- Der Fokus auf Defizite und die Vernachlässigung der Stärken von ADHS/ADS-Betroffenen tragen zur Entstehung von Folgeerkrankungen bei. [Dr. Davatz erwähnt diesen Punkt nicht explizit, aber er lässt sich aus ihren Ausführungen ableiten.]
Dr.med. Ursula Davatz plädiert für einen wohlwollenden, akzeptierenden Umgang mit ADHS/ADS und die Förderung der intrinsischen Motivation. Anstatt zu versuchen, ADHS/ADS-Betroffene in eine bestimmte Richtung zu drängen, sollten wir ihnen helfen, ihren eigenen Fokus zu finden und ihre Stärken zu entwickeln.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dr.med. Ursula Davatz die hohe Anzahl psychischer Erkrankungen bei ADHS/ADS-Betroffenen vor allem auf die fehlende Anpassung des Umfelds an die Bedürfnisse dieser Menschen zurückführt. Ein ungeschickter Erziehungsstil, der die Eigenheiten von ADHS/ADS nicht berücksichtigt, verhindert die Entfaltung des Potenzials und erhöht das Risiko für die Entwicklung von Folgeerkrankungen.
https://ganglion.ch/pdf/Hilfesuchende_ADHS_1.10.2024.m4a.pdf
