https://adhs.expert/wp-content/uploads/2026/06/ADHS_keine_Mode_Gene_werden_vererbt_8.6.2026.pdf
Medikamente und AHDS/ADS
Arten von Medikamenten und deren Wirkung:
Die Medikamente, die bei ADHS/ADS eingesetzt werden, sind Stimulantien oder Uppers (wie Concerta, Focalin und Ritalin). Diese Medikamente stimulieren das Gehirn, wodurch eine Fokussierung erreicht wird.
ADHS/ADS-Menschen werden als neurodivergent betrachtet, deren Gehirne etwas anders funktionieren, charakterisiert durch eine breite Aufmerksamkeit. Diese breite Aufmerksamkeit führt dazu, dass sie ständig nach neuen Reizen suchen, besonders wenn der offizielle Input (z. B. der Unterricht) nicht spannend ist.
Das Ritalin wirkt, indem es stimuliert, wodurch der Fokus eingeschränkt wird und man besser aufpasst. Alle diese Amphetamine, die bei ADHS/ADS gegeben werden, sind fokussierend.
Gründe für den Einsatz der Medikation:
- Leistungssteigerung: Das Medikament kann sehr hilfreich sein, insbesondere in einer auf geistige und intellektuelle Erziehung ausgerichteten Gesellschaft (z. B. Gymnasium). Ritalin kann die schulischen Leistungen um eine Note oder mehr herauftreiben.
- Ausschöpfen des Potenzials: In einer Gesellschaft, die stark auf intellektuelle Erziehung ausgerichtet ist, können ADHS/ADS-Kinder oft ihr Potenzial ohne Medikamente nicht ausleben und geraten in eine Abwärtsspirale, wobei das Selbstvertrauen leidet. In solchen Fällen kann die Gabe von Medikamenten durchaus sinnvoll sein.
- Berufliche Anforderungen: Erwachsene nehmen die Medikamente oft, wenn sie ein Nachstudium absolvieren oder für ihren Master lernen müssen. Wenn man hohe akademische Ambitionen hat, kann der Einsatz absolut sinnvoll sein.
Nachteile und Nebenwirkungen der Medikation:
- Verlust des Selbstgefühls und der Kreativität: Viele Betroffene geben an, sich mit Medikamenten nicht mehr so sehr als sie selbst zu fühlen oder sich selbst nicht mehr so zu spüren.
- Kreativitätseinschränkung: ADHS/ADSler sind meistens kreative Leute und können Grenzen sprengen (was ihre breite Aufmerksamkeit ausmacht). Wenn sie Ritalin oder Ähnliches nehmen, fühlen sie sich nicht mehr so kreativ.
- Psychische Abhängigkeit: Ein Betroffener merkt an, dass diese Mittel psychisch abhängig machen können, da man das Gefühl hat, ohne dieses Mittel nicht mehr in dieser Welt existieren und nicht mehr leisten zu können.
Medizinische Haltung und Entscheidungshoheit:
Dr. Davatz selbst verschreibt Ritalin, Concerta und andere Stimulantien. Allerdings überlässt sie die Entscheidung immer den Eltern. Sie würde nie sagen, dass Eltern das Medikament ihrem Kind geben müssen, sonst würde es nicht gut gehen. Die Entscheidung, ob man Medikamente nimmt oder nicht, muss jeder, insbesondere die Eltern, selbst treffen [86, 19:43.640].
Es ist nicht die Haltung von Dr. Davatz, dass ADHS/ADS-Menschen nicht ohne Medikamente durchs Leben kommen können oder dass sie diese immer nehmen müssen.
Umgang mit Medikamenten und Stress:
- Absetzen am Wochenende: Dr. Davatz rät Eltern, das Medikament über das Wochenende abzusetzen, es sei denn, das Kind muss am Wochenende lernen.
- Medikamente als Stressmedikament: Das ADHS-Medikament wird auch als Stressmedikament bezeichnet.
- Gefahr der Psychose bei Überdosierung: ADHS/ADS-Medikamente können suchtbildend sein und auf der Gasse gehandelt werden. Wenn Erwachsene, die diese Medikamente verschrieben bekommen, zu viel davon nehmen, können sie psychotisch werden.
- Dopamin und Stress: ADHS-Medikamente können eine Psychose auslösen, wenn sie unter starkem Stress eingenommen werden, da dies zu einer zu hohen Ausschüttung von Dopamin führen kann. Medikamente, die gegen Psychosen gegeben werden, sind im Gegensatz dazu Antidopamin-Medikamente.
Medikamente und Suchtpotenzial:
Menschen mit ADHS/ADS haben viel mehr Suchtprobleme. Sie nutzen beruhigende Suchtmittel wie Heroin, Alkohol oder Haschisch, um ihr Temperament herunterzubremsen.
Es gibt die Ansicht, dass man lieber die legale Droge (ADHS-Medikamente) verschreiben solle, damit Betroffene keine Drogen von der Gasse brauchen. Es existieren Statistiken aus England, die besagen, dass Kinder mit ADHS/ADS-Medikation weniger drogensüchtig wurden. Ein Betroffener merkt jedoch an, dass die Einnahme von ADHS-Medikamenten keine Alternative ist, um Drogen zu vermeiden, und dass diese Mittel selbst Betäubungsmittel sind und abhängig machen können [82, 116:31.300]. Dr. Davatz stellt klar, dass es nicht so ist, dass man eher drogensüchtig wird oder nicht drogensüchtig wird, wenn man die Medikamente nimmt.
Alternative Ansätze:
Dr. Davatz versucht immer, auf andere Methoden zurückzugreifen. Sie betont, dass ADHS/ADS-Kinder mehr Bewegung benötigen. Alternative Ansätze zur Fokussierung oder Beruhigung umfassen:
- Körperliche Aktivität (z. B. dreimal ums Schulhaus springen, Trampolin).
- Klare Strukturen und wenige, klare Regeln (wichtig bei diesem Neurotyp).
- Konflikt-Lösungsstrategien für die Familien.
- Reflex-Integrations-Therapien zur Stressreduzierung.
- Neurofeedback, um das Fokussieren zu lernen, wobei dies nicht für alle geeignet ist.
- Physiotherapeutische Ansätze oder sportliche Betätigung (wie Michael Phelps als Beispiel).
- Traumatherapie-Methoden wie EMDR oder Yoga.
Der Umgang mit neurodivergenten Menschen erfordert Einfühlungsvermögen, Beobachtungskraft, Sensibilität und eigene Zurückhaltung. Das Ziel sollte es sein, das erzieherische Umfeld zu sensibilisieren, um Fehlentwicklungen vorzubeugen, da die Krankheit, die aus ADHS/ADS entsteht, die eigentliche Fehlentwicklung ist – nicht die Neurodivergenz selbst.
Zusammenfassendes Bild: Die medikamentöse Behandlung bei ADHS/ADS, hauptsächlich durch Stimulantien, ist ein Werkzeug, das in einer leistungsorientierten Gesellschaft helfen kann, das Potenzial des neurodivergenten Gehirns im akademischen oder beruflichen Kontext auszuschöpfen, indem es die breite Aufmerksamkeit einschränkt und Fokussierung ermöglicht. Gleichzeitig birgt sie Risiken wie den Verlust der Kreativität, das Gefühl, sich selbst zu entfremden, und die Gefahr der Psychose bei Überdosierung oder Einnahme unter hohem Stress (aufgrund der Dopamin-Ausschüttung). Die Entscheidung für oder gegen Medikamente sollte stets bei den Eltern liegen und im Kontext des individuellen Kindes und seiner Bedürfnisse betrachtet werden, wobei alternative, nicht-pharmakologische Methoden wie Struktur und Bewegung essenziell sind.
https://adhs.expert/wp-content/uploads/2025/11/Buchvernissage_Ursula_Davatz_11.11.2025.m4a.pdf
Vorwort von Dr.med. Karl Studer
Das Vorwort zu meinem neuen Buch von Dr.med. Karl Studer.
ADHS/ADS Folgeerkrankungen
Die Diskussion der Folgekrankheiten ist zentral für das Verständnis des ADHS/ADS-Neurotyps in den vorliegenden Quellen. Dr. Davatz stellt klar, dass ADHS/ADS selbst keine Krankheit ist, sondern ein spezifischer sensibler Neurotyp [69, 53:49.220]. Folgeerkrankungen entstehen, wenn dieser genetisch determinierte Typ starkem Stress ausgesetzt ist oder nicht artgerecht behandelt wird.
Hier ist eine detaillierte Darstellung der Folgeerkrankungen, deren Mechanismen und der Unterscheidung von gängigen psychiatrischen Konzepten:
1. Definition und Abgrenzung von Komorbidität
Dr. Davatz vertritt die Position, dass die in der Psychiatrie oft verwendete Bezeichnung Komorbidität (gleichzeitiges Vorliegen mehrerer unabhängiger Krankheiten) im Zusammenhang mit ADHS/ADS unzutreffend ist.
- Folgekrankheit vs. Komorbidität: Sie argumentiert, dass andere psychische Störungen, die bei diesem Menschentyp auftreten, immer eine Folgekrankheit sind.
- Hierarchie der Störungen: Der genetisch vererbte ADHS/ADS-Typ ist übergeordnet, während die daraufhin auftretenden Krankheiten als untergeordnet betrachtet werden.
- Auslösender Mechanismus: Wird ein Mensch mit diesem Neurotyp stark gestresst oder wird nicht persönlichkeitsgerecht, temperamentsgerecht oder artgerecht mit ihm umgegangen, kann er mit der Zeit körperliche und psychische Folgeerkrankungen entwickeln [4, 6, 43:1:1].
Der ADHS/ADS-Mensch ist aufgrund seiner genetischen Disposition und seiner hohen Sensibilität vulnerabler (verletzlicher) in Bezug auf Stress.
2. Spezifische psychische und soziale Folgeerkrankungen
Folgekrankheiten können sich in der Blutlinie über Generationen manifestieren, bevor in der jüngeren Generation ADHS/ADS diagnostiziert wird.
A. Schwerwiegende psychische Störungen
Zu den Folgekrankheiten, die aus der Belastung des ADHS/ADS-Typs entstehen können, zählen:
- Schizophrenie (Fälle in der Familie sind ein Risikoindikator).
- Bipolare Störung.
- Borderline-Persönlichkeitsstörung.
- Essstörungen.
B. Suchterkrankungen
Suchterkrankungen sind bei ADHS/ADSlern viel häufiger anzutreffen.
- Alkoholismus taucht oft in den vorherigen Generationen auf, wenn man die drei Generationen umfassende Familiengeschichte analysiert.
- Drogenkonsum (wie Kiffen) sollte vermieden werden, da psychoaktive Substanzen etwas im Gehirn bewirken können.
C. Verhaltensauffälligkeiten und Delinquenz
Ein ungeeigneter Umgang kann zur Zerstörung des Potenzials und zu kriminellen Entwicklungen führen:
- Aggressivität und Delinquenz: Knaben (im Gegensatz zu Mädchen, die sich eher anpassen) wehren sich mehr, werden aggressiv und können delinquent werden.
- Misslungene ADHS/ADSler: In Gefängnissen sind viele „misslungene ADHS/ADSler“ zu finden.
D. Soziale und gesundheitliche Folgen
Der Umgang mit dem ADHS/ADS-Typ führt in Familien häufiger zu Konflikten, Scheidungen und Jobabbrüchen [60, 44:45.560].
Besonders hervorzuheben ist der Unterschied in der Lebenserwartung:
- Frauen mit ADHS/ADS sterben 10 Jahre früher.
- Männer sterben 7 Jahre früher.
Dies wird dadurch erklärt, dass Frauen die Tendenz haben, sich mit ihrer Sensibilität immer anzupassen und sich ausbeuten zu lassen. Sie geben anderen viel Unterstützung und Empathie, kommen aber selber zu kurz.
3. Prävention von Folgeerkrankungen
Die Entwicklung von Folgekrankheiten kann verhindert werden, indem man den ADHS/ADS-Neurotyp adäquat behandelt.
- Frühzeitige Unterstützung: Die Prävention von psychischen und körperlichen Krankheiten beginnt viel früher – nicht erst, wenn der Patient krank ist. Das erzieherische Umfeld (Eltern, Lehrpersonen) muss so früh wie möglich, idealerweise schon im Kindergarten, unterstützt werden, damit sich gar keine Krankheit entwickelt.
- Ganzheitlicher Ansatz: Man muss immer den ganzen Menschen und das ganze System unterstützen, wenn man bei ADHS/ADSlern etwas erreichen möchte.
- Vermeidung von Überlastung: ADHS/ADS-Kinder sind sehr sensibel und übernehmen oft zu viel emotionale Verantwortung für dysfunktionierende Eltern oder das soziale System. Wenn dies zu viel wird, explodieren sie oder werden krank.
4. Die Rolle von Medikamenten
Obwohl Medikamente in Akutsituationen hilfreich sind, um die Stimmung zu regulieren, führen sie allein nicht zur Verhinderung von Folgekrankheiten. Medikamente verändern das Umfeld nicht, und die Menschen lernen nicht besser, mit ihrem Temperament umzugehen, was die Ursache für die Entwicklung von Krankheiten sein kann. Das therapeutische Ziel sollte sein, die Medikamente immer mehr zu reduzieren.
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Umgang mit ADHS/ADS
Der Umgang mit ADHS/ADS wird in den Quellen als entscheidender Faktor für die gesunde Entwicklung und das Wohlbefinden dieser Menschen betrachtet, die als spezifischer Neurotyp gelten.
Da das Gehirn ein plastisches Organ ist und durch die Interaktion mit dem Umfeld beeinflusst wird, ist der richtige Umgang essenziell, um die Entwicklung von Folgekrankheiten zu verhindern.
1. Grundprinzipien des Umgangs und der Führung
Der Umgang mit ADHS/ADS-Betroffenen muss hochgradig angepasst sein, da sie einen sensiblen Neurotyp darstellen, der zur schwierigeren Stressverarbeitung neigt [2, 53:49.220].
Persönlichkeits- und Temperamentgerechte Behandlung
Es ist entscheidend, dass mit diesen Kindern artgerecht, persönlichkeitsgerecht und temperamentgerecht umgegangen wird. Geschieht dies nicht, werden sie krank und entwickeln Folgekrankheiten.
Wird das Potential jedoch nicht zerstört, kann der artgerechte Umgang Spitzenleistungen in Bereichen wie Sport oder Wissenschaft hervorbringen.
Führung und Begleitung
ADHS/ADS-Kinder benötigen Führung und Begleitung [58, 41:55.161]. Sie müssen lernen, mit ihrem Temperament umzugehen.
Man muss Geduld haben und ein Vorbild sein. Da sie sehr begeisterungsfähig sind, sich stark verausgaben und dann zusammenbrechen, müssen sie lernen, selbst „Stop“ zu sagen.
Beruhigung vor Erziehung
ADHS/ADS-Kinder sind sehr emotional und sehr impulsiv.
- Im Augenblick, in dem sie hoch erregt sind, kann man sie nicht erziehen.
- Man muss sie immer zuerst beruhigen, bevor man Regeln aufstellen kann.
2. Kritik an gängigen Erziehungsmethoden
Methoden, die in der Pädagogik oft verwendet werden, funktionieren bei diesem Neurotyp nicht und sind schädlich:
- Belohnung und Bestrafung: Erziehungsmethoden wie das Smiley-System funktionieren bei ADHS/ADS-Kindern nicht. Bestrafung macht sie schlechter und gibt ihnen ein schlechtes Selbstwertgefühl.
- Kein Argumentieren mit dem Reflex: Da ihre Verhaltensweisen oft reflexartig ablaufen, kann man nicht mit dem Reflex argumentieren.
- Langeweile und Potentialzerstörung: Wenn hochintelligente ADHS/ADSler sich langweilen, stören sie und werden dafür bestraft, was zu dem Gefühl führt: „Ich bin nicht in Ordnung“. Man müsste sie stattdessen mit mehr Aufgaben füttern. Dadurch wird großes menschliches Potential zerstört.
3. Unterstützung des Umfelds und der sozialen Entwicklung
Der Fokus im Umgang muss auf dem ganzen System und der Persönlichkeitsentwicklung liegen.
Förderung des Selbst
Es ist wichtig, die Persönlichkeitsentwicklung der ADHS/ADS-Menschen zu fördern [30, 41:44.820]. Der Grundsatz sollte sein: „Das Beste, was ein Kind werden kann, ist sich selbst“.
- Soziale Anpassung: Nur wenn ein Kind sich selber werden darf, kann es sich auch sozial anpassen.
- Kritik: Wenn das Kind immer als falsch kritisiert wird, ist es nicht in der Lage, sich anzupassen.
Rolle des Umfelds und der Prävention
Das erzieherische Umfeld muss so früh wie möglich unterstützt werden, idealerweise bereits im Kindergarten. Wenn das Umfeld nicht frühzeitig beraten wird und Eltern keine Hilfe bekommen, entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Krankheit.
Die Psychiatrie wird kritisiert, weil sie das Umfeld wenig bis gar nicht in die Behandlung einbezieht und nur das Individuum sowie die Symptome bekämpft.
Umgang mit Autismus (ADS)
Da autistische Kinder oft ADS-Kinder sind, die sich zurückziehen, wenn das Umfeld zu hyperaktiv ist, muss das Umfeld beruhigt und verlangsamt werden. Es muss lernen, besser zu beobachten und nicht „gleich drauf los zu schießen“.
4. Umgang im Berufsleben und bei Entscheidungen
ADHS/ADS-Menschen müssen ihren Fokus und ihr Leben finden.
- Berufswahl: Bei der Berufswahl sollte man nicht nach dem Geld, sondern nach der Stimmigkeit gehen (ob das Klima passt). Wenn das Umfeld nicht stimmt, geht es gar nicht. Es ist besser, keine Stelle anzunehmen als eine falsche.
- Kommunikation: Im Berufsleben können Betroffene kommunizieren, welche Bedingungen sie für gutes Funktionieren brauchen, ohne unbedingt die Diagnose nennen zu müssen: „Wenn sie mit mir so und so umgehen, dann funktioniere ich nicht. Sie wollen, dass ich gut funktioniere“.
- Nachteilsausgleich: An Schulen und Universitäten kann ein Nachteilsausgleich verlangt werden, beispielsweise mehr Zeit für Prüfungen oder ein ruhiger Raum.
- Selbstoffenbarung: Wenn man einen Chef hat, dem man es sagen kann, kann es hilfreich sein, das ADHS/ADS offenzulegen.
5. Therapie und Medikamente
Medikamente und Therapie ergänzen sich.
- Medikamente: Sie sind enorm hilfreich in Akutsituationen und werden zur Stimmungsregulation (dämpfen/runterfahren oder hochfahren/motivieren) eingesetzt.
- Lernprozess: Allerdings lernen die Menschen, die Medikamente nehmen, nicht besser mit ihrem Temperament umzugehen, da das Umfeld unverändert bleibt.
- Therapeutisches Ziel: Das Ziel sollte sein, die Medikamente immer mehr zu reduzieren. Die systemische Therapie, welche das Umfeld einbezieht, ist in diesem Kontext sehr wichtig.
Hinweis zur Schule und Ritalin: Obwohl Ritalin für Kinder hilfreich sein kann, um die Handhabung zu erleichtern, dürfen Lehrer nicht verlangen, dass ein Kind Ritalin nehmen muss. Die Entscheidung liegt bei den Eltern.
https://adhs.expert/wp-content/uploads/2025/10/Rigi_Buchvorstellung_2.10.2025.m4a.pdf
ADHS/ADS Folgekrankheiten – Psychiatrie im Offside
ADHS und ADS werden heutzutage fast täglich in den Medien diskutiert. Ist die Diagnose gestellt, kommt das medizinische Modell zur Anwendung, d.h. das Symptom der „Aufmerksamkeitsstörung“ wird mit Ritalin und die „hohe Sensitivität“ und „reaktive Impulsivität“ mit Tranquilizern behandelt.
Die medizinische Behandlungsstrategie setzt beim neurodivergenten Individuum nur als Korrekturmethode an. Das psychosoziale Umfeld, das für die psychiatrische wie auch für körperliche Krankheitsentwicklungen eine ausschlaggebende Rolle spielt, wird bei der medizinischen Behandlungsmethode ausgelassen.
Dieses Buch soll Fachpersonen und Erziehungspersonen zu einem integrativen systemischen Ansatz in der Behandlung von ADHS und ADS Betroffenen anleiten und sie dazu auffordern, die Gen-Umfeld Interaktion zwischen ADHS/ADS-Kindern und -Jugendlichen und ihrem erzieherischen Umfeld miteinzubeziehen. Dieser systemische Ansatz ist für den integrativen Behandlungsansatz unbedingt wichtig. Auch in Bezug auf die Prävention von Folgekrankheiten wirkt sich diese Vorgehen Kosten sparend aus.
https://www.somedia-buchverlag.ch/gesamtverzeichnis/deadhsads-folgekrankheiten/
Gen Umfeld Studie
Für die Teilnahme am Forschungsprojekt erhalten Sie bei Ihrer nächsten Konsultation vier projektspezifische Fragebögen, in denen Sie nach Ihren ADHS-Symptomen und Ihrem sozialen Umfeld sowie auch Ihrer Lebenszufriedenheit gefragt werden. In einem weiteren Schritt werden Ihnen in der PDAG Rheinfelden, Baslerstrasse 8, 4310 Rheinfelden, eine Blut- oder Speichelprobe entnommen, die wir für die DNA-Isolierung benötigen. Dies wird ca. 10 Min. in Anspruch nehmen. Falls Sie interessiert sind, an dieser Studie teilzunehmn, wird Ihnen Frau Dr. Davatz bei Ihrer nächsten Konsultation die wichtigsten Punkte erklären und Ihre Fragen beantworten. Wir freuen uns auf möglichst viele Teilnehmer an dieser Studie.
https://adhs.expert/wp-content/uploads/2025/07/ADHS_Forschung_Gene_Umfeld.pdf

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