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Pathologisierung von ADHS/ADS

Dr.med. Ursula Davatz argumentiert, dass das Erziehungssystem und die Gesellschaft eine grosse Rolle bei der Pathologisierung von ADHS/ADS spielen. Sie betont, dass ADHS/ADS keine Krankheit ist, sondern eine Neurodiversität, ein Neurotyp, der sich zu einem Persönlichkeitstyp entwickeln kann. Das Problem liegt darin, dass unser Schulsystem und die Pädagogische Hochschule nicht ausreichend darauf vorbereitet sind, mit ADHS/ADS umzugehen. Lehrerinnen und Lehrern wird nicht beigebracht, wie sie mit ADHS/ADSlern umgehen sollen. Dieses Unverständnis und die fehlende Anpassung an die Bedürfnisse von ADHS/ADSlern führen dazu, dass sie oft missverstanden und pathologisiert werden.

Weitere Faktoren, die zur Pathologisierung beitragen:

Die Folgen der Pathologisierung:

Dr. Davatz plädiert für einen wohlwollenden, akzeptierenden Umgang mit ADHS/ADS. Sie betont die Bedeutung der intrinsischen Motivation und dass ADHS/ADSler ihren eigenen Fokus finden müssen. Anstatt zu versuchen, sie in eine bestimmte Richtung zu drängen, sollten wir ihnen helfen, ihre Stärken zu entdecken und zu entwickeln.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Pathologisierung von ADHS/ADS ein komplexes Problem ist, das auf verschiedene Faktoren zurückzuführen ist. Ein wichtiger Schritt zur Lösung dieses Problems ist ein besseres Verständnis von ADHS/ADS und die Anpassung des Erziehungssystems und der Gesellschaft an die Bedürfnisse von ADHS/ADSlern.

https://ganglion.ch/pdf/Hilfesuchende_ADHS_1.10.2024.m4a.pdf

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