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Späte ADHS/ADS-Diagnose bei Frauen

Die Diagnose ADHS/ADS wird bei Frauen oft erst spät erkannt, da sie ihre Symptome häufig besser verbergen und kompensieren können als Männer. Dies liegt unter anderem an den gesellschaftlichen Erwartungen und Geschlechterrollen, die Frauen dazu erziehen, sich anzupassen und ihre Bedürfnisse zurückzustellen.

Dr. Ursula Davatz beschreibt in den Quellen, dass Frauen mit ADHS/ADS oft erst im Alter von 40 Jahren diagnostiziert werden, wenn sie bereits unter einer Depression leiden. Sie erklärt dies damit, dass Frauen so lange versuchen, den Erwartungen ihres Umfelds gerecht zu werden und ihre eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen, bis sie irgendwann zusammenbrechen.

Die späte Diagnose ist daher nicht nur ein individuelles Problem, sondern auch ein gesellschaftliches. Es braucht mehr Aufklärung, Sensibilisierung und eine geschlechtersensible Diagnostik, um Frauen mit ADHS/ADS frühzeitig zu erkennen und ihnen die notwendige Unterstützung zu bieten.

https://ganglion.ch/pdf/Generationen_ADHS_31.5.2024.m4a.pdf

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