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Das männliche Gehirn unter Stress: Vereinfachung und Machterhaltung

Dr.med. Ursula Davatz bezieht sich in ihrem Vortrag auf die Forschung von Elena Brivio, die untersucht hat, wie sich männliche Gehirne unter Stress verhalten. Brivios Studie, die an Ratten durchgeführt wurde, zeigt, dass das männliche Gehirn dazu neigt, sich unter Stress zu vereinfachen.

Vereinfachung der neuronalen Strukturen:

Anstatt neue Vernetzungen zu bilden, wie es bei weiblichen Gehirnen unter Stress beobachtet wurde, schalten männliche Gehirne bestehende Verbindungen ab. Dies führt zu einer Art „Autobahn“, die auf schnelle Reaktionen ausgerichtet ist. Dr.med. Ursula Davatz vergleicht dieses Verhalten mit dem Fahren gegen die Wand.

Machterhaltung und Dominanz:

Diese Vereinfachung der Hirnstrukturen interpretiert Dr.med. Ursula Davatz als ein Zeichen von Machterhaltung und Dominanzstreben. Sie argumentiert, dass Männer in Stresssituationen dazu neigen, ihre Position zu verteidigen und die Kontrolle zu behalten, anstatt nach neuen Lösungen zu suchen.

Traditionelle Rollenbilder als Erklärung:

Dieses Verhalten erklärt sie mit den traditionellen Rollenbildern, in denen Männer für den Schutz des Territoriums, der Brut und des Weibchens verantwortlich sind. Auf unser heutiges System übertragen, bedeutet dies, dass Männer nach Machterhaltung, Strukturerhaltung und Sieg streben.

Beispiele aus der Politik:

Dr.med. Ursula Davatz nennt Beispiele aus der Politik, wie Wladimir Putin und Benjamin Netanjahu, die ihrer Meinung nach dieses männliche Stressverhalten demonstrieren. Sie kritisiert das Streben nach Sieg in der heutigen Welt und plädiert stattdessen für Zusammenarbeit.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Das männliche Gehirn reagiert auf Stress mit einer Vereinfachung der neuronalen Strukturen und einem Fokus auf Machterhaltung. Dr.med. Ursula Davatz führt dieses Verhalten auf traditionelle Rollenbilder zurück und kritisiert es im Kontext der heutigen globalen Herausforderungen.

https://ganglion.ch/pdf/Gesellschaft%20unter%20Hochdruck.m4a.pdf

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