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ADHS und seine Folgen: Ein Blick auf die Konsequenzen eines anders funktionierenden Gehirns

Dr. med. Ursula Davatz, eine erfahrene Psychiaterin und Familientherapeutin, betrachtet ADHS nicht als Krankheit, sondern als einen „vulnerablen Genotyp“, als ein anders funktionierendes Gehirn. Sie vergleicht Menschen mit ADHS mit einem „Ferment“, das die Gesellschaft zwar „ein bisschen durcheinanderbringt“, aber gleichzeitig auch voranbringt.

Die Folgen von ADHS sind vielfältig und hängen stark vom individuellen Umgang mit dem ADHS und von der Reaktion der Umwelt ab.

Folgen bei Frauen:

Folgen bei Männern:

Prävention und Umgang mit ADHS:

Dr. Davatz betont die Wichtigkeit der Prävention, um die negativen Folgen von ADHS zu verhindern. Sie plädiert für einen „neurotypgerechten“ Umgang mit Kindern, der ihre individuellen Bedürfnisse und Stärken berücksichtigt.

Konkrete Empfehlungen:

Bedeutung des Umfelds:

Dr.med. Ursula Davatz betont, dass die Reaktion der Umwelt einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung von Menschen mit ADHS hat. Ein unterstützendes Umfeld, das die Stärken des ADHS-Typs erkennt und fördert, kann die negativen Folgen minimieren und die Entfaltung des individuellen Potenzials ermöglichen. Umgekehrt kann ein negatives Umfeld, das die Bedürfnisse des ADHS-Typs ignoriert oder unterdrückt, zu Frustration, Aggression und psychischen Problemen führen.

Es ist wichtig zu betonen, dass die hier dargestellten Folgen von ADHS nur mögliche Entwicklungen sind und nicht zwangsläufig eintreten müssen. Jeder Mensch mit ADHS ist ein Individuum und hat seine eigene Geschichte und seinen eigenen Weg.

https://ganglion.ch/pdf/ADHS%20pathologische%20Folgen.m4a.pdf

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