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ADHS als Neurotyp: Ein Umdenken im Verständnis

Die Quellen, insbesondere das Gespräch zwischen Dr. med. Ursula Davatz und Sammy Frey, plädieren für ein Umdenken im Verständnis von ADHS/ADS. Statt es als Störung zu betrachten, wird es als Neurotyp präsentiert – eine natürliche Variation des Gehirns mit besonderen Stärken und Herausforderungen.

Dr. Davatz betont, dass ADHS/ADS genetisch vererbt und nicht erworben ist. Es handelt sich also nicht um eine Krankheit, die durch äussere Einflüsse entsteht, sondern um eine von Geburt an vorhandene Veranlagung. Sie vergleicht es mit anderen genetisch bedingten Merkmalen wie der Augenfarbe: „Es ist vererbt. Von irgendwo kommt es.“

Diese Sichtweise hat weitreichende Folgen für den Umgang mit ADHS/ADS in der Gesellschaft, insbesondere in der Schule.

Weg von der Pathologisierung:

Hochsensibilität als Kernmerkmal:

Die Quellen heben die Hochsensibilität als zentrales Merkmal von ADHS/ADS hervor. ADHS/ADS-Kinder nehmen mehr Reize wahr und reagieren intensiver als neurotypische Menschen. Dies kann zu Überforderung (System Overload) führen, die sich in verschiedenen Verhaltensweisen äussert:

ADHS/ADS als Chance für Weiterentwicklung:

Dr. Davatz vergleicht ADHS/ADS-Menschen mit einem „Ferment für Entwicklungen“. Sie bringen neue Ideen, Perspektiven und Denkweisen in die Gesellschaft ein und können so zu Innovation und Fortschritt beitragen.

Konsequenzen für die Schule:

Zusammenfassung:

Die Betrachtung von ADHS/ADS als Neurotyp eröffnet neue Perspektiven für den Umgang mit den betroffenen Kindern. Anstatt sie als „gestört“ zu betrachten, sollten ihre Stärken und Talente gefördert werden. Die Schule spielt dabei eine wichtige Rolle. Indem sie eine individuelle und unterstützende Lernumgebung schafft, kann sie dazu beitragen, dass ADHS/ADS-Kinder ihr volles Potenzial entfalten können.

https://ganglion.ch/pdf/ADHS_und_Schule_6.12.2024.mp3.pdf

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