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Hochsensibilität und ADHS: Ein zentrales Merkmal

Die Quellen betonen die Hochsensibilität als ein zentrales Merkmal von ADHS/ADS. Dr. med. Ursula Davatz, eine erfahrene Psychiaterin und ADHS/ADS-Expertin, beschreibt im Gespräch mit Schulberater Sammy Frey, dass ADHS/ADS-Kinder eine breite Aufmerksamkeit und eine hohe Sensibilität haben. Das bedeutet, sie nehmen viel mehr Reize aus ihrer Umgebung wahr als andere Menschen und verarbeiten diese intensiver.

Während sich neurotypische Menschen in einem Klassenzimmer in erster Linie auf den Lehrer konzentrieren, nehmen ADHS/ADS-Kinder auch zahlreiche andere Dinge wahr – Geräusche, Bewegungen, visuelle Details – was zu Überforderung (System Overload) führen kann.

Die Folgen dieser Hochsensibilität:

Umgang mit Hochsensibilität in der Schule:

Dr. Davatz und Sammy Frey betonen, dass Lehrpersonen die Hochsensibilität von ADHS/ADS-Kindern verstehen und respektieren müssen. Anstatt die Reaktionen der Kinder persönlich zu nehmen, sollten sie versuchen, die Gründe für das Verhalten zu verstehen und dem Kind mit Empathie zu begegnen.

Konkrete Tipps für Lehrpersonen:

Hochsensibilität als Chance:

Die Quellen heben hervor, dass Hochsensibilität nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance sein kann. ADHS/ADS-Kinder haben oft ein ausgeprägtes kreatives Potenzial, denken unkonventionell und sind offen für neue Erfahrungen. Es ist wichtig, diese Stärken zu erkennen und zu fördern.

Zusammenfassung:

Hochsensibilität ist ein zentrales Merkmal von ADHS/ADS. Sie kann zu Überforderung, starken Reaktionen und Verletzlichkeit führen. Lehrpersonen und Eltern sollten die Hochsensibilität der Kinder verstehen und respektieren. Indem sie eine positive Lernumgebung schaffen, individuelle Bedürfnisse berücksichtigen und die Stärken der Kinder fördern, können sie dazu beitragen, dass ADHS/ADS-Kinder ihr volles Potenzial entfalten können.

https://ganglion.ch/pdf/ADHS_und_Schule_6.12.2024.mp3.pdf

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