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Wie beeinflussen die genetischen Grundlagen von ADHS/ADS das Verhalten und die Entwicklung betroffener Personen über die Lebensspanne?

Die genetischen Grundlagen von ADHS/ADS haben einen wesentlichen Einfluss auf das Verhalten und die Entwicklung betroffener Personen über die gesamte Lebensspanne. Dr. Davatz betont, dass ADHS/ADS keine Krankheit, sondern ein genetisch vererbter Genotyp ist. Statistisch gesehen sind 80 bis 85% der Fälle auf Vererbung zurückzuführen. Aus diesem Grund könne man ADHS/ADS nicht einfach umerziehen oder wegbehandeln.

Diese genetische Veranlagung äussert sich in bestimmten vererbten Eigenschaften:

Über die Lebensspanne hinweg bleiben diese genetisch bedingten Eigenschaften bestehen, aber ihre Auswirkungen und die Art und Weise, wie sie sich äussern, können sich verändern.

Es ist wichtig zu betonen, dass obwohl die genetische Grundlage fest ist, der Umgang mit ADHS/ADS gelernt werden kann. Dr. Davatz rät dazu, Freundschaft mit den Symptomen zu schliessen, anstatt dagegen anzukämpfen. Frühzeitige Aufklärung und Unterstützung des Umfelds (Eltern, Lehrer) sind entscheidend, um negative Entwicklungen zu verhindern. Anstatt einer reinen medikamentösen Behandlung des Kindes brauche es mehr Beratung und Unterstützung für alle Beteiligten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die genetischen Grundlagen von ADHS/ADS das Verhalten und die Entwicklung von Betroffenen über die Lebensspanne prägen, indem sie bestimmte charakteristische Neigungen und Reaktionsmuster bedingen. Während diese genetische Veranlagung nicht verändert werden kann, beeinflussen das Umfeld, das Verständnis für die Symptome und die Entwicklung von Bewältigungsstrategien massgeblich den Lebensweg von Menschen mit ADHS/ADS.

https://ganglion.ch/pdf/ADHS_Riedtli_13.3.2025.m4a.pdf

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