Warum fallen Menschen mit ADS und ADHS schneller in eine Depression und wie kommen sie wieder heraus?

Zürich, Zentrum Karl der Grosse
22.6.21 19:30 Uhr

Referat: Dr. med. Ursula Davatz, Vizepräsidentin adhs20+
Moderation: Marc André Flück, Mediator, Pädagoge, Schauspieler, Projektteam adhs20+

Menschen mit ADHS und ADS weichen mit ihren Persönlichkeitszügen schon von Kindheit an mehr oder weniger stark von der gesellschaftlichen Norm ab.

Geht ihr Umfeld, sei dies Familie oder Schule, nicht persönlichkeitsgerecht mit ihnen um, sondern versucht sie dauernd zur Norm zu erziehen durch korrigieren, kommen sie sich bald einmal als „Verlierer“ vor, denn sie machen in den Augen ihres Umfeldes fast alles „falsch“. Sie dürfen nicht so sein wie sie sind.

Die Depression ist eine Reaktion darauf, quasi eine „Verlierer“-Reaktion, die zur „Verlierer“-Krankheit wird.

Dieses von aussen bestimmte, sich mit der Zeit einschleichende negative Selbstbild kann sich in der menschlichen Psyche niederschlagen und zu vielen negativen Konsequenzen führen.

Um aus dem Tief der Depression wieder herauszukommen gibt es nur eines, nämlich seine ganz eigene verschüttete Persönlichkeit auszugraben, sich selbst entdecken und akzeptieren und dann vor allem Lernen mit seinen ganz spezifischen Eigenschaften möglichst geschickt umzugehen.

Kosten: Fr. 15.– Mitglieder / Fr. 20.– Nichtmitglieder

Wir freuen uns auf Ihre baldige Voranmeldung an: info@adhs20plus.ch
Platzzahl ist leider beschränkt

Referatsabend mit Dr. med. Ursula Davatz in Interaktion mit dem Publikum

Depression als Anfang zur Selbstfindung?

Winterthur – ZAG Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen des Kantons Zürich
19.6.21 9:30 Uhr

ADHS und der Ausstieg aus der Depression

Vormittag: „Inputreferat“ Dr. med. Ursula Davatz, Vizepräsidentin adhs20+ Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Familiensystemtherapie nach Murray Bowen

Depression ist der Anfang zur Selbstfindung. Für Menschen mit ADHS und ADS gibt es nur eines, um aus der Depression herauszukommen:
Zu sich und seinen Eigenschaften zu stehen und nicht mehr dagegen ankämpfen, weil es das Umfeld so will. Erst dann lernt man mit seinen „Ecken und Kanten“ besser umzugehen.
Kreativität ausgelebt in „Visions-Collagen“ ist ein guter Weg, um seine verschütteten Ressourcen auszugraben und mit sich selbst besser in Kontakt zu kommen.

Nachmittag: «Workshop «Visions-Collage» Irene Beerli, VS adhs20+ Handarbeitslehrerin und Mitinhaberin von Atelier elf
In die Welt der persönlichen Intuition einzutauchen, in freier Umgebung, kann helfen sich in einer anderen Perspektive wahrzunehmen.
Vielleicht mit einem neuen Blick, dem Leben zu begegnen:
Wer bin ich? Was will ich? Meine Werte? Meine Wünsche? Mein Sein?
Für Jede und Jeden ausführbar! Gestalten, was sich spontan aus dem Inneren entwickelt

Voranmeldung: info@adhs20plus.ch
Kosten: Fr. 160.– Mitglieder / Fr. 200.– Nichtmitglieder

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Fotos von den Visionsbilder

Persönliches Empowerment bei ADHS

Bei Mädchen gelingt der erzieherische Kraftakt zur Anpassung an die gesellschaftlichen Normen meist etwas besser als bei Knaben. Sie können sich von der weiblichen Natur her problemlos an soziale Umstände anpassen. Seitens der Gesellschaft wird Anpassung von ihnen auch vermehrt verlangt und belohnt. Gut bekommt ihnen diese forcierte soziale Harmonisierung dennoch nicht. Sie werden geradezu gezwungen, gegen ihr Naturell, quasi «contre coeur», vorzugehen. Das Resultat dieser Einschränkung ihres Bewegungsfreiraums für eine gesunde Entfaltung ihres Temperaments ist, dass sie im Erwachsenenleben in eine Depression fallen, sich eine Borderline Persönlichkeitsstörung, Essstörungen und Suchtprobleme zulegen, oder mit einer bipolaren Störung und einer schizophrenen Psychose ganz aus den gesellschaftlichen Normen ausbrechen, sich sogenannte «Narrenfreiheit» verschaffen, in der sie dann weder erziehbar noch erreichbar sind.

ADHS20_Empowerment_03_2021