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ADHS/ADS im Arbeitsleben

Gerne diskutiere ich ADHS/ADS im Arbeitsleben anhand der vorliegenden Quellen und unserer Konversation.

Dr. med. Ursula Davatz, die sich seit über 40 Jahren mit ADHS/ADS befasst, sieht ADHS/ADS nicht primär als Krankheit, sondern als genetischen Ursprung oder genetische Voraussetzung („Genotyp“, „Neurotyp“). Das Gehirn von ADHS/ADSlern funktioniert ihrer Ansicht nach einfach „ein bisschen anders“. Dieses „Anders“ sei nicht krank. Ob sich aus dieser genetischen Veranlagung positive Fähigkeiten entfalten oder negative Folgeerscheinungen entwickeln, hängt massgeblich vom Umfeld ab.

Im Arbeitsleben zeigt sich dieser Einfluss des Umfelds und der Umgang mit den ADHS/ADS-typischen Eigenschaften besonders deutlich:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass im Arbeitsleben ein unterstützendes, strukturiertes (aber flexibles) und beziehungsorientiertes Umfeld, das Stärken erkennt, Fehler toleriert (ohne Beschämung) und Kommunikation auf Validierung aufbaut, entscheidend ist, damit ADHS/ADSler ihre Potenziale entfalten können. Medikamente können gezielt unterstützend wirken, sollten aber immer mit einer Begleitung, idealerweise einem ADHS/ADS-erfahrenen Coach, kombiniert werden, um den eigenen Umgang mit den Eigenschaften zu lernen.

https://adhs.expert/wp-content/uploads/2025/04/Hirslanden-15.4.2025.m4a.pdf

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