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Folgekrankheiten von ADHS/ADS bei Frauen und Männern

Dr.med. Ursula Davatz erläutert in ihrem Vortrag, dass sich Folgekrankheiten von ADHS/ADS bei Frauen und Männern unterschiedlich manifestieren können. Sie betont, dass ihre Aussagen auf ihren Erfahrungen in der Praxis basieren und sie keine Statistiken zu diesem Thema hat.

Folgekrankheiten bei Frauen:

Folgekrankheiten bei Männern:

Zusammenhang zwischen verschiedenen psychischen Erkrankungen:

Dr.med. Ursula Davatz vertritt die Ansicht, dass ADHS/ADS die Ursache für verschiedene psychische Erkrankungen ist. Sie bezieht sich dabei auf genetische Studien (GWAS), die einen gemeinsamen Gen-Lokus bei fünf psychiatrischen Krankheitsbildern feststellten: Schizophrenie, bipolare Störung, schwere Depression, Autismus und ADHS/ADS.

Bedeutung der Fokusfindung:

Dr.med. Ursula Davatz betont die Bedeutung der Fokusfindung für Menschen mit ADHS/ADS. Wenn es ihnen gelingt, ihren Fokus zu finden, sei es im Beruf, in Hobbys oder Beziehungen, können sie ein erfolgreiches und erfülltes Leben führen. Gelingt die Fokusfindung nicht, steigt das Risiko für Folgekrankheiten.

Rolle der Umgebung:

Die Umgebung spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Folgekrankheiten. Dr. Davatz plädiert für persönlichkeitsgerechten Umgang mit ADHS/ADS-Betroffenen, sowohl im familiären als auch im schulischen Umfeld. Bestrafung und Druck sind kontraproduktiv, stattdessen brauchen ADHS/ADS-Kinder Unterstützung und intrinsische Motivation, um ihren eigenen Weg zu finden.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Folgekrankheiten von ADHS/ADS können bei Frauen und Männern unterschiedlich aussehen. Die Fokusfindung und ein unterstützendes Umfeld sind entscheidend, um die Entstehung von Folgekrankheiten zu verhindern.

https://ganglion.ch/pdf/selo%20Tagung%2030.10.2024.m4a.pdf

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