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Medikamente und AHDS/ADS

Arten von Medikamenten und deren Wirkung:

Die Medikamente, die bei ADHS/ADS eingesetzt werden, sind Stimulantien oder Uppers (wie Concerta, Focalin und Ritalin). Diese Medikamente stimulieren das Gehirn, wodurch eine Fokussierung erreicht wird.

ADHS/ADS-Menschen werden als neurodivergent betrachtet, deren Gehirne etwas anders funktionieren, charakterisiert durch eine breite Aufmerksamkeit. Diese breite Aufmerksamkeit führt dazu, dass sie ständig nach neuen Reizen suchen, besonders wenn der offizielle Input (z. B. der Unterricht) nicht spannend ist.

Das Ritalin wirkt, indem es stimuliert, wodurch der Fokus eingeschränkt wird und man besser aufpasst. Alle diese Amphetamine, die bei ADHS/ADS gegeben werden, sind fokussierend.

Gründe für den Einsatz der Medikation:

Nachteile und Nebenwirkungen der Medikation:

Medizinische Haltung und Entscheidungshoheit:

Dr. Davatz selbst verschreibt Ritalin, Concerta und andere Stimulantien. Allerdings überlässt sie die Entscheidung immer den Eltern. Sie würde nie sagen, dass Eltern das Medikament ihrem Kind geben müssen, sonst würde es nicht gut gehen. Die Entscheidung, ob man Medikamente nimmt oder nicht, muss jeder, insbesondere die Eltern, selbst treffen [86, 19:43.640].

Es ist nicht die Haltung von Dr. Davatz, dass ADHS/ADS-Menschen nicht ohne Medikamente durchs Leben kommen können oder dass sie diese immer nehmen müssen.

Umgang mit Medikamenten und Stress:

Medikamente und Suchtpotenzial:

Menschen mit ADHS/ADS haben viel mehr Suchtprobleme. Sie nutzen beruhigende Suchtmittel wie Heroin, Alkohol oder Haschisch, um ihr Temperament herunterzubremsen.

Es gibt die Ansicht, dass man lieber die legale Droge (ADHS-Medikamente) verschreiben solle, damit Betroffene keine Drogen von der Gasse brauchen. Es existieren Statistiken aus England, die besagen, dass Kinder mit ADHS/ADS-Medikation weniger drogensüchtig wurden. Ein Betroffener merkt jedoch an, dass die Einnahme von ADHS-Medikamenten keine Alternative ist, um Drogen zu vermeiden, und dass diese Mittel selbst Betäubungsmittel sind und abhängig machen können [82, 116:31.300]. Dr. Davatz stellt klar, dass es nicht so ist, dass man eher drogensüchtig wird oder nicht drogensüchtig wird, wenn man die Medikamente nimmt.

Alternative Ansätze:

Dr. Davatz versucht immer, auf andere Methoden zurückzugreifen. Sie betont, dass ADHS/ADS-Kinder mehr Bewegung benötigen. Alternative Ansätze zur Fokussierung oder Beruhigung umfassen:

Der Umgang mit neurodivergenten Menschen erfordert Einfühlungsvermögen, Beobachtungskraft, Sensibilität und eigene Zurückhaltung. Das Ziel sollte es sein, das erzieherische Umfeld zu sensibilisieren, um Fehlentwicklungen vorzubeugen, da die Krankheit, die aus ADHS/ADS entsteht, die eigentliche Fehlentwicklung ist – nicht die Neurodivergenz selbst.

Zusammenfassendes Bild: Die medikamentöse Behandlung bei ADHS/ADS, hauptsächlich durch Stimulantien, ist ein Werkzeug, das in einer leistungsorientierten Gesellschaft helfen kann, das Potenzial des neurodivergenten Gehirns im akademischen oder beruflichen Kontext auszuschöpfen, indem es die breite Aufmerksamkeit einschränkt und Fokussierung ermöglicht. Gleichzeitig birgt sie Risiken wie den Verlust der Kreativität, das Gefühl, sich selbst zu entfremden, und die Gefahr der Psychose bei Überdosierung oder Einnahme unter hohem Stress (aufgrund der Dopamin-Ausschüttung). Die Entscheidung für oder gegen Medikamente sollte stets bei den Eltern liegen und im Kontext des individuellen Kindes und seiner Bedürfnisse betrachtet werden, wobei alternative, nicht-pharmakologische Methoden wie Struktur und Bewegung essenziell sind.

https://adhs.expert/wp-content/uploads/2025/11/Buchvernissage_Ursula_Davatz_11.11.2025.m4a.pdf

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