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Einfluss des Umfelds auf Menschen mit ADHS

Dr. med. Ursula Davatz betont in ihrem Vortrag, dass ADHS keine Krankheit, sondern ein angeborener Persönlichkeitstyp ist, der spezielle Anforderungen an das Umfeld stellt. Menschen mit ADHS zeichnen sich durch eine hohe Sensitivität, eine breite Aufmerksamkeit und eine starke Reaktivität aus. Sie reagieren impulsiver als Durchschnittsmenschen, was oft zu Konflikten führt.

Das Umfeld spielt eine entscheidende Rolle dabei, ob Menschen mit ADHS ihre Stärken entfalten können oder ob sie Folgeerkrankungen entwickeln.

Ein ungünstiges Umfeld, das die Bedürfnisse von ADHS-Betroffenen nicht berücksichtigt, kann zu verschiedenen Problemen führen:

Dr. Davatz veranschaulicht die Bedeutung des Umfelds anhand des Beispiels von Richard Branson, der trotz ADHS und Legasthenie erfolgreich wurde, weil seine Eltern ihn immer unterstützten. Sie erwähnt auch Einstein, bei dem vermutet wird, dass er ADHS hatte, und der in einem Umfeld aufwuchs, das ihm ermöglichte, seinen Hyperfokus zu finden.

Besonders die Schule steht in der Verantwortung, sich den Bedürfnissen von Kindern mit ADHS anzupassen. Dr. Davatz kritisiert das Schweizer Schulsystem als ungenügend in Bezug auf die psychische Gesundheit von Kindern und fordert eine stärkere Berücksichtigung individueller Bedürfnisse. Sie plädiert für „Islands of Development“, in denen Kinder mit ADHS individuell gefördert werden können.

Massnahmen, die ein Umfeld adäquat gestalten:

Dr. Davatz betont, dass die Anpassung des Umfelds nicht nur im Interesse der Betroffenen liegt, sondern auch gesellschaftlich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Durch die Investition in Präventionsmassnahmen können die hohen Folgekosten von unbehandeltem ADHS im Gesundheits-, Sozial- und Justizsystem reduziert werden.

Zusammenfassend zeigt sich:

https://ganglion.ch/pdf/ADHS-Folgeerscheinungen.pdf

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