Die „Herzensebene“, also die emotionale Ebene, spielt laut Dr.med. Ursula Davatz eine entscheidende Rolle im Umgang mit Jugendlichen. Sie betont immer wieder, dass man Jugendliche auf der „Herzensebene“ abholen muss, um eine echte Verbindung aufzubauen und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

  • „Man sieht nur mit dem Herzen gut“: Dr. Davatz zitiert Antoine de Saint-Exupéry, um die Bedeutung der „Herzensebene“ zu verdeutlichen. Es geht darum, empathisch zu sein, die Gefühle und Bedürfnisse des Jugendlichen wahrzunehmen und zu verstehen.
  • Authentizität als Schlüssel: Authentizität ist eng mit der „Herzensebene“ verknüpft. Nur wenn man selbst echt und aufrichtig ist, kann man eine echte Verbindung zum Jugendlichen aufbauen.
  • Spiel und Humor: Dr. Davatz verweist auf das spielerische Verhalten von Jungtieren und betont, dass Spiel und Humor wichtige Elemente im Umgang mit Jugendlichen sind. Sie schaffen eine lockere Atmosphäre, fördern die Kreativität und erleichtern das Lernen.
  • Bedürfnisorientierte Kommunikation: Die „Herzensebene“ ist auch die Basis für bedürfnisorientierte Kommunikation. Es geht darum, die Bedürfnisse hinter dem Verhalten des Jugendlichen zu erkennen und diese ernst zu nehmen.
  • Zeit und Geduld: Um die „Herzensebene“ zu erreichen, braucht es Zeit und Geduld. Man muss dem Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich zu öffnen und Vertrauen aufzubauen.
  • Abkehr von der Defizitorientierung: Dr. Davatz kritisiert die defizitorientierte Sichtweise im Umgang mit Jugendlichen, insbesondere im medizinischen Kontext. Statt sich auf die Schwächen zu konzentrieren, sollte man die Stärken und Ressourcen des Jugendlichen in den Blick nehmen.
  • Integration von Herz und Verstand: Dr. Davatz plädiert für eine Integration von Herz und Verstand im Umgang mit Jugendlichen. Die emotionale Ebene („Herzensebene“) ist die Grundlage für eine gelingende Kommunikation und Beziehungsarbeit. Der Verstand hilft dabei, die Situation zu analysieren und geeignete Handlungsstrategien zu entwickeln.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die „Herzensebene“ eine zentrale Rolle im Umgang mit Jugendlichen spielt. Es geht darum, eine empathische und authentische Beziehung aufzubauen, die auf Verständnis, Respekt und Wertschätzung basiert. Nur so können Jugendliche in ihrer Entwicklung optimal unterstützt und gefördert werden.

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