Herausforderungen im Umgang mit Eifersucht leiblicher Eltern gegenüber professionellen Betreuern

Eifersucht seitens der leiblichen Eltern gegenüber professionellen Betreuern kann zu verschiedenen Herausforderungen führen.

  • Schuldgefühle der leiblichen Eltern, insbesondere der Mütter, die ihr Kind in fremde Obhut geben müssen, können ein Problem darstellen.
  • Wenn eine professionelle Betreuerin andere Vorstellungen hat, wie mit dem Kind umzugehen ist, oder sogar besser mit dem Kind zurechtkommt, kann dies Eifersucht bei den leiblichen Eltern auslösen. Dies kann insbesondere bei der Mutter der Fall sein.
  • Diese Eifersucht kann die professionelle Betreuerin verunsichern, was dazu führen kann, dass sie Distanz zum Kind aufbaut. Das Kind nimmt diese Reaktion jedoch sofort wahr und ist ebenfalls verunsichert, was die Betreuung massiv erschwert.
  • Versucht die Betreuerin die Mutter zu belehren, kann dies die Mutter weiter verunsichern, was sich negativ auf das Kind auswirkt. Eine verunsicherte Mutter ist weniger in der Lage, dem Kind Halt zu geben und schränkt sein Explorationsverhalten ein.
  • Kommt es zu einem Kompetenzstreit zwischen Betreuerin und Eltern, gerät das Kind in einen Loyalitätskonflikt, was sehr schädlich für seine gesunde Entwicklung ist. Dies kann zu gegenseitigen Belehrungen darüber führen, wer das Kind besser kennt und was gut für es ist.
  • Es ist wichtig zu beachten, dass es nicht die eine absolut richtige Erziehung für jedes Kind gibt. Auch wenn eine Haltung gut gemeint ist, muss sie nicht gut für das Kind sein.
  • Die Herausforderung besteht darin, dass das Kind zwei voneinander emotional unabhängige Bezugspersonen benötigt, die weder eng miteinander verbunden noch im Streit miteinander sind.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Die Betreuerin sollte nicht auf Distanz zum Kind gehen, um die Eifersucht der Mutter zu besänftigen, sondern den Umgang mit dem Kind beibehalten.
  • Es sollte auch keine Distanz zur Mutter aufgebaut werden. Vielmehr sollte die Nähe zur Mutter gesucht und Konflikte angesprochen werden.
  • Die Betreuerin sollte nicht psychologisieren oder belehren, sondern aus ihrer eigenen Position heraus die Situation schildern.
  • Den Eltern sollte klar vermittelt werden, dass sie die Eltern bleiben und als solche respektiert werden. Sie sind und bleiben die wichtigsten Bezugspersonen für ihr Kind.
  • Unterschiedliche Haltungen sollten respektiert und stehen gelassen werden. Es ist wichtig, voneinander zu lernen, anstatt zu konkurrieren.
  • Gute Erlebnisse mit dem Kind sollten ausgetauscht werden, aber eine kumpelhafte Nähe zu den Eltern vermieden werden. Die Betreuerin sollte eine professionelle Distanz zu den Eltern bewahren.
  • Negative Erlebnisse mit dem Kind sollten selbst gelöst und die Eltern nicht damit belastet werden. Allenfalls kann man die Eltern fachlich um ihre Meinung fragen, wie sie mit solchen Situationen umgehen.

Durch diese Massnahmen kann eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Eltern und Betreuern gefördert und die bestmögliche Entwicklung des Kindes unterstützt werden.

https://ganglion.ch/pdf/Naehe%20und%20Distanz%20Vortrag%2016.01.2018.pdf

 

ADHS-Kinder: Ein Blick auf ihre besonderen Herausforderungen und Bedürfnisse

Die Ausführungen von Dr.med. Ursula Davatz in den Quellen bieten wertvolle Einblicke in die Welt von ADHS-Kindern und betonen die Notwendigkeit eines spezifischen Umgangs mit ihnen.

ADHS-Kinder sind keine „schwierigen“ Kinder, sondern Kinder mit besonderen Bedürfnissen, die durch ihre neurobiologischen Besonderheiten geprägt sind. Ihr Gehirn funktioniert anders als das von sogenannten „neurotypischen“ Kindern, was sich in verschiedenen Verhaltensweisen und Herausforderungen äussert.

Hochsensibilität und Hochreaktivität:

  • ADHS-Kinder sind hochsensibel und nehmen ihre Umwelt sehr intensiv wahr. Sie „merken alles gerade“ und reagieren oft empfindlicher auf Reize als andere Kinder.
  • Sie sind auch hochreaktiv und neigen zu impulsiven Reaktionen.
  • Diese Kombination macht sie anfälliger für Überforderung und kann zu emotionalen Ausbrüchen, Wutausbrüchen oder Rückzug führen.

Besondere Bedürfnisse in der Erziehung:

  • Beziehungsorientierte Erziehung: Dr.med. Ursula Davatz plädiert für eine Beziehungsorientierte Erziehung, die auf Strafen und Druck verzichtet. Stattdessen sollten Eltern und Erzieher:innen versuchen, eine starke und liebevolle Beziehung zu den Kindern aufzubauen, die auf Vertrauen und Verständnis basiert.
  • Klare Strukturen und Regeln: ADHS-Kinder profitieren von klaren Strukturen und Regeln, die ihnen Sicherheit und Orientierung bieten.
  • Individuelle Förderung: Jedes ADHS-Kind ist einzigartig und hat individuelle Bedürfnisse und Talente. Eltern und Erzieher:innen sollten versuchen, diese zu erkennen und zu fördern.

Herausforderungen im Umgang mit ADHS-Kindern:

  • Stigmatisierung und Vorurteile: ADHS ist oft mit Stigmatisierung und Vorurteilen verbunden.
  • Mangelndes Verständnis: Viele Menschen, auch im Bildungssystem und Gesundheitssystem, haben nicht genügend Verständnis für die besonderen Bedürfnisse von ADHS-Kindern.
  • Überforderung der Eltern: Die Erziehung von ADHS-Kindern kann sehr herausfordernd sein und Eltern oft an ihre Grenzen bringen.

Die Bedeutung der HOTA:

  • Die HOTA kann Eltern, Lehrpersonen und Kindern mit ADHS wertvolle Unterstützung bieten.
  • Durch Erziehungsmediation, Familientherapie und Beratung kann sie dazu beitragen, Konflikte zu lösen, Beziehungen zu verbessern und ein unterstützendes Umfeld für die Kinder zu schaffen.

Konkrete Tipps für den Umgang mit ADHS-Kindern:

  • Ruhe bewahren: Wenn ein ADHS-Kind einen Wutausbruch hat, ist es wichtig, selbst ruhig zu bleiben und dem Kind nicht mit Gegengewalt zu begegnen.
  • Verständnis zeigen: Versuchen Sie, das Verhalten des Kindes zu verstehen und seine Bedürfnisse zu erkennen.
  • Positive Verstärkung: Loben Sie das Kind, wenn es etwas gut gemacht hat, und konzentrieren Sie sich auf seine Stärken.
  • Klare Anweisungen geben: Geben Sie dem Kind klare und einfache Anweisungen und vermeiden Sie Überforderung.
  • Zeit und Geduld: ADHS-Kinder brauchen Zeit, um Entscheidungen zu treffen und sich auf neue Situationen einzustellen. Seien Sie geduldig und geben Sie dem Kind die Zeit, die es braucht.
  • Kreativität und Flexibilität: Seien Sie kreativ und flexibel im Umgang mit dem Kind und probieren Sie verschiedene Ansätze aus.

Zusammenfassend lässt sich sagen: ADHS-Kinder sind Kinder mit besonderen Bedürfnissen, die eine besondere Form der Unterstützung und Begleitung benötigen. Mit dem richtigen Verständnis und den passenden Strategien können sie ihre Potenziale entfalten und ein glückliches und erfolgreiches Leben führen. Die HOTA kann dabei eine wertvolle Hilfe sein.

https://ganglion.ch/pdf/Umgang-mit-Kindern-aus-schwierigem-privaten-Umfeld.pdf

Herausforderungen im Umgang mit ADHS-Kindern: Ein Einblick

Der Umgang mit ADHS-Kindern birgt spezielle Herausforderungen für Eltern, Lehrpersonen und das gesamte System Kind-Eltern-Schule. Die Quellen heben die besondere Vulnerabilität dieser Kinder hervor und betonen die Notwendigkeit eines angepassten Erziehungsstils, der auf Verständnis, Geduld und Einfühlungsvermögen basiert.

Herausforderungen im Elternhaus:

  • Erhöhte Anforderungen an die Eltern: ADHS-Kinder erfordern von ihren Eltern ein hohes Mass an Selbstkontrolle, Geduld und Kommunikationsfähigkeit.
  • Stress und Überforderung: Die Erziehung eines ADHS-Kindes kann sehr belastend sein und Eltern an ihre Grenzen bringen. Die ständige Konfrontation mit impulsivem Verhalten, Wutausbrüchen und emotionaler Instabilität kann zu Stress, Erschöpfung und Hilflosigkeit führen.
  • Schuldgefühle und Scham: Viele Eltern von ADHS-Kindern haben Schuldgefühle und schämen sich, weil sie das Verhalten ihres Kindes nicht „in den Griff“ bekommen. Sie fühlen sich oft als Versager und haben Angst, von anderen verurteilt zu werden.
  • Unterschiedliche Erziehungsstile in der Partnerschaft: In Partnerschaften, in denen ein Elternteil ADHS hat, kann es zu Konflikten kommen, wenn die Erziehungsstile nicht kompatibel sind. Die Quellen betonen die Wichtigkeit von klaren Rollenverteilungen und gegenseitigem Respekt.

Herausforderungen im Schulsystem:

  • Konflikte mit Lehrpersonen: ADHS-Kinder stossen im Schulsystem oft auf Unverständnis und Ablehnung. Lehrpersonen fühlen sich von ihrem Verhalten überfordert und greifen zu traditionellen Erziehungsmethoden, die bei diesen Kindern nicht greifen.
  • Mangelnde Anpassung des Schulsystems: Das Schweizer Schulsystem ist oft nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von ADHS-Kindern vorbereitet. Es mangelt an speziell ausgebildeten Lehrpersonen, adäquaten Fördermassnahmen und integrativen Lernkonzepten.
  • Fehlende Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule: Die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrpersonen ist oft gestört. Eltern fühlen sich von Lehrpersonen nicht ernst genommen und ihre Expertise in Bezug auf ihr Kind wird nicht wertgeschätzt.

Besondere Herausforderungen im Umgang mit dem ADHS-Kind:

  • Hypersensibilität und hohe Reaktivität: ADHS-Kinder sind hochsensibel und reagieren impulsiv auf Reize, was zu emotionalen Ausbrüchen, aggressivem Verhalten oder Rückzug führen kann.
  • Schwierigkeiten mit Anpassung an Normen: ADHS-Kinder lassen sich schwer in die Norm pressen und benötigen individuelle Unterstützung und flexible Rahmenbedingungen. Traditionelle Erziehungsmethoden, die auf Gehorsam und Unterordnung basieren, sind bei diesen Kindern oft kontraproduktiv.
  • Intrinsische Motivation statt Zwang: ADHS-Kinder benötigen intrinsische Motivation, um zu lernen und sich zu entwickeln. Zwang und Druck führen zu Widerstand und Blockaden.
  • Beziehungsorientierte Führung statt autoritärer Erziehung: Statt autoritärer Erziehung, die auf Kontrolle und Bestrafung setzt, brauchen ADHS-Kinder Beziehungsarbeit, positive Verstärkung und klare Führung durch ein positives Vorbild.

Folgen für das ADHS-Kind:

  • Emotionale Belastung: Die ständige Konfrontation mit Ablehnung, Unverständnis und Konflikten kann zu emotionaler Belastung, Angstzuständen, Depressionen und Schulverweigerung führen.
  • Entwicklungsverzögerungen: Wenn die Bedürfnisse des ADHS-Kindes nicht erkannt und adäquat unterstützt werden, kann dies zu Entwicklungsverzögerungen in verschiedenen Bereichen führen.
  • Risiko psychischer und somatischer Erkrankungen: ADHS-Kinder haben ein erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens psychische oder somatische Erkrankungen zu entwickeln.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Umgang mit ADHS-Kindern stellt alle Beteiligten vor grosse Herausforderungen. Es braucht ein Umdenken im Erziehungssystem, weg von starren Normen und autoritären Methoden, hin zu individueller Förderung, Flexibilität und einem beziehungsorientierten Ansatz. Nur durch enge Zusammenarbeit, gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung kann es gelingen, ADHS-Kinder optimal zu unterstützen und ihnen ein positives Entwicklungsumfeld zu schaffen.

https://ganglion.ch/pdf/HotA_Erziehungsmediation_Kind_Eltern_Schule-kurz.pdf

Herausforderungen im Umgang mit ADHS/ADS-Kindern

Dr.med. Ursula Davatz spricht in ihrem Vortrag viele Herausforderungen an, mit denen Eltern und Erzieher beim Umgang mit ADHS/ADS-Kindern konfrontiert sind.

Die Herausforderungen lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen:

1. Besonderheiten des ADHS/ADS-Gehirns:

  • Breite Aufmerksamkeit und Ablenkbarkeit: ADHS/ADS-Kinder haben eine breite Aufmerksamkeitsspanne und sind leicht ablenkbar. Dies kann im schulischen Kontext zu Problemen führen, da sie sich nur schwer auf eine Sache konzentrieren können.
  • Hohe Sensitivität und emotionale Verletzlichkeit: ADHS/ADS-Kinder sind hochsensibel und nehmen Reize intensiver wahr als andere Kinder. Sie sind daher leichter verletzlich und reagieren empfindlicher auf Kritik und negative Emotionen im Umfeld.
  • Schwierigkeiten mit Impulskontrolle und Emotionsregulation: ADHS/ADS-Kinder haben oft Schwierigkeiten, ihre Impulse zu kontrollieren und ihre Emotionen zu regulieren. Dies kann zu aggressivem Verhalten, Wutausbrüchen und Konflikten mit anderen führen.
  • Intrinsische Motivation: ADHS/ADS-Kinder lassen sich nur schwer zu etwas zwingen. Sie müssen intrinsisch motiviert sein, um zu lernen und sich zu entwickeln.

2. Umgang mit den Besonderheiten:

  • Fehlende Anpassung des Umfelds: Dr. Davatz kritisiert, dass das Schulsystem und die Gesellschaft nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von ADHS/ADS-Kindern vorbereitet sind. Lehrer und Erzieher sind oft überfordert und wissen nicht, wie sie mit den Kindern umgehen sollen.
  • Ungeschickter Erziehungsstil: Ein zu enger, rigider Erziehungsstil kann die Energie der Kinder unterdrücken und die Entwicklung von Folgekrankheiten begünstigen. Andererseits kann ein zu lascher Erziehungsstil dazu führen, dass die Kinder keine Grenzen lernen und Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen haben.
  • Fehlende Geduld und Langsamkeit: Die Entwicklung von ADHS/ADS-Kindern braucht Zeit und Geduld. Eltern und Erzieher müssen lernen, mit den Kindern in ihrem eigenen Tempo zu gehen und sie nicht zu überfordern.

3. Konsequenzen für das Kind und das Umfeld:

  • Entwicklung von Folgeerkrankungen: Dr. Davatz sieht einen klaren Zusammenhang zwischen einem ungünstigen Erziehungsstil und der Entwicklung von Folgeerkrankungen bei ADHS/ADS-Kindern. Zu diesen Folgeerkrankungen zählen unter anderem Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen und Persönlichkeitsstörungen.
  • Belastung des Familiensystems: Der Umgang mit einem ADHS/ADS-Kind kann das gesamte Familiensystem stark belasten. Eltern und Geschwister müssen lernen, mit den Besonderheiten des Kindes umzugehen.
  • Soziale Ausgrenzung: ADHS/ADS-Kinder werden oft missverstanden und ausgegrenzt. Dies kann zu einem negativen Selbstbild und psychischen Problemen führen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Eltern und Erzieher im Umgang mit ADHS/ADS-Kindern vor vielfältigen Herausforderungen stehen. Es ist wichtig, die Besonderheiten des ADHS/ADS-Gehirns zu verstehen und einen angepassten Erziehungsstil zu entwickeln, der die Kinder in ihrer Individualität fördert und ihnen gleichzeitig hilft, mit ihren Schwierigkeiten umzugehen.

https://ganglion.ch/pdf/Hilfesuchende_ADHS_1.10.2024.m4a.pdf

ADHS fordert heraus

«ADHS fordert heraus» Bildungstag für das erzieherische Umfeld Dr. med. Ursula Davatz, Vizepräsidentin adhs 20+ Psychiaterin und Familientherapeutin Früher wurde das AD(H)S von vielen Fachleuten gar nicht anerkannt. Heute ist es in aller Munde. Viele Eltern möchten wissen, ob ihr Kind eines hat und auch viele Erwachsene wollen abklären lassen, ob sie davon betroffen sind. Doch eine Abklärung bringt uns noch nicht weiter. Es ist der passende Umgang mit diesen speziellen Kindern, den wir erlernen müssen. Dieser ist ausschlaggebend, ob sich bei diesem Persönlichkeitstyp eine sekundäre Störung entwickelt – was bei 80 Prozent der Fall ist, oder ob daraus interessante, kreative, durchsetzungsfähige Unternehmer, Künstler oder auch Wissenschaftler hervorgehen. Da die heutigen Kinder sehr viel Zeit in Tagesstätten, Kindergärten und natürlich Schulen verbringen, ist es von enormer Wichtigkeit und grosser gesundheitspolitischer Bedeutung, dass diese professionellen Erzieher lernen, mit diesen speziellen Kindern möglichst geschickt umzugehen. Leider ist dies zum heutigen Zeitpunkt noch längst nicht der Fall. Aus diesem Grunde bieten wir eine Weiterbildung für das erzieherische Umfeld an, um gewisse „do’s and dont’s“ zu vermitteln. Vielleicht gelingt es uns dadurch, einige dieser 80% psychisch beeinträchtigten Menschen auf einen erfreulicheren, gesünderen Weg zu bringen. Denn AD(H)S ist keine Krankheitsdiagnose, es ist eine Persönlichkeitvariante die grössere Anforderungen an die Erzieher stellt, denn Medikamente alleine lösen die damit verbundenen Herausforderungen nicht.

Flyer_WB_ADHS_fordert_heraus_Ursula_Davatz

Datum: Samstag, 3. November 2018 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Ort: ZAG (Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen Kanton Zürich) Turbinenstrasse 5, 8400 Winterthur

PDF: ADHS fordert heraus

Transkription

ADHS-Kinder – eine erzieherische Herausforderung

ADHS-Kinder – eine erzieherische Herausforderung – ELPOS
Aargau-Solothurn Vortrag vom 24.02.2011

Einleitung:

Das ADHS-Kind ist eine Normvariante des menschlichen Wahrnehmungs- und Reaktionstyps, die unseren Erziehungsstrukturen, die trotz aller individualisierter Erziehung in der heutigen Zeit sehr normiert und auf Normen ausgerichtet sind, zu schaffen macht, ja eine echte Herausforderung ist.

Unsere Gesellschaft ist einem Normierungsdruck des Messbaren, qualitativ Erfassbaren und sonstig Vergleichbarem ausgesetzt, welcher dem ADHS-Kind absolut zuwider läuft, sodass es zum Sand im Getriebe unserer Regelgesellschaft wird. Randständige und arbeitslose, psychisch gefährdete Jugendliche werden durch diesen Normierungszwang von unserer Gesellschaft produziert. ADHS-Kinder sind die ersten, die aus unserem System herausfallen. 75% aller ADHS-Kinder haben im Erwachsenenalter eine sekundäre psychiatrische Störung. Das müsste nicht so sein, wenn wir adäquater mit ADHS-Kindern umgehen könnten.

Merke

  • Wenn Eltern kein Geschrei oder gar einen Tobsuchtsanfall wollen, müssen sie einen Szenenwechsel ca. 10 Minuten vorher ankünden und das Kind darauf vorbereiten.
  • Ein traumatischer Eingriff wie Arztbesuch oder Zahnarztbesuch muss auch ein bis zwei Tage vorher angekündigt werden, nicht zwei Wochen vorher.
  • Eine Trennung der Eltern muss Wochen vorher klar angekündigt werden.
  • Man darf ADHS-Kinder nicht einfach mit einer neuen Situation überfallen.

Der gesamte Vortrag zum Download:

https://docs.google.com/document/pub?id=1Cda-hGN1rXjF6RiGsfBvMtBVW_KnnoMTF_e2wirwLmo