Jugend heute

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Transkript

Dr.med. Ursula Davatz

25.1.2025
Jugend heute
Audio

[00:00:02.040] – Dr.med. Ursula Davatz
Jetzt kommt ein Text für einen neuen Podcast.

[00:00:08.380] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Jugend von heute geht es psychisch zunehmend schlechter.

[00:00:14.760] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Psychiatrie als Gesundheitsversorgungssystem hat lange Wartezeiten.

[00:00:24.100] – Dr.med. Ursula Davatz
Der psychiatrische Nachwuchs fehlt.

[00:00:27.720] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir müssen in der Schweiz ausländische Psychiater einführen, quasi Migranten, um
unser Versorgungssystem aufrecht erhalten zu können.

[00:00:47.020] – Dr.med. Ursula Davatz
Des Weiteren haben wir Lehrermangel.

[00:00:49.800] – Dr.med. Ursula Davatz
Immer mehr Lehrer steigen aus, lassen sich frühzeitig pensionieren, werden krank mit
Burnout und es müssen Quereinsteiger reingeholt werden, um das Schulsystem noch
versorgen zu können.

[00:01:21.300] – Dr.med. Ursula Davatz

Auf politischer Ebene streitet man sich darüber, was die richtige Schule ist von heute
oder sein sollte, integrativ oder separativ.

[00:01:34.600] – Dr.med. Ursula Davatz
Zeit vergeht und die Kinder und Jugendlichen leiden weiter.

[00:01:41.840] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Schule stellt also ein politisches Kampffeld dar, was nicht gerade hilfreich ist.

[00:01:51.460] – Dr.med. Ursula Davatz
Frage: Was läuft falsch in unserem System, in unserer sozialen Versorgung, in unserer
Schulversorgung?

[00:02:19.630] – Dr.med. Ursula Davatz
Ein paar systemische Überlegungen:

[00:02:35.760] – Dr.med. Ursula Davatz
Psychische Krankheiten entstehen aus fehl gelaufenen menschlichen Beziehungen, die
chronischen Stress erzeugen.

[00:02:44.420] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Sozialisierung des Menschen beginnt in der Familie und später innerhalb des
öffentlichen Schulsystems.

[00:02:53.260] – Dr.med. Ursula Davatz
Unser Gehirn ist ein soziales Organ mit starker Beeinflussbarkeit durch menschliche
Beziehungen, die leider die bei der heutigen Jugend vermehrt über digitale Medien
massiv beeinflusst wird.

[00:03:14.720] – Dr.med. Ursula Davatz

Die Medien sind jedoch an erster Stelle am Verkauf interessiert, auf Erhöhung des
Konsums und Gewinnmaximierung, aber nicht an einer gesunden Erziehung unserer
nächsten Generation.

[00:03:37.360] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Gewinnmaximierung geht vor gesunder Erziehung und Sozialisierung.

[00:03:45.780] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Politiker ihrerseits sind auf Wiederwahl ausgerichtet und ebenfalls nicht auf das
gesundheitliche Wohl unserer Kinder und Jugendlichen, das heißt, unserer Zukunft.

[00:04:03.560] – Dr.med. Ursula Davatz
Die medizinische Versorgung wurde kommerzialisiert.

[00:04:10.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie ist somit ebenfalls vermehrt auf Profit ausgerichtet.

[00:04:17.520] – Dr.med. Ursula Davatz
Gesundheitsprävention hat einen kleinen Stellenwert innerhalb unseres
Versorgungssystems, obwohl die Prävention viele Kosten sparen könnte.

[00:04:46.240] – Dr.med. Ursula Davatz
Wollen wir uns um unsere Jugend und unsere Zukunft nachhaltig kümmern, müssen wir
bei den Familien und in der Schule beginnen.

[00:05:06.820] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir müssen die Eltern, verantwortlichen Erziehungspersonen in den Schulsystemen
vermehrt unterstützen, dass sie in der heutigen, anspruchsvollen, herausfordernden
Zeit gesunde Kinder und Jugendliche erziehen können, die den Herausforderungen des
heutigen anspruchsvollen Lebens gewachsen sind.

[00:05:37.370] – Dr.med. Ursula Davatz

Wie die Statistik leider zeigt, ist dies nicht mehr der Fall.

[00:05:47.800] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Erziehungspersonen haben eine starke Konkurrenz durch die digitalen Medien.

[00:05:53.800] – Dr.med. Ursula Davatz
Sie müssen sich also das Interesse der Jugend hart erkämpfen.

[00:06:02.440] – Dr.med. Ursula Davatz
Dazu braucht es Kreativität, Experimentierfreudigkeit, Austausch untereinander zur
Anregung neuer Ideen, sogenannte Quer-Befruchtung.

[00:06:19.590] – Dr.med. Ursula Davatz
Es braucht eine Förderung der Best Practices.

[00:06:28.740] – Dr.med. Ursula Davatz
Das Schulsystem müsste vermehrt vernetzt und flexibilisiert werden, statt bürokratisch
reglementiert zu sein.

[00:06:47.140] – Dr.med. Ursula Davatz
Die psychiatrische Versorgung als Stützung der Erziehungspersonen von ADHS/
ADSlern, Professionelle sowie Familien, müssen vermehrt dafür eingesetzt werden, für
diese Unterstützung.

[00:07:34.420] – Dr.med. Ursula Davatz
Reparationsinterventionen einzuführen über die offizielle Psychiatrie, wenn schon alles
fehlgelaufen ist, ist viel zu teuer.

[00:07:48.120] – Dr.med. Ursula Davatz
D i e G e l d e r m ü s s e n v e r m e h r t i n d i e P r ä v e n t i o n , d i e Ve r h ü t u n g v o n
Krankheitsentwicklungen bei Individuen mit neurodivergentem Gehirn, ADHS/ADS,
fliessen.

[00:08:18.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Die ungünstige Gen-Umfeld-Interaktion zwischen einer mangelnden Passung des
Erziehungsstils zum neurodivergenten Kind, müsste unbedingt angegangen werden,
wahrgenommen werden.

[00:08:35.720] – Dr.med. Ursula Davatz
Eine Systemveränderung muss stattfinden.

[00:08:39.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Es wird beklagt, dass immer mehr Kinder einen Nachteilsausgleich erhalten und man
spricht dann von inflationärer Verwendung der ADHS/ADS Diagnose.

[00:08:57.690] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich sage es umgekehrt.

[00:09:00.950] – Dr.med. Ursula Davatz
Das ganze System muss den neurodivergenten Kindern vermehrt angepasst werden.

[00:09:16.780] – Dr.med. Ursula Davatz
Eine Erziehung, die den neurodivergenten Kindern gerecht wird, kommt auch allen
anderen Normotypen zugute.

[00:09:30.120] – Dr.med. Ursula Davatz
Unser Erziehungssystem hinkt hinter der schnellen Digitalen Entwicklung und der
Berieselung durch das Internet hinterher.

[00:09:50.200] – Dr.med. Ursula Davatz
Dies muss korrigiert werden.

[00:09:58.000] – Dr.med. Ursula Davatz

Eine Netzwerkbildung unter Erziehungspersonen zum Thema Umgang mit ADHS/ADS
Kindern und Jugendlichen, wäre von großem Vorteil und würde langfristig, nachhaltig
große reparative Gesundheitskosten sparen.

Prävention und Gesundheit: Ein ganzheitlicher Ansatz

Die Quellen, insbesondere die Ausführungen von Dr.med. Ursula Davatz, betonen die enge Verknüpfung zwischen Prävention und Gesundheit, insbesondere im Kontext der kindlichen Entwicklung. Dabei wird deutlich, dass ein rein medizinisches Verständnis von Gesundheit unzureichend ist und ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich ist, der die Bedeutung von Beziehungen, Interaktionen und dem sozialen Umfeld berücksichtigt.

Prävention: Mehr als nur Wissen

Dr.med. Ursula Davatz stellt klar, dass Prävention nicht allein auf Wissensvermittlung beruht. „Viel Wissen um Gesundheit macht noch nicht gesund“, so ihr prägnanter Ausspruch. Sie kritisiert die starke Fokussierung des Gesundheitssystems auf das Individuum und die Krankheit, während die Entstehung von Gesundheit oft vernachlässigt wird.

Beziehungen als Schlüsselfaktor für Gesundheit

Stattdessen hebt sie die zentrale Bedeutung von Beziehungen und Interaktionen für die Gesundheit hervor. Eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kind sowie positive soziale Beziehungen im Allgemeinen fördern die Resilienz, stärken das Immunsystem und tragen massgeblich zur Gesundheit bei.

Frühzeitige Intervention und Unterstützung

Besonders wichtig ist die frühzeitige Intervention, um Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen. Dr. Davatz plädiert dafür, dass Eltern sich frühzeitig Hilfe holen, wenn sie Schwierigkeiten im Umgang mit ihrem Kind haben. Sie betont, dass es keine Schande ist, Unterstützung zu suchen und dass dies im Gegenteil ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein ist.

HOTA als präventives Angebot

Die HOTA wird in den Quellen als ein wichtiges präventives Angebot dargestellt. Durch Erziehungsmediation, Familientherapie und Kulturvermittlung trägt sie dazu bei, Beziehungen zu verbessern, Konflikte zu lösen und ein unterstützendes Umfeld für Kinder zu schaffen.

ADHS: Ein Beispiel für die Bedeutung von Prävention

Am Beispiel von ADHS-Kindern wird die Relevanz von Prävention besonders deutlich. Diese Kinder sind aufgrund ihrer Hochsensibilität und Hochreaktivität besonders vulnerabel und haben ein erhöhtes Risiko, psychische oder somatische Krankheiten zu entwickeln.

Spezifische Präventionsmassnahmen bei ADHS:

  • Frühzeitige Erkennung und Diagnose: Je früher ADHS erkannt wird, desto besser können die Kinder und ihre Familien unterstützt werden.
  • Beziehungsorientierte Erziehung: Anstatt zu versuchen, ADHS-Kinder in die Norm zu pressen, sollten Eltern und Lehrpersonen auf ihre individuellen Bedürfnisse eingehen und ihnen positive Führung bieten.
  • Schaffung eines unterstützenden Umfelds: Ein strukturierter Alltag, klare Regeln und liebevolle Zuwendung geben ADHS-Kindern Sicherheit und Orientierung.
  • Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule: Ein regelmässiger Austausch und eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule sind essenziell, um ADHS-Kinder optimal zu fördern.

Fazit: Prävention im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes, der die Bedeutung von Beziehungen, Interaktionen und dem sozialen Umfeld berücksichtigt, spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Die HOTA bietet in diesem Zusammenhang wertvolle Unterstützung für Familien, Lehrpersonen und Kinder, insbesondere auch für ADHS-Betroffene.

https://ganglion.ch/pdf/HotA_Erziehungsmediation_Kind_Eltern_Schule-kurz.pdf

Gesundheit fördern: Mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit

Dr.med. Ursula Davatz‘ Ausführungen beleuchten die enge Verbindung zwischen psychischem Wohlbefinden, Berufswahl und körperlicher Gesundheit. Sie argumentiert, dass echte Gesundheit weit über die blosse Abwesenheit von Krankheit hinausgeht. Stattdessen umfasst sie ein ganzheitliches Konzept, das Zufriedenheit, Sinnfindung und die Verwirklichung des eigenen Potenzials mit einschliesst.

Der Einfluss des „richtigen Fokus“ auf die Gesundheit:

Einen zentralen Faktor für Gesundheit sieht Dr. Davatz im „richtigen Fokus“, also in der Leidenschaft für eine Tätigkeit, die den eigenen Interessen und Begabungen entspricht. Wenn Menschen ihren Fokus im Beruf oder im Leben allgemein gefunden haben, sind sie intrinsisch motiviert und erleben tiefe Zufriedenheit. Diese innere Ausgeglichenheit stärkt das Immunsystem und schützt vor stressbedingten Erkrankungen.

Dr. Davatz betont den Unterschied zwischen „Eudaimonic Happiness“ und „Hedonic Happiness“. Eudaimonic Happiness, die Freude an dem, was man tut, hat einen positiven Effekt auf die Gesundheit, während Hedonic Happiness, die auf kurzfristigem Vergnügen und äusseren Belohnungen basiert, keinen solchen Effekt hat.

Negative Auswirkungen des „falschen Fokus“:

Umgekehrt kann ein „falscher Fokus“, der durch gesellschaftlichen Druck oder fremde Erwartungen entsteht, zu Stress, Frustration und Überforderung führen. Menschen, die in einem Beruf gefangen sind, der nicht ihren Neigungen entspricht, opfern ihre Gesundheit für materielle Ziele oder den Wunsch nach Anerkennung. Das kann zu Burnout, Depressionen und anderen psychischen und psychosomatischen Erkrankungen führen.

Dr.med. Ursula Davatz vergleicht Depression mit einer „Verliererkrankheit“, die entsteht, wenn man sich selbst und seine Bedürfnisse im Streben nach unerreichbaren Zielen verliert. Sie plädiert dafür, Depression als Chance zur Selbstfindung und zum „Reset“ zu sehen, um den eigenen Fokus neu auszurichten und ein gesünderes Leben zu führen.

Wie kann man Gesundheit fördern?

Dr.med. Ursula Davatz gibt konkrete Empfehlungen, wie man die eigene Gesundheit fördern kann:

  • Den eigenen Fokus finden: Investieren Sie Zeit und Energie, um Ihre Interessen, Talente und Werte zu erkunden. Wählen Sie einen Beruf oder gestalten Sie Ihr Leben so, dass es Ihrem Fokus entspricht.
  • Auf die innere Stimme hören: Lassen Sie sich nicht von äusserem Druck leiten, sondern folgen Sie Ihren eigenen Bedürfnissen. Lernen Sie „Nein“ zu sagen, wenn Sie an Ihre Grenzen stossen.
  • Achtsamkeit und Selbstfürsorge: Achten Sie auf Ihre körperlichen und emotionalen Bedürfnisse. Nehmen Sie sich Zeit für Entspannung, Bewegung und gesunde Ernährung. Lernen Sie, Warnsignale Ihres Körpers zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren.
  • Beziehungen pflegen: Investieren Sie in echte, zwischenmenschliche Beziehungen. Verbringen Sie Zeit mit Menschen, die Ihnen guttun. Digitale Medien können zwar hilfreich sein, sollten aber persönliche Interaktion nicht ersetzen.
  • Sinn finden: Engagieren Sie sich für etwas, das Ihnen wichtig ist und Ihnen Sinn gibt. Das kann ein Hobby, eine ehrenamtliche Tätigkeit oder ein soziales Projekt sein.

Gesundheit als gesellschaftliche Aufgabe:

Dr.med. Ursula Davatz sieht Gesundheit nicht nur als individuelle Verantwortung, sondern auch als gesellschaftliche Aufgabe. Sie kritisiert den Leistungsdruck und die Oberflächlichkeit der heutigen Gesellschaft, die Menschen dazu drängt, ihre Gesundheit für materielle Ziele zu opfern. Sie fordert ein Umdenken in Politik, Wirtschaft und Arbeitswelt, um ein Umfeld zu schaffen, das Gesundheit und Wohlbefinden fördert.

Zusammenfassung:

Gesundheit ist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. Sie ist ein Zustand des Wohlbefindens, der auf der Verwirklichung des eigenen Potenzials, sinnvollen Tätigkeiten und gesunden Beziehungen basiert. Indem wir unseren Fokus finden, auf unsere Bedürfnisse achten und ein ausgeglichenes Leben führen, können wir unsere Gesundheit nachhaltig fördern.

https://ganglion.ch/pdf/Krise-Gefahr-Chance.m4a.pdf

Den eigenen Fokus finden: Ein Schlüssel zu Zufriedenheit, Gesundheit und Erfolg

Dr.med. Ursula Davatz betont in ihrem Vortrag immer wieder die Wichtigkeit des „Fokus“ im Leben, insbesondere im Kontext der Berufswahl und der Krisenbewältigung. Der Fokus steht dabei für die Leidenschaft, das Interesse und die Begabung eines Menschen. Ihn zu finden ist der Schlüssel zu einem erfüllten, gesunden und erfolgreichen Leben.

Warum ist der eigene Fokus so wichtig?

  • Intrinsische Motivation: Wenn man einen Beruf wählt, der dem eigenen Fokus entspricht, ist man mit Leidenschaft und Begeisterung bei der Sache. Man arbeitet nicht nur des Geldes wegen, sondern weil es einem Freude bereitet und man sich darin verwirklichen kann.
  • Gesundheit und Wohlbefinden: Dr. Davatz verweist auf Studien, die zeigen, dass Menschen, die ihren Fokus leben, gesünder und zufriedener sind. Sie sind weniger anfällig für Burnout, Depressionen und andere stressbedingte Erkrankungen.
  • Resilienz in Krisen: Menschen, die ihren Fokus gefunden haben, sind besser in der Lage, Krisen zu bewältigen. Sie können auf ihre inneren Ressourcen zurückgreifen und neue Wege finden, auch wenn es schwierig wird.

Herausforderungen beim Finden des Fokus:

Der Weg zum eigenen Fokus ist nicht immer einfach. Oft stehen uns verschiedene Hindernisse im Weg:

  • Einfluss des Umfelds: Eltern, Freunde und die Gesellschaft haben oft eigene Erwartungen an uns und versuchen, uns in bestimmte Richtungen zu lenken. Es ist wichtig, sich von diesen externen Einflüssen zu lösen und auf die eigene innere Stimme zu hören.
  • Oberflächlichkeit und Schnelllebigkeit: Die heutige Gesellschaft ist geprägt von Oberflächlichkeit, Schnelllebigkeit und Leistungsdruck. Es bleibt oft wenig Zeit und Raum für Selbstreflexion und die Suche nach dem eigenen Fokus.
  • Angst vor dem Scheitern: Die Angst, den falschen Weg einzuschlagen oder zu scheitern, kann uns davon abhalten, unseren eigenen Fokus zu verfolgen.
  • Verwechslung von Fokus mit Statussymbolen: Oft werden Berufe mit hohem Einkommen oder gesellschaftlichem Ansehen als erstrebenswert angesehen, unabhängig davon, ob sie dem eigenen Fokus entsprechen.

Wie finde ich meinen Fokus?

Dr.med. Ursula Davatz gibt verschiedene Ratschläge, wie man den eigenen Fokus finden kann:

  • Introspektion und Selbstreflexion: Nehmen Sie sich Zeit, um in sich hineinzuhören und Ihre Interessen, Talente und Werte zu erforschen.
  • Rückblick auf die Kindheit: Was hat Ihnen als Kind Spass gemacht? Welche Aktivitäten haben Sie begeistert? Oft finden sich in der Kindheit erste Hinweise auf den eigenen Fokus.
  • „Tandemflug“ mit einem Mentor: Suchen Sie sich eine Person, die ihren eigenen Fokus gefunden hat und von ihren Erfahrungen berichten kann. Lassen Sie sich inspirieren und lernen Sie von den Herausforderungen und Erfolgen anderer.
  • Geduld und Ausdauer: Die Suche nach dem eigenen Fokus ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie nicht sofort die Antwort finden.
  • Offenheit für neue Erfahrungen: Probieren Sie verschiedene Dinge aus, um herauszufinden, was Ihnen liegt und was Sie begeistert.
  • Professionelle Unterstützung: Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Fokus alleine zu finden, können Sie sich an einen Berufsberater oder Therapeuten wenden.

Der Fokus als lebenslange Reise:

Der eigene Fokus ist nicht statisch, sondern kann sich im Laufe des Lebens verändern. Bleiben Sie offen für neue Erfahrungen und Entwicklungen und passen Sie Ihren Fokus gegebenenfalls an.

Zusammenfassung:

Der eigene Fokus ist der Schlüssel zu einem erfüllten, gesunden und erfolgreichen Leben. Die Suche danach ist eine Reise, die Zeit, Geduld und Selbstreflexion erfordert. Lassen Sie sich von Ihrem Herzen leiten und scheuen Sie sich nicht, neue Wege zu gehen.

https://ganglion.ch/pdf/Krise-Gefahr-Chance.m4a.pdf

Berufswahl: Ein Weg zur Selbstverwirklichung und Gesundheit

Die Berufswahl ist ein zentrales Thema in Dr.med. Ursula Davatz‘ Vortrag. Sie betont, dass die Wahl des richtigen Berufs entscheidend für die Gesundheit, Zufriedenheit und Selbstverwirklichung eines Menschen ist. Sie kritisiert die gängige Praxis, die Berufswahl primär unter dem Aspekt des Geldverdienens zu betrachten und plädiert für einen Ansatz, der die individuellen Talente, Interessen und Werte eines Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Die Bedeutung des eigenen Fokus:

Dr.med. Ursula Davatz verwendet den Begriff „Fokus„, um die Leidenschaft, das Interesse und die Begabung eines Menschen zu beschreiben. Sie betont, dass es wichtig ist, den eigenen Fokus zu finden und einen Beruf zu wählen, der diesem entspricht. Nur so könne man intrinsisch motiviert sein, Leidenschaft für die Arbeit entwickeln und langfristig gesund und zufrieden bleiben.

Herausforderungen der Berufswahl:

Die Suche nach dem eigenen Fokus ist nicht immer einfach. Dr. Davatz identifiziert verschiedene Herausforderungen, die sich bei der Berufswahl stellen können:

  • Einfluss der Eltern: Oft wählen junge Menschen Berufe, die den Erwartungen ihrer Eltern entsprechen, anstatt ihren eigenen Interessen zu folgen.
  • Gesellschaftliche Erwartungen: Die Berufswahl wird stark von gesellschaftlichen Normen und Trends beeinflusst. Viele Menschen orientieren sich an vermeintlich prestigeträchtigen Berufen, ohne zu hinterfragen, ob diese wirklich zu ihnen passen.
  • Zu hohe Erwartungen: Manche Menschen haben unrealistische Erwartungen an sich selbst und wählen Berufe, die ihre Fähigkeiten übersteigen. Dies kann zu Frustration und Scheitern führen.
  • Angst vor dem Scheitern: Die Angst vor dem Scheitern kann Menschen davon abhalten, ihren eigenen Weg zu gehen und einen Beruf zu wählen, der wirklich zu ihnen passt.
  • Veränderungen im Arbeitsmarkt: Die Digitalisierung und andere Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt führen zu Unsicherheit und Orientierungslosigkeit bei der Berufswahl.

Konkrete Hilfestellungen:

Dr. Davatz gibt verschiedene konkrete Tipps, wie man den eigenen Fokus finden und eine passende Berufswahl treffen kann:

  • Reflexion der eigenen Interessen: Was hat mir in der Schule Spass gemacht? Welche Hobbys habe ich? Was interessiert mich wirklich?
  • Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten: Wo liegen meine Stärken und Schwächen? Welche Talente habe ich?
  • Berufsberatung: Professionelle Berufsberater können bei der Orientierung und Entscheidungsfindung helfen.
  • Praktika: Praktische Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern können wertvolle Erkenntnisse liefern.
  • „Tandemflug“ mit einem Mentor: Dr. Davatz empfiehlt, sich mit einer Person auszutauschen, die bereits ihren eigenen Fokus gefunden hat und von ihren Erfahrungen berichten kann.

Umgang mit Rückschlägen:

Scheitern gehört zum Leben dazu. Dr. Davatz betont, dass Rückschläge und Fehlentscheidungen wertvolle Lernerfahrungen sein können. Wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen und aus den gemachten Erfahrungen zu lernen.

Berufswahl als lebenslanger Prozess:

Die Berufswahl ist kein einmaliger Akt, sondern ein lebenslanger Prozess. Im Laufe des Lebens können sich die eigenen Interessen und Prioritäten verändern. Es ist wichtig, offen für neue Möglichkeiten zu bleiben und die eigene Berufswahl immer wieder zu hinterfragen.

Fazit:

Die Berufswahl ist eine wichtige Entscheidung, die sorgfältig und individuell getroffen werden sollte. Der eigene Fokus, die individuellen Talente und Interessen sollten im Vordergrund stehen. Professionelle Unterstützung, praktische Erfahrungen und der Austausch mit anderen können bei der Entscheidungsfindung helfen. Rückschläge gehören zum Prozess dazu und bieten wertvolle Lernerfahrungen.

https://ganglion.ch/pdf/Krise-Gefahr-Chance.m4a.pdf