ADHS/ADS als Modediagnose?

Dr.med. Ursula Davatz begegnet der Behauptung, ADHS/ADS sei eine Modediagnose, mit dem Argument, dass eine genetische Vererbung nie eine Modediagnose werden kann.

  • Sie betont, dass ADHS/ADS vererbt und kein vorübergehender Trend ist.
  • Dr.med. Ursula Davatz verweist auf die weite Verbreitung von ADHS/ADS im Mittelmeerraum, die auf einen evolutionsbiologischen Vorteil hindeutet.
  • Die erhöhte Aufmerksamkeit für ADHS/ADS in den Medien und der Gesellschaft führt sie darauf zurück, dass bei neuen Entdeckungen oft ein Hype entsteht.
  • Sie stellt klar, dass ADHS/ADS nicht häufiger geworden ist, sondern heute mehr wahrgenommen und behandelt wird als früher.
  • Noch vor 20 Jahren leugneten viele Ärzte die Existenz von ADHS/ADS, während sich heute Elternvereinigungen, Kinderärzte und Psychiater damit befassen und die Diagnose immer häufiger gestellt wird.

Dr.med. Ursula Davatz‘ Argumentation unterstreicht, dass ADHS/ADS eine reale und ernstzunehmende neurologische Besonderheit ist und nicht als Modeerscheinung abgetan werden sollte.

https://ganglion.ch/pdf/nebelspalterinnen_ADHS_ADS_23.9.2024.mp3.pdf