Dr.med. Ursula Davatz erläutert in ihrem Vortrag die unterschiedlichen Reaktionen von Männern und Frauen auf Stress, basierend auf den Forschungsergebnissen von Elena Brivio an Ratten.
Brivios Forschung:
- Weibliche Rattengehirne: Unter Stress bilden weibliche Rattengehirne vermehrt Oligodendrozyten, was zu einer grösseren Vernetzung führt. Dies interpretiert Dr.med Ursula Davatz als aktive Suche nach Lösungen.
- Männliche Rattengehirne: Im Gegensatz dazu zeigen männliche Rattengehirne unter Stress eine Vereinfachung der neuronalen Strukturen. Dr.med. Ursula Davatz vergleicht dies mit autistischem Verhalten, das durch Rückzug und Vermeidung von Interaktion gekennzeichnet ist.
Interpretation Dr.med Ursula Davatz:
- Frauen: Dr.med Ursula Davatz stellt die These auf, dass Frauen dazu neigen, unter Stress still zu werden und in Tränen auszubrechen, um ihren Stress abzubauen.
- Männer: Männer hingegen reagieren auf Stress eher mit Aggression („Krieg machen“) oder entwickeln psychische Probleme („verrückt werden“).
Zusätzliche Anmerkungen:
- Vereinfachung vs. Komplexität: Die unterschiedlichen Stressreaktionen könnten mit den evolutionär bedingten Rollen von Mann und Frau zusammenhängen. In Stresssituationen war es für Männer möglicherweise vorteilhafter, schnell und zielgerichtet zu handeln (z.B. Kampf oder Flucht), während Frauen eher auf soziale Unterstützung und Kooperation angewiesen waren.
- Kulturelle Einflüsse: Es ist wichtig zu beachten, dass die beschriebenen Stressreaktionen auch durch kulturelle Normen und Erwartungen beeinflusst werden können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Frauen und Männer laut Dr. Davatz unterschiedlich auf Stress reagieren. Frauen suchen eher nach Lösungen und sozialer Unterstützung, während Männer zu Aggression und Rückzug neigen. Es ist wichtig, diese Unterschiede im Umgang mit Stress zu berücksichtigen.
https://ganglion.ch/pdf/Autismus-Spektrum-Eigenschaft-19.11.2024.m4a.pdf