Die «Marte Meo Methode» wird von Dr.med. Ursula Davatz in ihrem Vortrag als eine Methode des genaueren Hinschauens beschrieben. Sie wurde ursprünglich für Kinder mit Behinderungen entwickelt, findet aber Anwendung in verschiedenen Bereichen.
Zentrale Elemente der Methode:
- Beobachtung und Verstehen: Bei der «Marte Meo Methode» geht es darum, das Gegenüber genau zu beobachten und zu versuchen, sein Verhalten und seine Bedürfnisse zu verstehen.
- Verbalisierung der Beobachtungen: Die Beobachter verbalisieren ihre Interpretationen, um dem Gegenüber zu zeigen, dass sie es verstehen wollen. Beispielsweise könnten sie sagen: „Verstehe ich dich richtig, möchtest du lieber dies als das?“
- Validierung: Das Gegenüber wird in seinen Gefühlen und Bedürfnissen bestätigt und ernst genommen.
Anwendung bei Autisten:
Dr.med. Ursula Davatz sieht in der «Marte Meo Methode» ein hilfreiches Werkzeug für die Kommunikation mit Autisten. Durch das genaue Hinschauen und die Validierung der Bedürfnisse des Autisten kann man Vertrauen aufbauen und die Interaktion erleichtern.
Verlangsamung des Kommunikationsprozesses:
Die «Marte Meo Methode» fördert eine verlangsamte und achtsame Kommunikation.
- Beispiel: Dr. Davatz erzählt von ihrer Erfahrung als Übersetzerin für den Familientherapeuten Ivan Boszormenyi-Nagy, wo alles zweimal gesagt wurde, um den Prozess zu verlangsamen und eine sorgfältigere Analyse zu ermöglichen.
Ziel der Methode:
- Verbesserung der Kommunikation: Die «Marte Meo Methode» zielt darauf ab, die Kommunikation zwischen Menschen zu verbessern, indem sie ein besseres Verständnis füreinander ermöglicht.
- Stärkung der Beziehung: Durch die Validierung und das Einfühlen in das Gegenüber kann die Methode dazu beitragen, Beziehungen zu stärken und ein führsorglicheres Umfeld zu schaffen.
https://ganglion.ch/pdf/Autismus-Spektrum-Eigenschaft-19.11.2024.m4a.pdf