Die Quellen, insbesondere die Aussagen von Dr.med. Ursula Davatz, heben die zentrale Rolle der Eigenmotivation für Menschen mit ADHS/ADS hervor.
Intrinsische Motivation als Schlüssel zum Erfolg:
- ADHS/ADS-Betroffene benötigen intrinsische Motivation, um ihre Stärken zu entfalten und ihre Ziele zu erreichen.
- Fremdmotivation, wie Lob oder Druck von außen, ist weniger effektiv und kann sogar kontraproduktiv sein.
- Dr.med. Ursula Davatz verwendet das Beispiel der Schulwahl von Fabienne Hadorn, die eigenmotiviert eine Schule mit Jungen besuchte, anstatt einer Mädchenschule.
- Dieses Beispiel verdeutlicht, dass intrinsisches Interesse und persönliche Begeisterung die besten Antriebskräfte für ADHS/ADS-Betroffene sind.
Der ADHS/ADS-Motor und das richtige Umfeld:
- Der „ADHS-Motor“ kommt in Gang, wenn Betroffene ein gutes Umfeld vorfinden, in dem sie sich wohlfühlen und ihre Interessen ausleben können.
- Dr.med. Ursula Davatz rät ADHS/ADS-Betroffenen, Jobs abzulehnen, die nicht zu ihnen passen, und stattdessen Probe zu arbeiten, um die richtige Arbeitsumgebung zu finden.
- Diese Empfehlung steht im Kontrast zur gängigen Praxis des RAV, das dazu rät, jede Jobmöglichkeit zu nutzen.
- Die Quellen betonen, dass ein unpassendes Umfeld den ADHS-Motor blockiert und zu Frustration und Misserfolg führen kann.
Eigenmotivation und die Überwindung von Herausforderungen:
- Eigenmotivierte ADHS/ADS-Betroffene sind laut Dr.med. Ursula Davatz „nicht mehr zu stoppen“.
- Sie entwickeln eine enorme Energie und Zielstrebigkeit, wenn sie für eine Sache brennen.
- Patrick Karpiczenko beschreibt, wie er seine Leidenschaft für Satire nutzt, um Tabus zu brechen und seine Gerechtigkeitsgefühle auszudrücken.
- Auch die „Spleens“ (Hyperfixierungen) und die „Langeweile“ dienen ihm als Motivatoren.
Die Rolle der Unterstützung:
- Die Quellen betonen, dass Unterstützung wichtig ist, um die Eigenmotivation von ADHS/ADS-Betroffenen zu fördern.
- Eltern, Lehrer und Therapeuten sollten ein verständnisvolles Umfeld schaffen und die individuellen Interessen der Betroffenen erkennen und fördern.
- Wichtig ist dabei, dass die Unterstützung nicht in Druck oder Fremdbestimmung umschlägt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Eigenmotivation der Schlüssel zum Erfolg für Menschen mit ADHS/ADS ist. In einem passenden Umfeld, das ihre Interessen und Stärken fördert, können sie ihre Energie und Kreativität voll entfalten.