Dr.med. Ursula Davatz sieht den frühzeitigen Einsatz von Arbeit in der Autismus-Begleitung positiv. Sie argumentiert, dass Arbeit für Autisten eine klare Struktur bietet und ihnen die Möglichkeit gibt, praktische Fähigkeiten zu üben.
- Im Gegensatz zu einer Therapiesituation, in der der Therapeut oft etwas vom Patienten wissen möchte, was dieser nicht sagen kann oder will, bietet die Arbeit konkrete Aufgaben und ermöglicht Erfolgserlebnisse.
- Dr. Davatz betont, dass Autisten in einem Arbeitsumfeld besser aufgehoben sind als in einer Therapiesitzung, da sie durch praktisches Tun lernen und sich entwickeln können.
Beispiel: Sie vergleicht die Situation mit einem bockenden Pferd: Während man das Pferd nicht nach dem Grund für sein Verhalten fragen kann, kann man dem Autisten Fragen stellen und so versuchen, seine Gedanken und Gefühle zu verstehen.
Wichtig ist jedoch, dass die Arbeit den Fähigkeiten und Interessen des Autisten entspricht und dass er in einem unterstützenden Umfeld arbeiten kann.
- Bevor man einen Autisten in ein Arbeitsumfeld integriert, ist es entscheidend, seine Talente und Begabungen zu erkennen und eine vertrauensvolle Beziehung zu ihm aufzubauen.
- Nur so kann man sicherstellen, dass er sich wohlfühlt und sein Potenzial entfalten kann.
Zusammenfassend glaubt Dr. Davatz, dass Arbeit ein wichtiger Bestandteil der Autismus-Begleitung sein kann und dass der frühzeitige Einsatz von Arbeit positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Autisten haben kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Arbeit an die individuellen Bedürfnisse des Autisten angepasst ist und er in einem unterstützenden Umfeld arbeiten kann.
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