Laut Dr. Ursula Davatz spielt das limbische System, auch bekannt als das emotionale Gehirn, eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung von Traumata.
Dr. Davatz erklärt, dass traumatische Erlebnisse im emotionalen Gedächtnis des limbischen Systems gespeichert werden. Wenn eine Person ständig emotionale belastende Ereignisse im limbischen System abspeichert, reduziert dies die Verarbeitungskapazität des Gehirns. Dies führt zu Müdigkeit, Abwesenheit und Konzentrationsschwierigkeiten.
Das limbische System ist dann sozusagen „besetzt“ mit dem Trauma und verhindert, dass das Gehirn neue Erlebnisse frei verarbeiten kann. Die Person kehrt immer wieder zum Trauma zurück, was charakteristisch für eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist.
Dr. Davatz beschreibt weiter, dass bei einer Retraumatisierung, wenn die Person keine Möglichkeit hat, das Trauma auszudrücken und zu verarbeiten, die emotionale Energie im limbischen System in den Körper „fliesst“ und sich in psychosomatischen Symptomen manifestiert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das limbische System die Hirnregion ist, die massgeblich an der Entstehung und Aufrechterhaltung von Traumata beteiligt ist. Die emotionale Belastung wird im limbischen System gespeichert und beeinflusst die Funktionsweise des gesamten Gehirns.
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