Anwendung der Marte Meo Methode in der Autismus-Begleitung

Dr.med. Ursula Davatz erwähnt die Marte Meo Methode als geeignetes Verfahren im Umgang mit Autisten. Obwohl sie die Methode selbst nicht erlernt hat, erläutert sie einige Kernaspekte, die auf die Prinzipien der „teilnehmenden Beobachtung“ zurückgreifen, welche sie in ihrem Vortrag ausführlich beschreibt.

Zentrale Elemente der Marte Meo Methode in der Autismus-Begleitung:

  • Interaktion und Verlangsamung: Die Methode basiert auf Interaktion mit dem Autisten, wobei alle Abläufe verlangsamt werden. Dies gibt dem Autisten Zeit und Raum, die Situation zu verarbeiten und zu reagieren.
  • Rückmeldung der eigenen Wahrnehmung: Die Begleitperson verbalisiert ihre Interpretation der Handlungen und Äußerungen des Autisten. Dies ermöglicht dem Autisten, die Wahrnehmung der Begleitperson zu korrigieren und Missverständnisse zu vermeiden.
  • Validierung des Gegenübers: Es wird immer wieder überprüft, ob die Interpretation der Begleitperson mit dem übereinstimmt, was der Autist tatsächlich ausdrücken möchte.
  • Einbringen ohne Erwartungen: Die Begleitperson bringt sich aktiv in die Interaktion ein, aber ohne die Erwartung, beim Autisten etwas Bestimmtes zu erreichen.
  • Bereitstellung von Möglichkeiten: Informationen und Angebote werden dem Autisten zur Verfügung gestellt, die er annehmen oder ablehnen kann.

Zusammenfassend: Die Marte Meo Methode in der Autismus-Begleitung zielt darauf ab, durch eine verlangsamte, interaktive und validierende Kommunikation das gegenseitige Verstehen zu fördern und dem Autisten ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle zu vermitteln.

https://ganglion.ch/pdf/Wendepunkt-ASS-26.11.2024.m4a.pdf

Die «Marte Meo Methode»: Ein genauerer Blick

Die «Marte Meo Methode» wird von Dr.med. Ursula Davatz in ihrem Vortrag als eine Methode des genaueren Hinschauens beschrieben. Sie wurde ursprünglich für Kinder mit Behinderungen entwickelt, findet aber Anwendung in verschiedenen Bereichen.

Zentrale Elemente der Methode:

  • Beobachtung und Verstehen: Bei der «Marte Meo Methode» geht es darum, das Gegenüber genau zu beobachten und zu versuchen, sein Verhalten und seine Bedürfnisse zu verstehen.
  • Verbalisierung der Beobachtungen: Die Beobachter verbalisieren ihre Interpretationen, um dem Gegenüber zu zeigen, dass sie es verstehen wollen. Beispielsweise könnten sie sagen: „Verstehe ich dich richtig, möchtest du lieber dies als das?“
  • Validierung: Das Gegenüber wird in seinen Gefühlen und Bedürfnissen bestätigt und ernst genommen.

Anwendung bei Autisten:

Dr.med. Ursula Davatz sieht in der «Marte Meo Methode» ein hilfreiches Werkzeug für die Kommunikation mit Autisten. Durch das genaue Hinschauen und die Validierung der Bedürfnisse des Autisten kann man Vertrauen aufbauen und die Interaktion erleichtern.

Verlangsamung des Kommunikationsprozesses:

Die «Marte Meo Methode» fördert eine verlangsamte und achtsame Kommunikation.

  • Beispiel: Dr. Davatz erzählt von ihrer Erfahrung als Übersetzerin für den Familientherapeuten Ivan Boszormenyi-Nagy, wo alles zweimal gesagt wurde, um den Prozess zu verlangsamen und eine sorgfältigere Analyse zu ermöglichen.

Ziel der Methode:

  • Verbesserung der Kommunikation: Die «Marte Meo Methode» zielt darauf ab, die Kommunikation zwischen Menschen zu verbessern, indem sie ein besseres Verständnis füreinander ermöglicht.
  • Stärkung der Beziehung: Durch die Validierung und das Einfühlen in das Gegenüber kann die Methode dazu beitragen, Beziehungen zu stärken und ein führsorglicheres Umfeld zu schaffen.

https://ganglion.ch/pdf/Autismus-Spektrum-Eigenschaft-19.11.2024.m4a.pdf