Dr.med. Ursula Davatz erwähnt die Marte Meo Methode als geeignetes Verfahren im Umgang mit Autisten. Obwohl sie die Methode selbst nicht erlernt hat, erläutert sie einige Kernaspekte, die auf die Prinzipien der „teilnehmenden Beobachtung“ zurückgreifen, welche sie in ihrem Vortrag ausführlich beschreibt.
Zentrale Elemente der Marte Meo Methode in der Autismus-Begleitung:
- Interaktion und Verlangsamung: Die Methode basiert auf Interaktion mit dem Autisten, wobei alle Abläufe verlangsamt werden. Dies gibt dem Autisten Zeit und Raum, die Situation zu verarbeiten und zu reagieren.
- Rückmeldung der eigenen Wahrnehmung: Die Begleitperson verbalisiert ihre Interpretation der Handlungen und Äußerungen des Autisten. Dies ermöglicht dem Autisten, die Wahrnehmung der Begleitperson zu korrigieren und Missverständnisse zu vermeiden.
- Validierung des Gegenübers: Es wird immer wieder überprüft, ob die Interpretation der Begleitperson mit dem übereinstimmt, was der Autist tatsächlich ausdrücken möchte.
- Einbringen ohne Erwartungen: Die Begleitperson bringt sich aktiv in die Interaktion ein, aber ohne die Erwartung, beim Autisten etwas Bestimmtes zu erreichen.
- Bereitstellung von Möglichkeiten: Informationen und Angebote werden dem Autisten zur Verfügung gestellt, die er annehmen oder ablehnen kann.
Zusammenfassend: Die Marte Meo Methode in der Autismus-Begleitung zielt darauf ab, durch eine verlangsamte, interaktive und validierende Kommunikation das gegenseitige Verstehen zu fördern und dem Autisten ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle zu vermitteln.
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