Dr.med. Ursula Davatz räumt ein, dass der Begriff der Seele „wissenschaftlich nicht exakt“ und eigentlich „ein altes Konstrukt“ ist. Sie verwendet ihn dennoch, da er im allgemeinen Sprachgebrauch verankert ist und im Bereich der Psychotherapie und Psychiatrie weiterhin eine Rolle spielt.

Anstatt die Seele als ein separates, unabhängiges Wesen zu betrachten, verortet Dr.med. Ursula Davatz sie im emotionalen Bereich des Gehirns, also im limbischen System. Dieses „emotionale Hirn“ interagiert eng mit dem Grosshirn, dem Sitz des Denkens und der Sprache.

Die Seele „lässt den Körper sprechen“, wenn sie „keine Worte mehr findet“, also wenn der Mensch sich emotional nicht mehr ausdrücken kann und das Gefühl hat, nicht verstanden zu werden. In solchen Situationen staut sich die Energie im limbischen System an und kann sich in körperlichen Symptomen manifestieren.

Dr.med. Ursula Davatz plädiert für einen ganzheitlichen Ansatz, der die Seele, den Körper und das soziale Umfeld des Menschen miteinbezieht. Sie betont die Bedeutung der Emotionsregulation und der Entwicklung individueller Anpassungsstrategien, um die „Seele“ gesund zu erhalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dr.med. Ursula Davatz den Begriff der Seele als eine Metapher für das emotionale Erleben des Menschen verwendet. Sie betont die Verbindung zwischen Seele und Körper und die Wechselwirkung zwischen emotionalem Erleben, kognitiven Prozessen und dem sozialen Umfeld.

https://ganglion.ch/pdf/Wann_laesst_die_Seele_den_Koerper_sprechen.m4a.pdf

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