Es wird die Bedeutung der Anamnese, also der Erhebung der Lebensgeschichte und des sozialen Umfelds, hervorgehoben.

Zentrale Aspekte bei der Diagnose:

  • Entwicklungsgeschichte: Dr.med. Ursula Davatz betont die Bedeutung der Entwicklungsgeschichte, insbesondere der Pubertät, für die Entstehung der Borderline-Persönlichkeitsstörung.
    • Ein restriktives Umfeld, in dem der emotionale Ausdruck unterdrückt wird, kann die Entwicklung der Störung begünstigen.
    • Daher ist es wichtig, die familiäre Situation und die Erfahrungen in der Kindheit und Jugend zu berücksichtigen.
  • Soziales Umfeld: Auch das soziale Umfeld spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnose und dem Verlauf der Borderline-Persönlichkeitsstörung.
    • Ein unterstützendes Netzwerk kann die Person stabilisieren, während Isolation und Stigmatisierung die Symptome verschlimmern können.

Rolle des Genogramms:

  • Dr.med. Ursula Davatz empfiehlt den Einsatz des Genogramms, um die familiären Beziehungen und deren Geschichte zu erfassen.
    • Das Genogramm kann helfen, Muster in der Familie zu erkennen, die zur Entstehung der Störung beigetragen haben könnten, wie z. B. emotionale Instabilität, psychische Erkrankungen oder Suchtprobleme.

https://ganglion.ch/pdf/muetterberaterinnen_Teil_eins_5.5.2014.pdf