Laut Dr.med. Ursula Davatz haben Frauen im Gegensatz zum Tierreich eine vielfältigere Beziehung zur Kleidungstradition entwickelt als Männer. Früher, im Mittelalter und in den darauffolgenden Jahrhunderten, kleideten sich Männer in den Fürstentümern und Königshäusern ebenfalls sehr farbig, sorgfältig und mit viel Aufwand. Heutzutage hat sich dies jedoch geändert.

Die Kleidung der Männer:

  • reduziert sich auf Anzug und Krawatte, was ihr Standesbewusstsein repräsentiert.
  • dient dazu, sich mit schönen Worten zu kleiden und so ihre Schicht zu zeigen.

Die Kleidung der Frauen:

  • ist bunter, interessanter und vielfältiger als die der Männer.
  • kann dazu verwendet werden, eine bestimmte Wirkung auf das Umfeld zu haben, z.B. anziehend oder verführerisch zu wirken.
  • dient dazu, sich gut einzukleiden, sich wohlzufühlen und „bei sich zu Hause“ zu sein.
  • ist Ausdruck der eigenen Seele, des eigenen Zustands und der Selbstwahrnehmung.
  • kann je nach Stimmung angepasst werden, um diese zum Ausdruck zu bringen.

Dr.med. Ursula Davatz betont, dass Kleidung für den Menschen, genauso wie das Federkleid für den Vogel, zur Seele gehört und wichtig ist. Sie vergleicht den Menschen mit Tieren wie dem Strauss, dem Papagei oder dem Zebra und stellt fest, dass der Mensch im Gegensatz zu diesen weitgehend nackt ist und kein auffälliges Federkleid oder Fell besitzt. Der Mensch kann durch seine natürliche „Bekleidung“ nicht so hervorstechen wie Tiere mit auffälligen Mustern oder Farben.

https://ganglion.ch/pdf/second-life_31.8.2024.pdf