Dr.med. Ursula Davatz nennt in ihren Ausführungen vier Stressreflexe, die bei Kindern mit ADHS/ADS auftreten können:
- Fight (Kampf): Der Kampfreflex zeigt sich in aggressivem Verhalten, wenn das Kind sich bedroht oder in die Ecke gedrängt fühlt.
- Flight (Flucht): Der Fluchtreflex zeigt sich im Vermeidungsverhalten. Das Kind zieht sich zurück oder versucht, der Situation zu entkommen.
- Freeze (Totstellreflex): Der Totstellreflex äußert sich in einer Art Erstarrung. Das Kind wirkt wie gelähmt und reagiert nicht mehr auf Reize.
- Tease (Necken): Der Neckreflex zeigt sich im sogenannten „Classenclown“-Verhalten. Das Kind lenkt durch Späße und Provokationen von seinen eigenen Unsicherheiten ab.
Dr.med. Ursula Davatz betont, dass diese Reflexe unbewusste Reaktionen auf Stresssituationen sind. Das Kind handelt nicht absichtlich so, sondern reagiert instinktiv auf eine für es unangenehme Situation.
Besonders wichtig ist der Hinweis, dass das „Teasing“-Verhalten nicht als persönlicher Angriff gewertet werden sollte. Es ist ein Lernverhalten, bei dem das Kind versucht, die Reaktionen seiner Umgebung zu testen.
Eltern und Erzieher sollten daher versuchen, die Stressreflexe des Kindes zu erkennen und zu verstehen, anstatt sie als böswilliges Verhalten zu interpretieren. Nur so kann man dem Kind helfen, besser mit seinen Emotionen umzugehen.
https://ganglion.ch/pdf/Schule%20am%20Wasser%2013.6.2024.m4a.pdf
Veröffentlicht von udavatz
From a systemic point of view, parental changes in behavior are far more effective and efficient than any therapeutic attempt at controlling the schizophrenic symptoms of the family member.
The hidden mission of schizophrenia, which is to reveal the dysfunction of the family system as well as the impaired parental relationship, is closely examined in this book. Understanding schizophrenia from this broader, interrelated perspective means dealing with the disease in a way that no longer perceives it as a hopeless, incurable diagnosis, but rather as a manifestation of intergenerational entanglements encrypted in family systems. This unorthodox perception of the much-feared illness offers a better understanding within the family system and a new way of regarding those “crazy individuals”. Using individual real-life clinical examples instead of analyzing statistically collected impersonal data with a theoretical search key – a method which neglects all biographical socio-interactive factors – it can be demonstrated how family systems research allows us to decode the development of this long-term illness and makes it easier to grasp its complexity. The frequent question as to whether schizophrenia is ever curable must be answered affirmatively; it is indeed curable if the persons concerned have trust in family systems therapy, and the parents are willing to learn.
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