Maxwell Jones spielte eine prägende Rolle in Dr.med. Ursula Davatz‘ beruflicher Entwicklung. Seine Arbeit mit therapeutischen Gemeinschaften beeinflusste ihre Entscheidung, sich in den USA der Familientherapie zu widmen und später selbst eine Multiple Family Therapie in Königsfelden zu etablieren.

Die Begegnung mit Jones‘ Methode:

  • Während ihrer Assistenzzeit in Lausanne erfuhr Dr.med. Ursula Davatz vom Dingleton Hospital in Melrose, Schottland, einem Zentrum für therapeutische Gemeinschaften.
  • Sie absolvierte dort einen neunmonatigen Aufenthalt und arbeitete in der von Maxwell Jones gegründeten therapeutischen Gemeinschaft, obwohl Jones selbst zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vor Ort war.

Jones als Wegbereiter für Dr.med. Ursula Davatz‘ Fokus auf Familiendynamik:

  • Die Erfahrung in Melrose und die Auseinandersetzung mit Jones‘ Ideen beeinflussten Dr. Davatz‘ Interesse an Gruppenprozessen und Familiendynamik.
  • Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz und ihrer Spezialisierung auf Familientherapie in den USA, bot sie Maxwell Jones an, seine Theorie in Königsfelden zu vermitteln.
  • Jones nahm das Angebot an und leitete dort Gruppen, in denen er die Gruppendynamik analysierte.

Der Einfluss von Jones‘ Ideen auf die Schweizer Psychiatrie:

  • Prof. Dr.med. Luc Ciompi erwähnt, dass Jones ein „großer Name“ in der damaligen Psychiatrie war und als Pionier der therapeutischen Gemeinschaft gilt.
  • Jones besuchte auch Dr. Edgar Heim im Psychiatriespital Schlösschen, der ebenfalls therapeutische Gemeinschaften in der Schweiz etablierte.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Obwohl Dr.med. Ursula Davatz nicht direkt mit Maxwell Jones zusammenarbeitete, prägte seine Arbeit mit therapeutischen Gemeinschaften ihren beruflichen Werdegang. Die Erfahrung in Melrose und der spätere Kontakt mit Jones in Königsfelden bestärkten ihr Interesse an Gruppenprozessen und Familiendynamik, das sie in ihrer weiteren Karriere als Familientherapeutin vertiefte.

https://ganglion.ch/pdf/Vulnerabilitaet_Erziehung_Krankheit.pdf