Dr.med. Ursula Davatz beschreibt in ihrem Vortrag ein ideales Umfeld für ADHS-Kinder als strukturiert, aber tolerant, mit einem gewissen Mass an Flexibilität. Sie betont, dass es wichtig ist, auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen und sie persönlichkeitsgerecht zu erziehen.

  • Klare Strukturen und Rahmenbedingungen: ADHS-Kinder brauchen klare Regeln und Strukturen, um sich orientieren zu können.
  • Toleranz und Flexibilität: Innerhalb dieser Strukturen sollte es aber auch genügend Freiraum für individuelle Bedürfnisse und spontane Aktionen geben.
  • Konfliktfähigkeit der Autoritätspersonen: Eltern und Erzieher sollten in der Lage sein, Konflikte mit den Kindern konstruktiv auszutragen.
  • Aushandlungsprozesse: Anstatt auf Gehorsam zu pochen, sollten Eltern und Erzieher mit den Kindern verhandeln und gemeinsam Lösungen finden.
  • Raum für Bedürfnisausdruck: ADHS-Kinder sollten ermutigt werden, ihre Bedürfnisse und Gefühle auszudrücken, anstatt sie mit aggressivem Verhalten zu überspielen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein ideales Umfeld für ADHS-Kinder einen Rahmen aus klaren Strukturen bietet, innerhalb dessen aber auch genügend Raum für Individualität, Flexibilität und Aushandlungsprozesse besteht.

https://ganglion.ch/pdf/ADHS_ADS_Jugendliche_Erwachsene.pdf