Basierend auf den Ausführungen von Dr. Ursula Davatz in den Quellen wird Impulsivität, die oft als „schlechte Impulskontrolle“ negativ beschrieben wird, auch mit einem positiven Aspekt benannt: grosse Spontanität.
Positiv formuliert bedeutet Impulsivität, dass ADHS/ADSler oft sofort wissen, was abläuft. Sie sind schnell und haben eine schnelle Reaktivität. Dies kann sich in verschiedenen Bereichen zeigen:
- Sie spüren sofort, wie jemand eingestellt ist und nehmen den emotionalen Ton stark wahr.
- In Berufen mit viel Menschenkontakt, wie bei Ärzten oder Pflegenden mit ADHS/ADS, können sie ein gutes Gespür für den Patienten haben.
- Sie können tendenziell ein Helfertyp sein, der bei einem Problem schnell helfen möchte (obwohl dieser Impuls gelernt werden muss, um nicht überwältigend zu sein).
- Sie sind eher der spontane, schnelle Entscheidungstyp (dies muss aber oft mit Überlegung ergänzt werden).
- Die Spontanität kann sich auch im humorvollen Umgang mit Situationen zeigen, wie einem „blöden Spruch“ oder Necken.
Diese Impulsivität ist Teil der Hirnstruktur und nicht etwas Erworbenes. Während sie in manchen Kontexten, wie beim Reinreden in Gesprächen, als störend wahrgenommen werden kann, ist die zugrundeliegende Spontanität und schnelle Reaktionsfähigkeit, wenn sie kanalisiert wird, eine Fähigkeit.
https://adhs.expert/wp-content/uploads/2025/04/Hirslanden-15.4.2025.m4a.pdf
Veröffentlicht von udavatz
From a systemic point of view, parental changes in behavior are far more effective and efficient than any therapeutic attempt at controlling the schizophrenic symptoms of the family member.
The hidden mission of schizophrenia, which is to reveal the dysfunction of the family system as well as the impaired parental relationship, is closely examined in this book. Understanding schizophrenia from this broader, interrelated perspective means dealing with the disease in a way that no longer perceives it as a hopeless, incurable diagnosis, but rather as a manifestation of intergenerational entanglements encrypted in family systems. This unorthodox perception of the much-feared illness offers a better understanding within the family system and a new way of regarding those “crazy individuals”. Using individual real-life clinical examples instead of analyzing statistically collected impersonal data with a theoretical search key – a method which neglects all biographical socio-interactive factors – it can be demonstrated how family systems research allows us to decode the development of this long-term illness and makes it easier to grasp its complexity. The frequent question as to whether schizophrenia is ever curable must be answered affirmatively; it is indeed curable if the persons concerned have trust in family systems therapy, and the parents are willing to learn.
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