Frau Dr. med. Ursula Davatz betont mehrfach im Gespräch die Wichtigkeit von Heterogenität in Gemeinschaften aus verschiedenen Gründen.
Sie erklärt, dass wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben mit unterschiedlichen Wertesystemen. Es ist wichtig zu lernen, wie man mit Andersdenkenden kollektiv umgeht und wie man sich einander nähert, indem man versucht zu dezentrieren und zu verstehen, wie der andere etwas sieht.
Frau Dr. Davatz sagt, dass Kinder nicht moralisch erzogen werden sollten, sondern nach ihren eigenen, individuellen Wertvorstellungen, die nie gleich sind. Sie betont: „Wir dürfen unterschiedlich sein“. Je mehr man sich mit Unterschieden auseinandersetzt, umso mehr lernt man voneinander.
Ganz klar sagt Frau Dr. Davatz: „Heterogene Gemeinschaften überleben besser als homogene“. Homogen bedeute, alle hätten die gleichen Gene, und wenn ein Virus komme, könnten alle aussterben. Im Gegensatz dazu sei Heterogenität, mit einer grossen Diversität, fürs Überleben besser, weil jeder Platz habe.
Zusätzlich erwähnt sie, dass neurodiverse Kinder zwar als Störfaktoren gesehen werden könnten, aber auch wie ein Ferment oder ein Katalysator wirken könnten. Jedes störende Kind sei eine Chance für die Entwicklung des ganzen Kollektivs. Man müsse flexibel genug sein, um aus der Störung etwas zu machen.
Zusammenfassend ist Heterogenität in Gemeinschaften wichtig, weil:
- Sie das Überleben der Gemeinschaft sichert, indem sie die Resistenz gegenüber Ereignissen wie Krankheiten erhöht.
- Sie das Lernen und die Weiterentwicklung fördert, indem man sich mit verschiedenen Perspektiven und Wertvorstellungen auseinandersetzt.
- Sie Platz für Individualität und Unterschiedlichkeit bietet, was wichtig ist, weil nicht alle gleich sind.
- Sogar Störungen, die von heterogenen Elementen ausgehen können, Chancen für Entwicklung und kreative Lösungen bieten.
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