Vortrag zur Eröffnung der Second Life Boutique von Susanne Dezini.
Transkript
Dr.med. Ursula Davatz
31.8.2024
Second Life
Audio
[00:00:00.500] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich begrüsse sie alle ganz herzlich zur Vernissage von Susanne und ihrem Laden:
Second Life, stilvoll gegen Verschwendung.
[00:00:17.840] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Laden hat auch eine tiefsinnige Bedeutung.
[00:00:36.650] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich habe die Aufgabe, ihnen heute ein paar Worte zu sagen, zur Modeschau von heute.
[00:01:00.030] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Kleidung hat beim Menschen, beim Home Sapiens, eine ganz spezielle Bedeutung.
[00:01:07.380] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Mensch ist weitgehend nackt und hat lange nicht so ein schönes Federkleid wie ein
Strauss, ein Papagei, ein Zebra.
[00:01:08.160] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Mensch kann mit seiner natürlichen Bekleidung, die er von der Natur hat, nicht so
hervorstechen; auch nicht so wie ein beschuppter Fisch im Wasser.
[00:01:34.610] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Mensch ist eigentlich ein bisschen langweilig ohne Kleidung.
[00:01:51.150] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Kleidung dient nicht nur dem Schutz.
[00:01:51.380] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Mensch lebt überall. Er braucht Kleidung, um sich zu schützen.
[00:02:12.600] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Mensch braucht Kleidung um sich zu schützen und Wärme zu haben. Er muss die
Kleidung auch abziehen um sich abzukühlen.
[00:02:23.180] – Dr.med. Ursula Davatz
Die extremste Kleidung ist eine kugelsichere Weste im Krieg. Davon sprechen wir heute
nicht.
[00:02:23.320] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frauen haben eine vielfältigere Art, sich zu kleiden als die Männer.
[00:02:34.120] – Dr.med. Ursula Davatz
Das war früher nicht so. Früher haben sich die Männer auch sehr farbig, ausführlich und
sorgfältig gekleidet im Mittelalter, im 17. und 18. Jahrhundert. Die Männer hatten
spezielle Perücken und ganz viele schöne, farbige Kleider.
[00:03:12.030] – Dr.med. Ursula Davatz
Das natürlich vor allen Dingen in den Fürstentümern und in den Königshäusern.
[00:03:21.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Das kann man immer noch anschauen, wenn der König Freund wird.
[00:03:25.000] – Dr.med. Ursula Davatz
Das gewöhnliche Volk und die Mittelschicht macht keinen so grossen Aufwand.
[00:03:25.690] – Dr.med. Ursula Davatz
Im Gegensatz zum Tierreich haben die Frauen aber eine viel diversere Beziehung zur
Kleidungstradition entwickelt als die Männer.
[00:03:44.840] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frauen tragen bunter, interessanter, vielfältiger etc.
[00:03:50.950] – Dr.med. Ursula Davatz
Bei den Männern hat sich die Kleidung reduziert auf den Anzug und die Krawatte, auf
das Standesbewusstsein.
[00:04:11.060] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Männer bekleiden sich eher mit schönen Worten und zeigen dort ihre Schicht.
[00:04:11.180] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frauen können farbige Kleider tragen.
[00:04:11.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Frauen können Kleider tragen, um eine Auswirkung auf ihr Umfeld zu haben.
[00:04:16.410] – Dr.med. Ursula Davatz
Bei der Frau hat das die Funktion, dass sie anziehend auf den Mann wirken möchte,
verführerisch kann die Frau gekleidet sein.
[00:04:22.930] – Dr.med. Ursula Davatz
Das sieht man heutzutage viel mehr. Hier sind wir viel freier geworden.
[00:04:43.130] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frau kann auch ihre Kleidung verwenden, um sich gut einzukleiden, um sich wohl
zu fühlen in diesen Kleidern. Um bei sich zu Hause zu sein und ein gutes Gefühl zu
haben.
[00:04:48.420] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Kleidung kann immer auch Ausdruck von sich selber, von der eigenen Seele, vom
eigenen Zustand sein.
[00:05:15.490] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Kleidung kann eine Art Selbstdarstellung darstellen, wie sich eine Frau gerade
wahrnimmt in dem Moment, zieht sie ein bisschen andere Kleider an.
[00:05:26.720] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Frau zieht andere Kleider an, in denen sie sich wohl fühlt.
[00:05:27.360] – Dr.med. Ursula Davatz
Das Kleid ist wichtig, das gehört wie das Federkleid zum Vogel, gehört unsere Kleidung
zu uns und zu unserer Seele.
[00:05:41.750] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn man sich schwarz kleidet, es gibt viele Jugendliche, die sich schwarz kleiden.
[00:05:51.180] – Dr.med. Ursula Davatz
Es gibt auch viele Männer, welche sich schwarz kleiden. Das sind meistens Architekten
und Designer, die kleiden sich oft schwarz. Damit sagt man: ich möchte keine Farbe
bekennen, ich möchte nicht gesehen werden.
[00:06:06.340] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich möchte nicht, dass das Umfeld merkt, wer ich bin, was ich fühle, was für eine
Ausstrahlung ich habe. Ich möchte mich schützen.
[00:06:11.230] – Dr.med. Ursula Davatz
In einer schwarzen Kleidung fühlt man sich auch auf eine Art geschützt.
[00:06:14.730] – Dr.med. Ursula Davatz
Es kann niemand gut in einem hineinschauen, man bringt nichts zum Ausdruck.
[00:06:14.990] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir haben die Tradition, uns in schwarz zu kleiden, wenn wir in Trauer sind, wenn wir
einen geliebten Menschen verloren haben, dann kleidet man sich auch in schwarz.
[00:06:24.160] – Dr.med. Ursula Davatz
Es gibt viele Jugendliche, welche sich schwarz kleiden. Die gotische Bewegung. Die
kleiden sich alle schwarz.
[00:06:47.330] – Dr.med. Ursula Davatz
Das ist wie ein Gegensatz, wie eine Rebellion gegen das Farbige und sich zeigen.
[00:06:48.620] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Wahl der Kleidung kann auch ein Selbstausdruck sein, eine Selbstdarstellung.
[00:07:02.560] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn ich mich ganz fröhlich fühle, dann kleide ich mich eher in einer auffälligen Farbe,
in einer starken Farbe.
[00:07:14.530] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn ich eher mild gestimmt bin, wähle ich eher eine feine Farbe um meiner Seele ein
bisschen Ausdruck zu geben.
[00:07:26.740] – Dr.med. Ursula Davatz
Mit der Kleidung kann man auch seine Stimmung zur Darstellung bringen.
[00:07:29.740] – Dr.med. Ursula Davatz
Man fühlt sich dann gut eingebettet in seiner Kleidung, wenn man die richtige Kleidung
gewählt hat und dann ist der ganze Tag schon halber gemacht.
[00:07:41.400] – Dr.med. Ursula Davatz
Manchmal trifft man es nicht so gut und geht hin und her und nein, das passt mir nicht,
man wählt wieder was Neues.
[00:07:48.940] – Dr.med. Ursula Davatz
Dann ist es eher ein bisschen schwierig.
[00:07:50.400] – Dr.med. Ursula Davatz
Manchmal ist man dann auch nicht so zufrieden mit dem, was man gewählt hat.
[00:07:53.930] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn man etwas gewählt hat, in dem man sich wohlfühlt, dann ist das ein sehr gutes
Gefühl.
[00:07:57.980] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir gehen langsam dem Herbst zu.
[00:08:03.310] – Dr.med. Ursula Davatz
Heute ist ein Sommertag.
[00:08:10.670] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn wir am Morgen und am Abend hinausschauen, sind die Farben ein wenig feiner,
sanfter, nicht ganz so grell wie im Hochsommer.
[00:08:26.210] – Dr.med. Ursula Davatz
Das Klima wird im Herbst milder.
[00:08:27.940] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Herbst ist ein Altweibersommer.
[00:08:35.120] – Dr.med. Ursula Davatz
Die alten Weiber ertragen den hitzigen Sommer nicht mehr so gut. Das wird auch oft
gesagt.
[00:08:45.720] – Dr.med. Ursula Davatz
Der Herbst, welcher sanfter ist, weniger heiss ist, den ertragen sie besser. Darum
spricht man vom Altweibersommer.
[00:08:49.640] – Dr.med. Ursula Davatz
Heute ist eher noch ein Hochsommertag. Das wussten wir nicht, als wir die Vernissage
organisiert haben.
[00:08:49.940] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Modedesigner wählen im Herbst sogenannte Herbstfarben.
[00:09:03.310] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir selber wählen auch Herbstfarben.
[00:09:08.250] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn ich denke, was ich im Herbst anziehen möchte, wähle ich eher etwas feines.
Rosa, grün. Kein knalliges Grün und kein knalliges Rot.
[00:09:25.010] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir lassen uns überraschen, welche Farben Susanne Dezini mit ihren Models gewählt
hat, als Ausdruck zum Beginn des Herbstes.
[00:09:25.620] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir sind nicht einfach nur an die Herbstfarben gebunden.
[00:09:32.340] – Dr.med. Ursula Davatz
Wir sind heutzutage sehr individuell. Heute darf man ganz individuell tragen, was man
möchte.
[00:10:05.050] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich hoffe sie hat sehr gute Sachen gewählt, sodass sich die Models in ihren Kleidern
wohl fühlen, Selbstausdruck zur Darstellung bringen können und ihnen hier vorführen
können.
[00:10:19.740] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Idee ist, dass auch sie dazu aufgemuntert werden, sich mutig zu kleiden nach ihrem
eigenen Gefühl und Befinden.
[00:10:28.180] – Dr.med. Ursula Davatz
Ich möchte sie dazu aufmuntern. Glücklichkeit kann man erzeugen, in dem man etwas
tut, woran man Freude hat. Das hat eine gute Auswirkung auf ihre Gesundheit.
[00:10:28.540] – Dr.med. Ursula Davatz
Das nenne ich Eudaimonic Happiness.
[00:10:41.960] – Dr.med. Ursula Davatz
Für die Männer habe ich leider keine Worte.
[00:10:45.780] – Dr.med. Ursula Davatz
Wenn sich ein Mann bei Susanne meldet, um bei der Modeschau mitzumachen, dann
werde ich mir gerne auch Worte für die Männer ausdenken.
[00:11:45.430] – Dr.med. Ursula Davatz
Die Models sind alles ganz normale Frauen. Das ist sympathisch. Die Frauen sind keine
hyper gestylte Models aus den Zeitungen. Sie macht eine Verbindung zu ihnen allen.
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