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Transkript
Dr.med. Ursula Davatz
Erziehungsschäden – Teil 3
21.3.2026
Audio
[25:00] Dr.med. Ursula Davatz: Machen wir nochmal weiter. Ich habe gedacht, ich
bringe Ihnen ein paar Erfahrungen, also Beispiele aus meiner eigenen Erfahrung,
und sage ein bisschen so, wie ich es versuche zu machen.
Ich habe ja vorhin gesagt, einen Erziehungsschaden kann man in diesem Sinne nie
auslöschen, aber man kann ihn verarbeiten.
Verarbeiten heisst, das nochmal anschauen.
Ich als Therapeutin nehme ja, das haben Sie gesehen, immer das Drei-
Generationen-Schema auf und schaue dann so ein bisschen nach Mustern und was
hat nicht zusammengepasst.
[650:00] Dr.med. Ursula Davatz: Was vom Erziehungsstil hat nicht zum Kind
gepasst?
Wenn ich das Kind dann in Therapie habe, versuche ich das ein bisschen
herauszuholen und dann natürlich lasse ich mir das erzählen.
Es ist nicht so, dass die Leute einem das gerade im ersten Moment erzählen.
Manchmal ist das tief vergraben, das sind ja alles Prägungen.
Ich habe einen Patienten gehabt, der ist mir, ich weiss gar nicht mehr, wie der mir
zugewiesen worden ist, von einem Hausarzt oder so.
[1202:00] Dr.med. Ursula Davatz: Der ist zu allen Netzen herausgefallen, hatte so
einen IV-Antrag gehabt und hat in einer Wohnsituation gewohnt, alleine.
Wenn man dem seine Geschichte angeschaut hat, aber die ist erst mit der Zeit
herausgekommen, er war ein uneheliches Kind von seiner Mutter, eine Schande
natürlich, für die Mutter.
Die Grossmutter hatte dann eine Rolle, er ist sofort als Kind den Grosseltern
gegeben worden, aber die haben nicht mehr recht mögen.
[1746:00] Dr.med. Ursula Davatz: Die habe es so schlecht und recht das gemacht.
In der ersten Schulstunde wurde er gerade kritisiert worden.
ADHSler spielen oft den Clown, also wenn es ein bisschen langweilig ist, dann
spielen sie Unterhalter.
Teile machen dann das auch zu einer Profession, bei dem hat es nicht geklappt.
So ist er dann durch das Schulsystem durch, er ist nie gerne in die Schule
gegangen.
Er hatte ganz viele körperliche Krankheiten dann noch gehabt, hatte Unfälle gehabt
und Zeugs und Sachen.
[2322:00] Dr.med. Ursula Davatz: Jetzt hat er eine Freundin, die auch ADHS/ADS
ist.
Jetzt kann man langsam so ein bisschen anschauen, was dort eigentlich war, und es
wird langsam repariert.
Der hat IV-Rente und der kommt natürlich nie mehr ins Berufsleben.
Von dort her, es ist eine Art Verarbeitung, aber manchmal reicht auch nur einfach
eine Begleitung.
Je länger ich in meinem Beruf bin, umso mehr sehe ich mich als Begleiter, nicht als
Therapeut.
[2852:00] Dr.med. Ursula Davatz: Das heisst als Entwicklungsbegleiter.
Ich versuche denen noch eine Entwicklung zu kommen zu lassen.
Es hat viele Frauen darunter, Frauen, die ADHS haben und zu rigid erzogen werden,
die bekommen dann meistens die Diagnose Borderline Persönlichkeitsstörung.
Die durften nie recht rebellieren.
Respektive, das Rebellieren wurde immer unterdrückt und sie wurden dann
gestempelt worden als unfolgsame Töchter, Töchter, die nichts wert sind usw.
[3403:00] Dr.med. Ursula Davatz: Mit denen, da bin ich dann Bezugsperson und da
passiert natürlich dann auch eine Abwertung mir gegenüber und das muss ich
aushalten.
Ich muss mich mit ihnen auseinandersetzen.
Indem ich mich mit ihnen auseinandersetze, ohne dass ich verrückt werde, wenn sie
mich abwerten oder immer wieder das Gleiche erzählen oder jammern und
schimpfen über irgendwelche Situationen, gibt es mit der Zeit eine gewisse
Beruhigung.
[3945:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich hatte eine gehabt, die war sicher ein ADHS,
das dritte Kind, hochsensibel, und die hat immer Krach mit allen Behörden
bekommen, viele.
Ich habe ihr geholfen, durch die Matura zukommen, sie hat angefangen zu Studieren
und hat dann alle möglichen Sachen angefangen.
Die hat sich dann auch erkannt im PDA.
Das stimmt, die war sehr intelligent und hat bei allem, was man gebraucht hat, hat
sie analysiert, auseinandergenommen, als nicht brauchbar.
[4689:00] Dr.med. Ursula Davatz: Sie war lange am Rand von Suizid machen, hat
oft nichts mehr gesehen.
Ich habe auch nicht recht gewusst, was.
Einmal hat sie mich so entwertet, dass ich so auf eine Art hilflos war und am Telefon
hat sie irgendwie gefragt, was ist jetzt los, habe ich sie gekränkt.
Ich habe gesagt, nein, traurig.
Es sind mir wirklich an die Tränen gekommen.
Jetzt hat es irgendwie eine Veränderung.
Jetzt fängt sie an, wieder ins Leben hineinzukommen.
Man kann das nämlich nicht voraussagen.
[5243:00] Dr.med. Ursula Davatz: Man kann das nicht bestimmen.
Man muss sehr viel aushalten und halt einfach, was will ich sagen, Beziehung
pflegen.
Ich habe die Beziehungen nie abgebrochen, ich habe es nie in dem Sinne persönlich
genommen, aber ja, ich war manchmal auch ein bisschen verzweifelt, ich dachte,
was mache ich jetzt hier noch.
Man ist eine Bezugsperson und man muss eine stabile Bezugsperson sein, das, was
ihre Mütter eben nicht waren und das kann je nachdem sehr anstrengend sein.
[5792:00] Dr.med. Ursula Davatz: Einem Mann habe ich sicher auch noch
ADHSler, der ist in die Schizophrenie hineingefallen, x-mal manisch-depressiv, aber
mit jeder Phase, die er durchgemacht hat, hat er wieder ein Stückchen Entwicklung
gemacht.
Je länger ich jetzt so im Beruf bin, umso sogenannt lockerer nehme ich es.
Ich gebe nicht auf, ich stresse nicht, aber ich bin immer wieder da, wenn er wieder
kommt.
So passiert dann langsam eine Entwicklung.
Von dort her sage ich, ich bin nicht Therapeutin, sondern Entwicklungsbegleiterin.
[6335:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich versuche, ihre Entwicklung zu begleiten und
dort ein standhaft verfügbares Individuum zu sein.
Nicht Tag und Nacht, das bringt auch wieder nichts.
Wenn einem die Leute dann zu viel immer fragen, was mache ich jetzt da, was
mache ich da, dann tut man sie wieder, wie will ich sagen, unfähig machen oder
schwach machen.
Da muss man auch ein bisschen aufpassen als Frau, dass man nicht zu viel
verwöhnt.
Man muss immer in die Beziehung gehen und klar schauen, wie es früher war, wie
es mit dem Vater war, wie es mit der Mutter war, wie es mit den Geschwistern war.
[6911:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich versuche sie dann in all diesen Interaktionen
zu begleiten und ihnen zu helfen, dass sie ihre Position finden können.
Manchmal klappt es, manchmal nicht, das kann ich nie voraussagen.
Wenn ich dann gefragt werde nach einer Prognose, und das wird mir ja oft gefragt,
dann sage ich, ich kann es ihr nicht sagen.
Ist nicht voraussagbar. Es hängt von so vielen Faktoren ab.
Es wäre natürlich schön, wenn sie noch andere Bezugspersonen haben.
[7482:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich kann nichts voraussagen, ich muss
wachsam, ich sage dem, wachsam begleiten.
Ich habe mich meinen Assistenzscherz, den ich ausgebildet habe, ich habe gesagt,
wachsam begleiten, das darf auch nicht gleich sein.
Man darf Beziehungen nie abbrechen.
Wachsam begleiten, aber nicht ehrgeizig begleiten.
Nicht irgendetwas erreichen wollen, das nicht geht.
Denn das ist das Schlimmste für unser Helfer.
Wir wollen etwas erreichen und dann geht es nicht, dann werden wir verrückt.
[8365:00] Dr.med. Ursula Davatz: Da gibt es ja auch einen Film über Königsfelden.
Helfer, wenn sie nicht helfen können, werden sie aggressiv bis zu sadistisch.
Das kann es nicht sein.
Man wird bescheiden.
Ja, man kann nicht alles verändern, aber dennoch nicht aufgeben.
Jetzt teils sagen die, wenn ich nichts verändern kann, dann höre ich auf.
Zu denen gehöre ich nicht.
Ich versuche es weiterzumachen und ob dann etwas herauskommt oder nicht, das
sehen wir dann.
[8938:00] Dr.med. Ursula Davatz: In dem Sinne habe ich natürlich langjährige
Begleitungen, ich habe zum Teil auch Begleitungen, also über Generationen hinweg.
Dass ich Grosseltern beraten habe und das Enkelkind kommt dann, aber ich kenne
dann schon das System und habe natürlich viel einen schnelleren Einstieg.
Ich habe eine Begleitung, da habe ich die Eltern beraten, die Tochter hat eine
Psychose gemacht, ist in einem Unfall querschnittsgelähmt worden und die hat mich
erst wieder gefunden über mein Buch.
[9515:00] Bemerkung 2: Ah!
[9527:00] Dr.med. Ursula Davatz: Die begleite ich jetzt und die begleite ich in
Bezug auf ihre Mädchen, auf ihre Kinder.
Da habe ich natürlich unglaublich viel Erfahrung und sehe dann so schneller durch
das System durch.
Ich weiss noch, als ich die Ausbildung in Amerika gemacht habe, als
Familientherapeutin, da musste man Videoaufnahmen von sich selbst machen und
dann hat die Supervisorin gesagt, ja, du nimmst da alles schön auf, aber was machst
du? Ich habe nichts gemacht.
[10060:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich habe nicht gewusst, was machen.
Ich denke, wenn ich nicht weiss, was machen, lieber nichts machen, als irgendetwas
reinschiessen.
Das braucht viel Geduld.
Aber jeder von ihnen macht es ein bisschen anders und man muss es so machen,
wie es zu einem selber passt.
Wenn das Trauma ist in der Familie, dann versuche ich, den Leuten zu helfen, das
nochmal anzusprechen.
[10598:00] Dr.med. Ursula Davatz: Da sage ich aber allen, wenn man als
erwachsene Tochter seine Mutter anspricht, hat man meistens hintendran noch den
Wunsch, man werde verstanden.
Da sage ich immer, nein, Sie müssen nicht, das ist eine Erwartungshaltung.
Das gibt eine enttäuschte Erwartungshaltung.
Nicht, wenn man zur Mutter geht, endlich verstanden werden wollen oder zum Vater,
sondern, und da mache ich ein Wortspiel, anstatt verstanden werden zu wollen,
muss man für sich hinstehen.
[11163:00] Dr.med. Ursula Davatz: Sagen, so und so war es, so habe ich es erlebt.
Für sich hinstehen, ohne dass man den anderen verurteilt, sondern nur, was man
selber erlebt hat.
Dass man ja einfach für sich hinsteht.
Eltern haben dann meistens das Gefühl, jetzt will mich meine Tochter anklagen oder
mein Sohn.
Dann gibt es Abwehr und dann muss man den Erwachsenen sagen, es geht nicht
darum, den Vater oder die Mutter anzuklagen.
Es geht nicht um Schuldscheinweisung, überhaupt nicht.
Es geht nur darum, die Narrative, also die eigene Narrative zu erzählen.
So habe ich es erlebt.
Ich sage dann sogar den Leuten, dass sie sagen, ich will dir jetzt meine Geschichte
erzählen, wie ich es erlebt habe, und ich will, dass du mir zuhörst.
Unterbreche mich nicht, sage nicht, nein, das war ganz anders.
Wenn ich es fertig erzählt habe, kannst du dann deine Variante sagen.
Nicht das Hin und Her, das Hickhack.
[12248:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich habe es so erlebt, nein, nein, so war es
nicht.
Jeder erlebt die Realität anders und jede Realität ist eine subjektive Realität.
Es gibt ja sowieso keine objektive, schon gar nicht in den Beziehungen.
Viele, auch erwachsene Leute, haben oft Mühe, zu den Eltern oder den
Geschwistern etwas zu sagen, ohne dass sie sie überzeugen wollen von ihrer Sicht.
Man darf nicht missionieren, man darf nur seine Geschichte erzählen.
[12802:00] Dr.med. Ursula Davatz: Darum mache ich das Wortspiel, selber für sich
hinstehe, aber nicht verstanden werden.
Das Verstanden werden kommt verzögert oder auch nie, aber das macht nichts.
Die wichtige Aktion ist, dass man für sich hinsteht.
Dass man sich selber ernst nimmt, dass man zu sich steht.
Das wäre wieder das vom ADHS, nicht den anderen alles recht machen wollen,
sondern spüren, was für einem wichtig ist und für das hinstehen.
[13318:00] Dr.med. Ursula Davatz: Das ist etwas vom Schwierigsten.
Das wäre dann auch wieder, dass man über Gefühle reden muss, damals habe ich
mich so und so gefühlt und so und so gefühlt, ohne Emotionen.
Sobald man Emotionen verwendet, will man beim anderen etwas bewegen.
Emovere heisst, bewegen, moveren ist bewegen, etwas beim anderen herauskitzeln.
Genau das geht nicht. Die Erwartungshaltung, man hätte dann irgendeine Reaktion,
man wird endlich anerkannt, nein, man muss sich selber anerkennen in einer
Situation und für diese Situation hinstehen.
Wenn die Leute das erreichen, wenn ihnen das gelingt, dann sind sie ein Stückchen
weiter.
[14115:00] Bemerkung 3: Muss man das Gespräch suchen, jetzt mit dem Eltern
zum Beispiel, oder auch für sich hinstehen in dem, dass man es eben mit einem
Brief klärt?
[14283:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, man kann auch über einen Brief, also wenn
die Eltern gestorben sind, geht es ja nicht anders, aber auch wenn sie noch leben,
sage ich, sie können selber das aufschreiben für sich, damit sie sich klar werden, sie
könnten den Brief abschicken oder auch nicht.
Da überlasse ich das den Leuten, ob die ihn dann abschicken wollen oder nicht.
Nein, es muss nicht unbedingt sein.
Es hat eine grössere Wirkung, aber das muss ich jedem selber überlassen.
[14810:00] Dr.med. Ursula Davatz: Bei sexuellem Missbrauch, habe natürlich auch
einige begleitet, wenn der sexuelle Missbraucher noch lebt oder steht, ja, noch nicht
tot ist, idealerweise wäre es gut, wenn man dem gegenüber das sagen könnte.
Aber man darf es auch nur schreiben und für sich behalten.
Das stelle ich dann auf die Person darauf ab, was sie bereit ist zu machen.
[15292:49] Dr.med. Ursula Davatz: Ich hatte eine Person, die sexuell missbraucht
wurde vom Vater.
Das haben wir lange aufgearbeitet und schlussendlich hat sie dann einen Brief an
den Vater geschrieben, hatte ihn im Sack, ging ihn besuchen und hat ihn dann
konfrontiert.
Häufig erinnern die sich ja nicht mehr oder haben erfolgreich verdrängt.
Der hat dann nur gesagt, ah, das weiss ich gar nicht mehr, aber wenn das so war, tut
es mir leid. Was war dann gut.
[15824:00] Bemerkung 2: Das reichte?
[15845:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, hat geklappt.
[15887:00] Bemerkung 3: Ist die Wirkung wirklich grösser, wenn man es sagt, auch
wenn die Reaktion negativ wäre?
[16028:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, man erhofft meistens, wenn man es sagt,
es kommt eine gute Reaktion.
[16143:00] Bemerkung 3: Ja, dann ist es sicher wirklich grösser, aber was wenn
die Reaktion schlecht ist?
[16226:00] Dr.med. Ursula Davatz: Dann sagen viele, darum mache ich es nicht
mehr und jetzt geht es mir noch schlechter.
Da muss ich natürlich die Leute vorbereiten, dass, wenn sie es machen, sie dürfen
nicht erwarten, dass: ja, ja, du hast recht, und es tut mir leid, sondern auch wenn
sich der Vater oder die Mutter wehrt wie verrückt, dass man dann bei dem bleibt, ich
habe dir es nur sagen wollen, ich habe es nur dir schildern wollen, jetzt ist es gut für
mich.
Man darf dann ja nicht ins Diskutieren reinkommen, ja, aber, ja, aber, ja, aber, das
bringt gar nichts.
Wenn man zu sehr Angst hat vor der negativen Reaktion, dann kann man es auch
lassen und nur aufschreiben.
Ich muss es immer abstimmen auf die persönlichen Leute.
Ich zwinge niemanden zu irgendetwas, das die nicht wollen. Dann kann es ja nicht
gut wirken.
[17133:00] Bemerkung 4: Allgemein bei so Sachen, die einen ja betreffen oder die
man dann gemacht hat, ich meine, da muss nicht ein schlimmes Trauma dahinter
stecken. Ich merke einfach, sonst schwingt das bei mir immer mit, wenn ich ihn
Begegnung gehe.
[17378:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, ganz genau.
[17402:00] Bemerkung 4: Dann werde ich wieder anders beeinflusst, weil es hängt
ja immer noch dahinter.
[17466:00] Dr.med. Ursula Davatz: Es hängt im Hinterkopf.
[17490:00] Bemerkung 4: Was passiert ist.
Ich versuche mir einfach auch vorzunehmen, das wirklich so mitzuteilen, dass das
von mir wie weg ist.
Ich erwarte nicht einmal, dass mein Gegenüber dann irgendetwas, also es wäre
schön, wenn es etwas bewirken würde.
[17763:00] Dr.med. Ursula Davatz: Es wäre schön, ja.
[17764:00] Bemerkung 4: Mir geht es eigentlich mehr, dass ich wieder anders
diesen Leuten begegnen kann.
[17835:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ganz genau.
[17841:00] Bemerkung 4: Dass ich wieder deponieren kann, was sie mit mir
gemacht haben.
[17878:00] Dr.med. Ursula Davatz: Genau.
[17887:00] Bemerkung 4: Und das auch aussprechen konnte.
[17916:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ganz genau.
[17931:00] Bemerkung 4: Das hilft mir auch.
[17952:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ganz genau. Ich darf ehrlich sein, ob es jemand
annimmt oder nicht, ist seine Sache, aber ich bin ehrlich gewesen und ehrlich mit mir
selber.
Dann hat man es wie ein bisschen los.
Ich habe jetzt meine Sache gesagt.
Ja, so wirkt es.
Sonst ist es immer noch hinten dran und ah.
Und wenn man es gesagt hat, ist man so wie mehr im Reinen mit sich.
[18336:00] Bemerkung 4: Ja, und man merkt auch, ich gebe mir wirklich den Wert.
[18385:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, ganz genau.
[18401:00] Bemerkung 4: Das Schwierige ansprechen können. Ich weiss nicht, ich
löse ja bei meinem Gegenüber etwas aus.
[18480:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja.
[18491:00] Bemerkung 4: Und doch für sein Verhalten kann ich gar nicht so viel.
Also ich kann es versuchen, anständig und gut zu sagen.
[18589:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, ja.
[18594:00] Bemerkung 3: Was mit jemandem passiert, …
[18621:00] Dr.med. Ursula Davatz: Das ist seine Sache.
Ich habe auch, das war eine Krankenschwester, und die hat ihrer Mutter gegenüber
sagen müssen, bei dir waren immer die Söhne wichtig und ich als Tochter, die alles
für dich gemacht hat, überhaupt nicht wichtig.
Die hat dann auch gesagt, weisst du, ich beobachte das und es tut mir manchmal
weh.
Aha. Als sie das gesagt hat, konnte sie viel lockerer ihre Mutter besuchen und sie
auch gut sterben lassen. Davor war immer so ein Knopf im Kopf.
[19184:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, es geht darum, dass man Ehrlichkeit mit
sich; aber ausspricht.
Ich hatte eine, die wurde sexuell missbraucht von ihrem Chef, da haben wir ein paar
Jahre daran gearbeitet.
Der hat nicht mehr gelebt.
In den Träumen hat man dann gesehen, dass sie sich immer mehr davon
distanzieren konnte.
Am Anfang war es noch Wut.
[19690:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich sage, bei so schwierigen Sachen, der
Prozess ist immer zuerst Wut, dann Trauer und dann loslassen.
Aus der Trauer heraus kann man dann loslassen.
Man muss diese drei Phasen durchmachen.
Man darf die Wut nicht abklemmen.
Man muss nicht vergeben, es geht auch nicht um Vergeben.
Man muss nicht urteilen über die.
Man darf traurig sein über das, was einem passiert ist.
Aber man muss nicht Richter sein gegenüber den Tätern.
[20232:00] Dr.med. Ursula Davatz: Wenn man in die Geschichte schaut, läuft ja
immer Täter, Opfer, Täter, Opfer.
Es ist jemand ein Opfer, das tut er ausagieren als Täter in der nächsten Generation.
Dann hat es dort wieder ein Opfer und das muss wieder ein Täter sein.
Das versuche ich natürlich zu unterbrechen, indem ich dieser Geschichte viel
Sorgfalt zuwende.
Dann muss es nicht weitergehen.
Aber es ist noch eine Kunst.
Aber es lohnt sich.
[20761:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja. Ich weiss nicht, ob Ihnen das ein bisschen
etwas gibt.
[20852:00] Bemerkung 5: Schon. Danke.
[20870:00] Dr.med. Ursula Davatz: Sie dürften jetzt auch noch Fragen dazu stellen.
[20960:00] Bemerkung 6: Ich weiss einfach so besser, wie ich das Klientel unter
Umständen vorbereiten kann für so ein Gespräch.
Ermuntern und sagen, du kannst aber nichts erwarten.
[21168:00] Dr.med. Ursula Davatz: Dass der andere sich entschuldigen und
grosses Verständnis hat.
[21246:00] Bemerkung 6: Manchmal merke ich, man will ja dann nicht etwas
aufwühlen, wo beim anderen vielleicht schlummert oder nicht mehr da ist.
Ein Mann, der sexuell missbraucht hat, der hat ja Verdränungsmechanismen.
[21484:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja.
[21503:00] Bemerkung 6: In der Psychiatrie hört man, man solle auch nicht
schlafende Hunde wecken.
[21597:00] Dr.med. Ursula Davatz: Nein, finde ich falsch.
[21620:00] Bemerkung 6: Ich als Therapeut tue das ja eh nicht, also ich weiss, wo
meine Grenzen sind.
Ich glaube, sie wecken sicher schlafende Hunde.
[21792:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich tue schlafende Hunde wecken, ja.
[21821:00] Bemerkung 6: Ja, genau.
[21843:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich habe nicht Angst vor diesen schlafenden
Hunden.
Ich mache auch nicht einen Bogen darum herum.
Ich frage natürlich schon und ich schaue dann immer, wie das Individuum darauf
reagiert.
Ich sage, wollen Sie nicht darüber reden, nein, jetzt nicht, aber ich komme dann
auch wieder damit.
Ich sage, man kann etwas verdrängen, vergessen kann man es nicht. Man kann
etwas verarbeiten.
Indem man die sogenannten schlafenden Hunde weckt, kann man es verarbeiten.
Die Medikamente, die tun alles verdrängen.
Ich bin natürlich Therapeutin und ich will den Leuten helfen, dass sie etwas
verarbeiten.
[22724:00] Bemerkung 7: Geben Sie dann bei Psychose oder Schizophrenie schon
auch Medikamente oder gar nicht?
[22812:00] Dr.med. Ursula Davatz: In der Akutphase gebe ich auch, immer.
Ja, ja, klar.
Aber nicht nur.
Ich arbeite immer therapeutisch mit Ihnen.
Das ist ja das andere Buch, ADHS und Schizophrenie.
https://www.somedia-buchverlag.ch/gesamtverzeichnis/deadhs-und-schizophrenie/
Dort habe ich mich ausschliesslich mit der Schizophrenie und dem ADHS befasst.
Wenn die auch wieder in die Klinik kommen, dann gibt man ihnen immer wieder
Medikamente.
Ich lasse sie immer absetzen.
Dann, ja, das ist Eingriff in ihre Persönlichkeit.
Denn hat man aber gefragt, wer hat Ihnen Medikamente abgesetzt? Oder ich werde
dann beschuldigt, dass ich Medikamente abgesetzt habe.
Und dann sage ich, nein, der Patient hat sie selber abgesetzt.
[23454:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich reite nicht nur auf diesen Medikamenten
herum.
Jede Psychose kann wieder eine Chance sein, um noch ein bisschen besser die
Sachen anzuschauen.
Der eine, den ich da schon so lange begleite, der hatte X Psychosen.
Jedes Mal, also man kann Psychosen auch als Entwicklungsschub anschauen.
Ich schaue natürlich dann immer, was waren die Stressoren, die die Psychose
wieder ausgelöst haben.
Es sind immer wieder Stressoren da. Es kommt nie aus dem heiteren Himmel.
[23987:00] Dr.med. Ursula Davatz: Jede Krise ist wieder eine Lernmöglichkeit.
Ich spüre dann auch so von der Wahrnehmung dieser Leute, wie sie mehr bei sich
sind.
Besser integriert bei sich.
Ich habe gar nicht mehr Angst vor der Psychose.
Ich will sie nicht mehr verhindern.
Ich versuche aus der Psychose auch immer herauszulesen, was sind da noch für
verborgene Sachen.
[24489:00] Dr.med. Ursula Davatz: In den Träumen, also ich frage die Leute auch
immer nach dem Träumen, gewisse erzählen sie einem, andere nicht.
In den Träumen sieht man immer, an was sie am Arbeiten sind und wo sie stehen.
Im Traum hat man auch so ein bisschen Zugang zu diesen, was will ich sagen,
tieferen Schichten.
Es ist interessant, alle Psychopharmaka, die einschläfern, sedieren, die
unterdrücken, auch den REM-Schlaf.
Der REM-Schlaf ist die Rapid Eye Movement.
[25094:00] Dr.med. Ursula Davatz: Diese Phase, das ist nicht ganz Tiefschlaf,
sondern so ein bisschen dazwischen.
Im REM-Schlaf träumt man.
Wenn man am Tag die Sachen nicht verarbeiten kann, dann tut man sie in der Nacht
verarbeiten.
Da habe ich letztens auch einen Film gesehen, wo die dann im REM-Schlaf halb
zum Bett ausgestiegen sind und gezappelt haben und so weiter.
Da sieht man, die tun die Sachen in der Nacht, im Traum bewältigen, anstatt am Tag.
[25596:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich versuche es dann immer, in den Tag
reinzuholen, ins Bewusstsein und zu schauen, wie kann man es verarbeiten.
Ich schwöre auf Therapie, die Entwicklung, die Veränderung und nicht Symptome
unterdrücken.
[25856:00] Bemerkung 8: Ich habe zum Teil auch junge Klienten, die nehmen
irgendwie vier, fünf verschiedene Medikamente.
[25925:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, ist so.
[25937:00] Bemerkung 8: Ein Medikament mit Nebenwirkungen.
[26001:00] Dr.med. Ursula Davatz: Es ist ganz schwierig.
Bei den ADHSlern gibt man ja eine Stimulanz.
Wenn er dann psychotisch wird oder depressiv wird, für Psychose gibt man ein
Antipsychotikum, für Depression ein Antidepressivum, das hat ihr Sohn bekommen.
Alles schraubt irgendwie herum an diesen Regulationsmechanismen.
Ich sage natürlich, es reguliert sich am besten selber, wenn die Person ihren Weg,
ihren Fokus und ja, ihre Zufriedenheit findet.
[26513:00] Dr.med. Ursula Davatz: Das ist natürlich einfach gesagt, aber nicht so
einfach gemacht.
Da stören mich Medikamente eigentlich eher.
[26707:00] Bemerkung 9: Tun Sie da supplementieren mit Sachen? Ich weiss noch
nicht, Omega-3, Magnesium.
[26803:00] Dr.med. Ursula Davatz: Wenn die Leute das wollen und schon kennen,
dann lasse ich sie das machen. Ich selber verschreibe es nicht als Erstes.
[26917:00] Bemerkung 9: Okay.
[26925:00] Dr.med. Ursula Davatz: Omega-3-Fettsäuren sagt man ja, seien beim
ADHS gut. Magnesium ist für die Muskeln gut.
Ja, das bekommen sie meistens von anderen verschrieben oder sie holen es sich
selber.
Wenn jemand gar nicht schlafen kann, man kann ich nicht leben, ohne zu schlafen.
Dann muss ich irgendeinmal auch etwas geben, damit die wieder schlafen können.
[27427:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich versuche sie dann immer wieder davon frei
zu machen.
Ja, ich habe Leute, die haben tonnenweise Medikamente.
Die wollen dann auch meistens nicht mehr loslassen.
Ich darf da auch nicht zu pedantisch oder fanatisch sein.
Ich frage dann immer, wann sind sie bereit loszulassen.
[27952:00] Dr.med. Ursula Davatz: Eine hat so viele Medikamente, aber ist jetzt
langsam ein bisschen stabil und ungefähr hundertmal hospitalisiert worden, immer
so somatisch.
Da muss man halt mit weniger zufrieden sein.
[28202:32] Dr.med. Ursula Davatz: Mal andere Fragen.
Oder hat jemand eine Geschichte, die er gerne anschauen möchte? Anhand von
dieser arbeiten?
[28398:00] Bemerkung 10: Mich würde interessieren, wie Sie Grenzen ziehen?
Ich meine, Sie machen das ja schon mega lange.
Aber wie machen Sie das, wenn Sie so schlimme, schwierige Fälle auch haben?
[28553:00] Dr.med. Ursula Davatz: Wie mache ich das?
[28573:00] Bemerkung 10: Ja.
[28594:00] Dr.med. Ursula Davatz: Das werde ich oft gefragt.
Irgendwann ist das Interview in der Zeitung gekommen, da habe ich gesagt: ich liebe
es nun mal, Probleme zu lösen.
https://www.ganglion.ch/pdf/Probleme_loesen.pdf
Mein Vater war ein Ingenieur.
Ingenieure müssen auch Probleme lösen, aber technische.
Ich bin wahrscheinlich Ingenieur im sozialpsychologischen Bereich.
Ja, ich bin neugierig.
Ich gebe nicht so schnell auf.
Ich denke dann immer, ja, was könnte man da jetzt noch machen?
Ich muss dann auch meine Energie/Ehrgeiz zurückbinden.
Ich bin neugierig und ich bin lernbereit.
[29173:00] Dr.med. Ursula Davatz: Indem ich mit solchen Leuten arbeite, lerne ich
auch immer etwas.
Gerade wenn ich nicht so schnell mit irgendetwas durchkomme, dann muss ich
lernen.
Das macht es wieder spannend.
Ich sage dann auch, ich muss nicht ins Kino gehen oder ins Theater. Ich habe so
viele interessante Geschichten.
[29497:00] Bemerkung 11: Theater zu Hause.
[29510:00] Dr.med. Ursula Davatz: Täglich.
Ich bin gut unterhalten.
Ich lerne dann auch meistens Sachen von diesen Leuten, die über die Psychiatrie
hinausgehen.
Dass die von irgendetwas erzählen. Ich frage sie, um ihre Meinung und so.
Wenn die Krankenkasse das wüsste, würde sie wahrscheinlich sagen, das ist keine
Therapie.
Das gehört dazu.
Also ganz, ganz schwierige Frauen habe ich gehabt.
[30023:00] Dr.med. Ursula Davatz: Die festgehockt sind.
Sie habe ich dann auch meistens gefragt über ein Objekt.
Kann sie mir einen guten Film angeben?
Oder welchen Schriftsteller findet sie gut?
Dass ich über einen Objekt den Bezug hergestellt habe.
Wenn man mit so schwierigen Leuten, gerade autistischen, so direkt Bezug
herstellen will, dann ist das zu viel.
So wie man einem Hund nicht in die Augen schauen darf. Sonst bekommt er Angst.
[30527:00] Dr.med. Ursula Davatz: Dann rede ich über andere Sachen.
Wer hat an mich noch eine Frage?
[30756:00] Bemerkung 12: Ich habe so eine Frage.
[30853:00] Dr.med. Ursula Davatz: Sie müssen ein bisschen lauter reden.
[30881:00] Bemerkung 12: Zu Erziehungsschäden.
Das Kind muss in die Kita kommen.
Darum ist er jetzt zwei halbe Tage bei uns in der Kita.
[31185:00] Dr.med. Ursula Davatz: Wie alt?
[31262:00] Bemerkung 12: Er ist zwei Jahre alt.
[31286:00] Dr.med. Ursula Davatz: Zwei Jahre alt. Noch ein bisschen klein.
[31330:00] Bemerkung 12: Ja, er ist klein und der grosse Bruder ist jetzt schon aus
der Familie draussen. Der ist jetzt schon bei einer Pflegefamilie.
[31465:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah, den hat man platziert?
[31489:00] Bemerkung 12: Der Kleine ist aber noch in der Familie drinnen, muss
aber jetzt eben in die Kita kommen.
Das ist jetzt meine Eingewöhnung und ich habe ihn drei, viermal gehabt und er ist
ein sehr forderndes Kind.
Wir wissen auch nicht so viel, was in der Familie los ist.
Wir wissen einfach eben, dass im Gericht ein Beschluss gekommen ist und dass
irgendetwas ist.
[32002:00] Bemerkung 12: Man sieht natürlich schon auch, dass das Kind halt
eben so zum Tagesrhythmus raus fällt, es steht, erst um 11 Uhr auf.
Mittagsschlaf macht sie erst um 4 Uhr am Nachmittag.
Es ist mit dem blauen Auge gekommen.
Ganz viele so Sachen.
Es kann noch nicht schwatzen mit zwei.
Ist motorisch noch ein bisschen hinten dran und so.
Und meine Frage ist jetzt, wie wir dem Kind in der Kita am besten begegnen?
[32534:00] Dr.med. Ursula Davatz: Bei so kleinen Kindern würde ich natürlich
immer sagen, sie müssen die Eltern kennenlernen.
Ich würde sagen, die Mutter und wahrscheinlich sogar getrennt einladen.
Da ist wahrscheinlich ein Konflikt hinten dran.
Getrennt sich ein Bild machen von der Mutter und getrennt sich ein Bild machen vom
Vater.
Dann überlegen, was interagiert da und an welchem Platz ist da das Kind.
[33037:00] Dr.med. Ursula Davatz: Dass sie ein bisschen ein Verhältnis haben zu
seiner Umgebung, dass sie seine Verhältnisse kennen, dass sie ein bisschen
wissen, was da läuft.
Er ist noch sehr klein.
Bei Kindern lasse ich dann auch eine Zeichnung machen.
Ich habe ein Kind gehabt, da hat sich sein lieblicher Vater von der Mutter getrennt
und er hatte quasi einen Stiefvater als Bezugsperson.
Dann habe ich die, das Mädchen auch, die Familie zeichnen lassen.
[33554:00] Dr.med. Ursula Davatz: Sie hat ihre Mutter, ihre zwei Brüder und sich
gezeichnet und den Freund der Mutter, auch in der Familie, als wichtige
Bezugsperson.
Der Vater war irgendwo aussen, also auf der anderen Seite vom Blatt.
Dann hat man genau gesehen, ja, der ist weiter weg.
Gerichtlich ist es darum gegangen, dass der Vater das Kind sehen darf.
Ein Kampf und ein Zeugs.
Die Mutter hatte immer Angst, dass es zur Kindsentführung kommt.
[34103:00] Dr.med. Ursula Davatz: Er hat dann das Kind sehen dürfen, aber nur im
Haus der Mutter.
Sie konnten ins Zimmer hochgehen, miteinander schwätzen und spielen.
Die Mutter hatte immer panische Angst.
Ich habe sie die ganze Zeit begleitet.
Die Tochter ist jetzt erwachsen, hat schon studiert und es läuft gut.
Der liebliche Vater ist nicht mehr gross aufgetreten.
[34629:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, ich denke, sie müssten beide kennenlernen
und sie müssten dann auch fragen, wie ist das für die?
Das ältere Kind, ist das ein Mädchen oder ein Bub?
[34708:00] Bemerkung 12: Das ist auch ein Bub. Der ist aber nicht vom gleichen
Vater.
[34771:00] Dr.med. Ursula Davatz: Nicht vom gleichen?
[34787:00] Bemerkung 12: Nein.
[34798:00] Dr.med. Ursula Davatz: Okay, ja, dann ist es nochmal anders.
[34824:00] Bemerkung 12: Die Infos, die wir einfach so ein bisschen haben, ist der
Vater, ist so ein bisschen der, der schaut, dass der Sohn ein bisschen rechtzeitig
aufgestanden ist für die Schule.
[35018:00] Dr.med. Ursula Davatz: Das ist der andere Vater dann?
[35048:00] Bemerkung 3: Nein, das ist der Vater vom Kind, das bei mir ist.
[35098:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah, dann wäre es der Stiefvater vom anderen?
[35140:00] Bemerkung 3: Ja, genau. Der für die Struktur sorgt anscheinend.
[35222:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, ich würde beide kennenlernen.
Dann würde ich fragen, was haben sie für eine Unterstützung?
Haben sie eine?
Würden sie eine akzeptieren, denn sie könnten die Arbeit nicht machen.
Dann schauen, ja, könnte man dem System irgendwie eine Unterstützung
zukommen lassen?
Unsere Gesetzgebung ist ja so, es geht nicht, also Fremdplatzierung.
Es ist nicht immer das Beste. Ich habe viele fremdplatzierte Kinder als Erwachsene
begleitet.
[35772:00] Dr.med. Ursula Davatz: Das ist nicht immer gut gelaufen.
Ich versuche nach Möglichkeit immer das natürliches System zu unterstützen.
Das können Sie als Kitafrau nicht, aber indem Sie sie einladen und sagen, wen
haben Sie, dann könnte man auch fragen, haben Sie Verwandte, die euch ein
bisschen unterstützen?
Nachbarn?
[36109:00] Bemerkung 12: Sie sind Schweizer.
[36120:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ausländer?
[36158:00] Bemerkung 12: Nein, sie sind Schweizer.
Die Grossmutter ist ab und zu mal involviert, aber eigentlich nie, dass sie mal bei der
Grossmutter sind oder so, sondern eigentlich hauptsächlich bei Mutter und Vater.
Ich habe einfach wie die Möglichkeit, die Eltern jetzt innerhalb dieser Eingewöhnung
kennenzulernen.
Ich habe jetzt die Eltern dreimal eine Stunde miterlebt mit dem Kind und sie sind
immer so ein bisschen, es war irgendwie eine Distanz da.
[36699:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, klar. Die haben natürlich Angst, sie würden
sie schlecht beurteilen und dann nimmt man das Kind auch noch weg.
Ja, ich würde wahrscheinlich ein bisschen inquisitiver fragen und dann auch nach
Unterstützungsmöglichkeiten, wen haben Sie, die Sie unterstützen, würden Sie
jemanden nehmen?
Ja, man muss sich so ein bisschen durchfragen.
[37220:00] Dr.med. Ursula Davatz: Was ich auch schon gemacht habe, das Götti-
System.
Da hat sie jetzt einen Vater und von dort her kann man keinen weiteren einführen.
[37431:00] Bemerkung 12: Spezifisch auf die Betreuung in der Kita?
[37502:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ganz speziell auf die Betreuung.
Schauen, auf was er reagiert oder schlecht reagiert und auf was gut.
Dann immer ein bisschen Bezug nehmen zu zu Hause.
Wie läuft das zu Hause?
[37766:00] Bemerkung 12: Er redet nicht.
[37784:00] Dr.med. Ursula Davatz: Er kann es natürlich nicht sagen.
Dann in ihrem Kopf.
Dann allenfalls halt sogar wieder fragen.
Ja, der kann es noch nicht sagen. Nein, der kann das nicht sagen.
[37963:00] Bemerkung 3: Also der kann noch nicht mal Mami sagen.
[37995:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ehrlich.
[38001:00] Bemerkung 3: Das ist wirklich noch ganz fest.
[38028:00] Dr.med. Ursula Davatz: Dann ist er da zurück.
[38070:00] Bemerkung 3: Was einfach ist, ist, wenn man mal wie Grenzen setzt,
ist es ganz, ganz schlimm.
[38168:00] Dr.med. Ursula Davatz: Das verträgt er gar nicht.
[38195:00] Bemerkung 3: Wenn man sich ein bisschen dagegen stellt.
[38310:00] Dr.med. Ursula Davatz: Manchmal kann man noch mit Tieren.
Jedes ist ein Tierchen.
Man spielt mit Tieren.
Er ist ein Tierchen, sie sind ein Tierchen.
Der andere ist noch eins.
Dann über ein bisschen leichte Distanzierung das inszenieren.
Es braucht sehr viel Beobachtung.
[38667:00] Bemerkung 12: Ja.
[38676:00] Dr.med. Ursula Davatz: Bevor sie irgendwie Grenzen setzen, zuerst ein
bisschen etwas im Kopf haben, einen Plan haben oder nein, eine Wahrnehmung
haben, auf was er jetzt reagiert.
Vielleicht Grenzen … Wie soll ich das sagen? Eher etwas Gemeinsames machen.
Sie wollen irgendetwas nicht, dass sie ein Joining machen, also mit ihm zusammen
einen anderen Weg gehen.
[39230:00] Dr.med. Ursula Davatz: Er erträgt das alleine sein nicht.
Wenn sie Grenzen setzen, ist alles verloren.
Er hat zu Hause wahrscheinlich nicht so ein gutes … Ich weiss es nicht.
Wie ist die Mutter?
[39532:00] Bemerkung 12: Sie wirkt sehr … Sie wirkt so, als würde … Sie kann gut
schwatzen.
[39652:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah!
[39678:00] Bemerkung 12: Sie kann gut reden und es wirkt auf den ersten Blick
alles gut.
Dann eben, wenn du so mit gewissen Informationen merkt man so…
[39912:00] Dr.med. Ursula Davatz: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
[39938:00] Bemerkung 12: Wenn er dann so Emotionsausbrüche hatte, hat wie
niemand reagiert.
Er hat aber auch gar niemanden an sich herangelassen.
Spannenderweise hat er jetzt nach der ersten Trennung auch so einen, er hat meine
Miterzieherin geschlagen und dann hat sie gefunden, hey, das möchte ich nicht, das
macht mir weh.
Dann hat er sich von uns beiden trösten lassen und wirklich auch Nähe gesucht.
[40466:00] Dr.med. Ursula Davatz: In welchem Moment hat er die Miterzieherin
geschlagen? Was ist davor passiert?
[40555:00] Bemerkung 12: Er wollte eine Flasche nehmen von dem anderen Kind.
Das Kind hat nicht gewollt, dass er die Flasche nimmt.
Sie hat gefunden, hey, ich will, dass du die Flasche hier lässt.
Das hat er wahrscheinlich wie nicht verstanden.
[40753:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, da wäre wieder, aha, du willst jetzt, also das
wäre wieder das Validieren.
Ah, du willst diese Flasche, hast du Durst?
Erst dann, weisst du, die Flasche gehört dem und dem, wir gehen ein Glas holen
und so.
[40997:00] Bemerkung 12: Ja.
[41008:00] Dr.med. Ursula Davatz: Immer verlangsamen.
Immer versuchen zu verstehen, was will er jetzt?
Es ist ja normal, ein kleines Kind, das Durst hat, nimmt die nächste Flasche.
[41222:00] Bemerkung 12: Ja, das war bei mir spielerisch.
[41257:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah, sogar! Den hat er herausgefordert.
Ah, dann wäre die Antwort eher, ah, willst du ein bisschen kämpfen?
Okay, schau, wir kämpfen mit dem Ball, aber nicht mit dieser Flasche.
[41432:00] Bemerkung 12: Ja.
[41452:00] Dr.med. Ursula Davatz: Der Bub, der zu mir gekommen ist, zusammen
mit seiner Mutter, der hat dann mit allem gespielt.
Dann habe ich gesagt, weisst du, der Wecker ist nicht zum Fussball spielen, aber
der Ball, den darfst du.
Wenn er dann gekommen ist, ist er sofort ins Wohnzimmer gegangen und hat einen
Ball geholt.
Dass man sagt, mit dem kann man Fussball spiele, mit dem nicht.
Dass man die Absicht von dem Kind wahrnimmt und dann umleitet dorthin, wo es
geht.
[41961:00] Dr.med. Ursula Davatz: Nicht nein, nicht.
[41988:00] Bemerkung 12: Ja, ja.
[42015:00] Dr.med. Ursula Davatz: Das macht dann immer sofort ein Meltdown.
[42090:00] Bemerkung 13: Dadurch, dass er ja nicht kommuniziert, macht er es
nicht mit dem Körper.
[42171:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, ja, noch mehr.
[42205:00] Bemerkung 13: Er will mit dem Körper etwas zeigen oder aufmerksam
machen.
[42357:00] Dr.med. Ursula Davatz: Dadurch, dass er noch nicht kommunizieren
kann, muss man ihn noch mehr beobachten.
[42423:00] Bemerkung 13: Noch viel mehr beobachten.
[42453:00] Dr.med. Ursula Davatz: Umso mehr beobachten.
[42466:00] Bemerkung 13: Noch mehr auf die Finessen schauen, wie bewegt er
sich. Was will er, auf was reagiert er?
Reagiert er auf Gerüche oder auf Lärm, auf gewisse Musik oder irgendwie so oder
Geschmäcker oder Farben?
Da sind sie viel sensibler.
[42804:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja.
[42831:00] Bemerkung 13: Vielleicht will er plötzlich auch von reden. Vielleicht
redet er ja bewusst nicht.
[42894:00] Dr.med. Ursula Davatz: Das ist auch möglich.
Es gibt Kinder, die bis zehn in der Stunde nicht reden.
Die boykottieren.
Mit der Haltung, die Lehrerin hört mir ohnehin nicht zu.
[43085:00] Bemerkung 13: Ich sage das jetzt mehr aus dem Grund, weil gerade
mein Götti-Bub, hat man zuerst gesagt, ja, der hört, der hört.
Wir haben gesagt, der hört nicht.
Er ist taubstumm.
[43303:00] Dr.med. Ursula Davatz: Der ist taubstumm?
[43317:00] Bemerkung 13: Der ist taubstumm.
Bis das wirklich mal rausgekommen ist vom Kinderarzt und bis man mal so weit war.
Jetzt ist er auf einem Stand von anderthalbjährig, entwicklungsmässig.
[43503:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah ja.
[43515:00] Bemerkung 3: Man lernt jetzt mit Gebärdesprache.
Jetzt hört er die Geräusche und er weiss gar nicht, was das ist, oder?
[43651:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, da muss man schauen.
Sicher mehr beobachten, sorgfältig beobachten, bevor man irgendeine Regel
einführt.
Erst nach dem Beobachten die Regel einführen.
Ich meine, die Regeln kann man auch gestikmässig lernen.
Weisst du, das gehört hier hin und jetzt spielen wir mit dem.
Wenn Sie sagen, er hat immer ein bisschen spielen, also ein bisschen, ich sage jetzt
teasing, provozieren.
Aha, du willst? Okay, mit dem.
[44198:00] Bemerkung 13: Ja, nicht einmal provozieren, es ist einfach irgendein
Gegenstand von hier oder von dort, dort.
[44287:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah, der will jeden Gegenstand anfassen.
[44327:00] Bemerkung 13: Ja, dann verteilt er ganz viele Sachen.
[44361:00] Dr.med. Ursula Davatz: Also explorativ.
[44389:00] Bemerkung 13: Mega.
[44405:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah, das findest du interessant.
Ah, du bist neugierig.
Ah, ah, ah.
Und dann auch, weisst du, das gehört hier hin.
Schau, da ist noch etwas anderes.
Also das validieren und auf etwas anderes leiten.
Ja, es ist mehr Neugier.
So wie ein Hund, der alles anschnüffelt.
[44686:00] Bemerkung 13: Ja, ja, so ist es.
[44702:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, ja, genau.
Das ganze Zimmer, wo ist noch irgendetwas?
Wo ist ein Brosamen, das ich schmecken kann?
[44811:00] Bemerkung 13: Ja. Dankeschön.
[44852:00] Dr.med. Ursula Davatz: Explorationsverhalten.
[44882:00] Bemerkung 13: Ja, toll.
[44899:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah, das interessiert dich ja, verstande ich, das
ist noch interessant.
Dann kommt es, das gehört hier hin, komm, da hat es noch mehr Interessante.
Also seine Neugier dann auf andere Sachen leiten.
Ist das so ein bisschen eine Antwort?
[45200:00] Bemerkung 13: Ja, okay.
[45210:00] Dr.med. Ursula Davatz: Eine Möglichkeit. Okay. Sehr gut.
Was für andere Sachen wollen Sie noch angeschaut haben?
Ich brauche Material.
[45351:00] Bemerkung 14: Ich habe einen ganz schwierigen Fall. Ich komme von
der KESB.
[45415:00] Dr.med. Ursula Davatz: Okay, dann.
[45433:00] Bemerkung 14: Ich kenne noch nicht alle Details.
Die Mutter lebt mit einem neuen Mann.
Mit dem hat sie zwei Mädchen.
Das sind die jüngsten Kinder.
Sie hat fünf Kinder.
[45853:00] Dr.med. Ursula Davatz: Mit dem neuen Mann hat sie zwei Mädchen.
[45887:00] Bemerkung 14: Genau. Sie hat zwei Mädchen.
Die sind zwei und vier Jahre alt.
Die sind schon fremd platziert.
[46088:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah ja. Hat sie noch ein erstes Kind oder nicht?
[46249:00] Bemerkung 14: Sie hat noch drei andere Kinder vorweg. Also drei
Buben.
[46322:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah ja. Zwei Buben?
[46335:00] Bemerkung 14: Drei, von ihrem Ex-Partner hat sie drei Buben.
Die sind sechs, acht und zehn.
Die haben alle Autismus.
[46604:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah ja.
[46639:00] Bemerkung 14: Der Ex-Mann, der wohnt gleich nebenan.
[46695:00] Dr.med. Ursula Davatz: Okay. Die sind aber geschieden?
[46738:00] Bemerkung 14: Ja, und der wird vom Gericht gezwungen, mehr Kontakt
zu haben. Der will nichts wissen von dem Kind.
[46857:00] Dr.med. Ursula Davatz: Hat er einen Beruf?
[46886:00] Bemerkung 14: Der ist irgendwie bei der SBB.
[46933:00] Dr.med. Ursula Davatz: SBB?
[47012:00] Bemerkung 14: Genau. Sie wohnt aber eben mit ihrem neuen Mann, mit
diesen drei Kindern, die aber nicht seine sind, sondern die gehören dem anderen.
[47141:00] Bemerkung 14: Von dem hat sie nur zwei von ihrem neuen Mann.
[47223:00] Bemerkung 14: Die zwei Mädchen, die sie mit dem neuen Mann hat, die
sind fremd platziert.
Die wohnen bei den Grosseltern.
[47340:00] Bemerkung 14: Die drei Buben vom anderen Mann sind bei ihr, die
leben mit dem Stiefvater.
[47495:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah, okay.
[47513:00] Bemerkung 14: Jetzt ist eben das KESB drin.
Jetzt ist eben die Idee, wenn sie es nicht auf die Reihe bringt, wird der Grosse, der
zehnjährige, in ein Internat geschickt.
[47842:00] Dr.med. Ursula Davatz: Was heisst nicht auf die Reihe bringen?
Was bringt sie nicht auf die Reihen?
Hat sie einen Beruf?
[47925:00] Bemerkung 14: Nein, sie hat IV.
[47955:00] Dr.med. Ursula Davatz: IV.
[47965:00] Bemerkung 14: Ihre Mutter, die war drogensüchtig, auch während der
Schwangerschaft.
[48053:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ihre Mutter?
[48076:00] Bemerkung 14: Ja, und sie hat IV.
Es gibt aber angeblich kein ADHS und ASS, das ich hätte sie anschauen lassen.
[48299:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ist sie dann nicht bei ihrer Mutter
aufgewachsen?
[48337:00] Bemerkung 14: Das weiss ich nicht.
Sie ist sehr unstabil, psychisch.
Es ist schwierig.
Jetzt ist eine Familienbegleitung installiert worden, die aber in dem Sinn nicht viel
gebracht hat, weil sie sich mit Autismus nicht auskennt.
[48711:00] Dr.med. Ursula Davatz: Aha, nein, das bringt nicht so viel.
[48742:00] Bemerkung 14: Jetzt bin ich gekommen. Jetzt hat der Beistand, sie
haben eine ASS-Begleitung gesucht und jetzt bin ich ganz frisch involviert.
[48916:00] Dr.med. Ursula Davatz: Wo sind die abgeklärt worden?
[49022:00] Bemerkung 14: In Zürich.
[49050:00] Bemerkung 14: Die Schule ist ein Thema.
Weil der Zehnjährige geht an eine Steiner Schule.
Der Achtjährige geht an eine Sprachheilschule, wo wir jetzt gerade einen runden
Tisch hatten, weil das dort gar nicht mehr geht.
Also der verweigert alles.
Sie sind jetzt überzeugt, wenn er an die Steiner Schule geht, dann funktioniert das
Ganze.
Sie haben sich dann eigentlich gegen Anraten von Fachpersonen, inklusive mir, für
die Steiner Schule auch entschieden?
[49593:00] Dr.med. Ursula Davatz: Der Jüngste?
[49633:00] Bemerkung 14: Der Jüngste, der ist im Kindergarten. Der ist der
Unauffälligste von allen.
[49842:00] Dr.med. Ursula Davatz: Inwiefern kommt sie nicht zu Gang mit diesen
dreien?
[49916:00] Bemerkung 14: Sie ist heillos überfordert.
Ich muss sagen, ihr neuer Partner, da ist auch häusliche Gewalt im Spiel.
[50053:00] Dr.med. Ursula Davatz: Gewalttätig.
[50099:00] Bemerkung 14: Der Beistand sagt, es ist sein komplexester Fall, den er
bis jetzt hatte.
Genau. Mein erster KESB Fall.
[50257:00] Dr.med. Ursula Davatz: Aha. Was macht er von Beruf?
[50324:00] Bemerkung 14: Nichts.
[50334:00] Dr.med. Ursula Davatz: Nichts?
[50354:00] Bemerkung 14: Da ist auch eine andere Nationalität.
[50403:00] Dr.med. Ursula Davatz: Woher kommt er?
[50427:00] Bemerkung 14: Ein Türke.
[50439:00] Dr.med. Ursula Davatz: Schon lange in der Schweiz?
[50521:00] Bemerkung 14: Er spricht sehr gebrochen Deutsch.
[50585:00] Dr.med. Ursula Davatz: Okay.
[50598:00] Bemerkung 14: Sie hat nicht wirklich Unterstützung.
Der Türke ist sauer auf den Ex-Partner, weil er sagt, hey, ich muss quasi deine
Kinder grossziehen.
Meine eigenen zwei Mädchen sind uns weggenommen worden.
Das ist so ein Konstrukt.
[50921:00] Dr.med. Ursula Davatz: Wie sind Sie reingeholt worden?
[50953:00] Bemerkung 14: Als Autismus-Coach?
[50982:00] Dr.med. Ursula Davatz: In der Schule oder?
[51001:00] Bemerkung 14: Eigentlich in die Familie, aber ich bin jetzt auch sehr
involviert in der Schule, weil ich auch so finde, die Kinder kommen schon absolut
gestresst nach Hause.
Ich sage, man kann sie zu Hause noch so autismusgerecht erziehen, wenn das in
der Schule ganz schwierig ist…
Da bin ich so ein bisschen mit der Schule dran.
Das versuche ich so ein bisschen zu glätten.
[51409:00] Dr.med. Ursula Davatz: Der geht in eine Sprachheilschule und der in
die Steiner Schule?
[51451:00] Bemerkung 14: Genau.
Der in der Sprachheilschule, der verweigert.
Seit er jetzt weiss, dass er in die Steiner Schule muss, er will gar nicht in die Steiner
Schule.
Der Vater war nicht einmal dabei am Gespräch, aber er wollte, dass er unbedingt in
die Steiner Schule geht.
[51690:00] Bemerkung 14: Jetzt geht gar nichts mehr beim Kleinen.
Jetzt haben wir auch gesagt, krankschreiben und rausnehmen bis zu den
Frühlingsferien.
[51874:00] Bemerkung 14: Zu Hause arbeitet er mit der Mutter.
In der Schule ist er einfach komplett am Verweigern.
Es ist ganz schwierig.
[52059:00] Dr.med. Ursula Davatz: Dem Älteren gefällt es in der Steiner Schule?
[52094:00] Bemerkung 14: Dem gefällt es, ja.
[52107:00] Bemerkung 14: Der kommt auch ganz überreizt heim.
Die Steiner Schule ist nicht spezialisiert auf Autismus.
[52394:00] Dr.med. Ursula Davatz: Die Steiner Schule hat manchmal nicht
genügend Struktur.
[52450:00] Bemerkung 14: Genau. Es ist schon ein grosses Gefühlsmiteiander.
[52489:00] Dr.med. Ursula Davatz: Dann ist es eine Überforderung.
[52520:00] Bemerkung 14: Das ist das Thema.
Ich weiss, es gibt nicht die perfekte Schule für das Kind.
[52658:00] Dr.med. Ursula Davatz: Nein.
[52665:00] Bemerkung 14: Das Ding ist auch, die Mutter hat auch nicht wirklich
Unterstützung.
Der Vater sollte sie am Wochenende nehmen, der liebliche Vater, die drei Kinder.
Macht er aber auch nicht. Nein, macht er auch nicht.
Er ist nur am gamen.
[52841:00] Bemerkung 14: Bei ihm ist auch ein ASS vielleicht vorhanden.
Ich gebe mein Bestes!
[52987:39] Dr.med. Ursula Davatz: In welche Richtung wollen sie gehen?
[53064:00] Bemerkung 14: Ich bin mal mit der Schule involviert.
Der neue Schulwechsel, der muss gut vorbereitet werden, dass das überhaupt
funktionieren kann.
Die Eltern haben das Gefühl, der geht in die Steiner Schule und dort macht er auf
und dort soll er nicht verweigern.
[53319:00] Dr.med. Ursula Davatz: Und er will ja gar nicht!
[53341:00] Bemerkung 14: Er will gar nicht.
An dieser Sprachheilschule haben sie gesagt, wir sind nicht wirklich spezialisiert für
Autismus, aber wir haben jetzt im neuen Schuljahr kleinere Klassen.
Sie waren auch offen, mich nochmal in die Schule zu lassen.
[53544:00] Dr.med. Ursula Davatz: Da würde ich ihn in dieser Schule lassen.
[53577:00] Bemerkung 14: Ja.
[53586:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich würde sagen, ein Wechsel bei ASS-Kindern
ist gar nicht gut.
[53667:00] Bemerkung 14: Genau.
[53674:00] Dr.med. Ursula Davatz: Wenn es irgendwie noch geht an diesem Ort,
dort lassen.
[53733:00] Bemerkung 14: Am neuen Ort ist er mit dem Bruder zusammen.
[53775:00] Dr.med. Ursula Davatz: Nein. Ist auch nicht gut.
Da würde ich jetzt klar mich dafür einsetzen, dass er hier bleiben darf und dass man
dieser Sprachheilschule noch ein bisschen mehr Unterstützung gibt.
Dass sie Geduld haben.
Hat er Mühe mit seinem Benehmen?
[54019:00] Bemerkung 14: Nicht mehr. Nicht mehr. Also wirklich geht es. Geht es
gut.
[54075:00] Dr.med. Ursula Davatz: Okay. Nein, dann würde ich nicht wechseln.
[54109:00] Bemerkung 14: Ich glaube eben auch nicht.
[54127:00] Dr.med. Ursula Davatz: Nein.
[54161:00] Bemerkung 14: Ich bin jetzt auch zu Hause so ein bisschen installiert,
auch um halt mich im Tagesplan einzuarbeiten.
[54315:00] Dr.med. Ursula Davatz: Die haben Familienbegleitung gehabt, aber die
sind nicht so effizient gewesen?
[54397:00] Bemerkung 14: Nein, klar. Das erlebe ich häufig.
Wenn so eine Familienbegleitung ins Spiel kommt.
Für neurotypische Kinder sind die wahrscheinlich super.
Gerade jetzt bei Autismus habe ich das Gefühl, ist das schwierig, wenn man nicht so
ein Wissen hat.
[54660:00] Dr.med. Ursula Davatz: Hat man schon an HOTA gedacht?
[54702:00] Bemerkung 14: Ja, das hat nicht geklappt.
[54735:00] Dr.med. Ursula Davatz: Warum nicht?
[55031:00] Bemerkung 14: Dort kommt es auch immer so ein bisschen darauf an,
wer dann dort kommt.
[55077:00] Dr.med. Ursula Davatz: Es kommt immer auf die Person an.
[55119:00] Bemerkung 14: Die Mutter hat dann mir so gesagt, ja, sie hat kein
ADHS, sie hat keinen Autismus.
Sie hat sich abgeklärt.
Ich habe dann so, Alkohol in der Schwangerschaft, da habe ich an fetales
Alkoholsyndrom zum Beispiel gedacht.
[55428:00] Bemerkung 14: Die Mutter hat so ein bisschen ADHS Verhalten.
[55645:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ach! Das ist schwierig.
Ich meine, die Abklärungen sind ja immer so reguläre Abklärungen und Fragebogen
ausfüllen und weiss ich nicht was.
ASS sowieso nicht so.
Redet sie viel, die Mutter?
Oder nicht?
[55869:00] Bemerkung 14: Jetzt hat sie mit mir so ein Vertrauen gefasst.
Sie braucht Unterstützung.
[56123:00] Dr.med. Ursula Davatz: Könnte man noch psychiatrische Spitex
reinholen? Aber die private?
[56193:00] Bemerkung 14: Ja.
[56220:00] Dr.med. Ursula Davatz: Dass sie nochmal eine Bezugsperson hat.
Vom Kindsvatter hat sie ja keine Unterstützung.
[56321:00] Bemerkung 14: Der Beistand ist sehr offen und sehr gut.
[56434:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, dann würde ich noch eine psychiatrische…
Aber eben die private.
Es gibt private psychiatrische Spitäter.
Die sind flexibler.
Die gehen meistens zu zweit.
Dass, wenn eine ausfällt oder in den Ferien ist, dann hat sie eine Stellvertretung.
[56807:00] Bemerkung 15: Ich bin eine öffentliche Spitex.
[56839:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ah! Ja, das dürfen Sie auch machen.
[56873:00] Bemerkung 15: Ja, es gibt ganz grosse Unterschiede, wirklich, vom
Betrieb, was er macht und wie man Kinder betreut.
[56970:00] Dr.med. Ursula Davatz: In welcher Region sind Sie?
[56995:00] Bemerkung 15: Heitersberg.
Zwölf Gemeinden bis kurz vor Bremgarten.
[57109:00] Bemerkung 15: Ja, in Dottiken gibt es sicher auch Kinderspitex.
[57426:00] Dr.med. Ursula Davatz: Es ist die Mutter die Unterstützung braucht.
[57473:00] Dr.med. Ursula Davatz: Kennen Sie Leute in Dottikon? Können Sie
jemanden empfehlen?
[57575:00] Bemerkung 15: Ich muss mal überlegen.
[57736:00] Dr.med. Ursula Davatz: Das ist halt alles wieder regional organisiert.
Die öffentliche Spitex ist auch gut.
Es kommt immer darauf an, wer es ist.
[57891:00] Bemerkung 15: Genau. Wie bei den Lehrern.
Es kommt immer darauf an, wie man das macht.
[57978:00] Dr.med. Ursula Davatz: Überlegen Sie doch mal, ja.
Dass die Frau schlussendlich die Bezugspersonen hat, für sich. Als Unterstützung
von sich.
Da können sie auch zusammenarbeiten.
Sie sind ADHS/ASS Coach.
[58264:00] Bemerkung 14: Dem Beistand habe ich gesagt, der Zehnjährige, der ist
sehr auf die Mutter fixiert.
Ich habe das Gefühl, in einem Internat, das ist sicher nicht gut.
[58441:00] Dr.med. Ursula Davatz: Nein, ja nicht.
[58458:00] Bemerkung 14: Da habe ich auch meine Meinung klar darauf sagen
können.
[58528:00] Dr.med. Ursula Davatz: Wenn man die Familie auseinanderreisst,
dann…
[58585:00] Bemerkung 14: Zwei sind schon weg.
[58621:00] Dr.med. Ursula Davatz: Sie hat ihre zwei jüngsten Kinder weggeben
müssen.
Ich habe mal eine Familie gehabt, eine Kollegin von mir, da hat sie immer wieder ein
neues Kind gemacht.
Alles hat man ihr weggenommen, da hat sie wieder ein neues und ein neues und ein
neues.
Nein, nicht wegnehmen.
Zusatzunterstützung.
Wer kann den Türken ein bisschen an die Hand nehmen?
[59015:00] Bemerkung 14: Keine Ahnung.
[59032:00] Bemerkung 14: Letztes Mal hat sie mir eine Sprachnachricht
aufgenommen als sie einen Meltdown hatte.
Dann hast du ihn gehört, die ganze Zeit reinreden.
Ich habe gesagt, einfach nicht reden, ausschalten.
Das ist so schwierig.
[59298:00] Bemerkung 16: Von was lebt denn der?
[59330:00] Bemerkung 14: Von der Arbeitslosenkasse und sie von IV und so.
[59413:00] Dr.med. Ursula Davatz: Man müsste so jemanden reinholen, der ihn ein
bisschen unterstützt. Oder ein bisschen, ich sage jetzt, abfängt.
[59796:00] Bemerkung 14: Ich verstehe, dass es für ihn die Situation auch nicht
einfach ist.
[59847:00] Dr.med. Ursula Davatz: Nein.
[59862:00] Bemerkung 14: Du hast drei Jungs, bös gesagt, die dem Penner
nebenan gehören, sage ich jetzt mal.
Die sich nicht um die Kinder kümmern.
Deine zwei Mädchen sind schon weg.
Das ist schon schwierig.
[60059:00] Bemerkung 16: Eingliedern in eine Arbeitsgruppe.
[60404:00] Bemerkung 17: Hat er beim RAV einen Berufscoach?
[60690:00] Dr.med. Ursula Davatz: Müsste man fragen.
[60711:51] Bemerkung 17: Mit einer kulturvermittelnden Person ein Gespräch
führen.
[60868:00] Dr.med. Ursula Davatz: Dass man über das RAV geht und dass man
dort ein bisschen versucht, herauszufinden.
Man kann ihn nicht einfach draussen lassen.
[61000:00] Bemerkung 17: Dass wir ihn in seiner Muttersprache mal einfach
erzählen lassen können, wie es ihm geht mit dieser Situation.
[61137:00] Dr.med. Ursula Davatz: Pro Infirmis? Manchmal hat es auf der Pro
Infirmis gute Berater.
Es wäre gut, wenn man einen Mann hätte.
[61314:00] Bemerkung 14: Ja, genau.
[61327:00] Dr.med. Ursula Davatz: Man muss irgendeine Unterstützungsperson
reinholen, damit er nicht mit seinem überforderten patriarchalen Stil da nur
herumfunktioniert.
Und dann auf der anderen Seite ist die Gemeinde und das KESB.
Das bringt gar nichts.
[61569:00] Bemerkung 18: Wieso wurden ihm die Kinder weggenommen?
[61642:25] Bemerkung 14: Weil es anscheinend eben, Sie sagen, nicht gegangen
ist mit diesen drei Jungs und diesen zwei Mädchen, dass es einfach wie nicht ein
gutes Klima war zum Aufwachsen für die zwei Mädchen.
Die sind auch bei den Grosseltern.
Die sind bei der ex-drogensüchtigen Mutter, muss ich noch sagen.
[61916:00] Dr.med. Ursula Davatz: Nicht schlecht.
[61964:00] Bemerkung 14: Ich kenne die nicht.
Das ist vielleicht vor Jahren gewesen.
Vielleicht würden die ihre Kinder nicht zu ihr schicken, wenn das nicht eine gute
Grossmutter wäre, denke ich mal.
[62145:00] Dr.med. Ursula Davatz: Den Mann gibt es nicht mehr?
[62188:00] Bemerkung 14: Das weiss ich nicht.
[62227:00] Dr.med. Ursula Davatz: Die muss natürlich da etwas gut machen.
[62273:00] Bemerkung 14: Die Mutter erlebe ich als sehr interessiert. Sie liest
Bücher zu Autismus. Sie geht an Weiterbildungen. Also sie ist sehr interessiert.
[62596:00] Bemerkung 14: Sie ist irgendwie einfach allein.
[62667:00] Dr.med. Ursula Davatz: Hat sie nie etwas gelernt?
[62705:00] Bemerkung 14: Das weiss ich nicht.
[62720:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ich denke, man muss den schon auch noch
reinholen.
[62837:00] Bemerkung 14: Ja, und sie irgendwo entlasten, oder?
Die hat ja die Kinder immer bei sich, die drei Jungs.
[62956:00] Dr.med. Ursula Davatz: Caritas hat "Mit Mir", professionelle Göttis.
https://www.caritas.ch/de/mit-mir-patenschaft/
[63189:00] Dr.med. Ursula Davatz: Da kann man sich um einen Götti bewerben.
Dann haben sie eine zusätzliche Vaterfigur.
[63577:00] Bemerkung 14: Der deutsche Vater wohnt neben an und macht gar
nichts.
Er sagt nur, wo das Kind in die Schule soll.
Sie lässt sich von ihm beeinflussen, was er meint.
[63705:00] Dr.med. Ursula Davatz: Jemand muss noch mit ihm arbeiten.
[64147:00] Bemerkung 14: Alle drei Kinder haben den gleichen Beistand.
[64496:00] Bemerkung 19: Er zahlt Alimente für die Kinder.
[64644:00] Dr.med. Ursula Davatz: Muss er wahrscheinlich.
[64659:00] Dr.med. Ursula Davatz: Was hat der Beistand für eine Beziehung mit
dem Deutschen Vater?
[65135:00] Bemerkung 14: Der dringt nicht durch.
[65718:00] Dr.med. Ursula Davatz: Es ist der Auftrag vom Beistand mit dem
Deutschen eine Beziehung herzustellen. Mit ihm zusammen schauen, was man
machen soll.
[66002:00] Bemerkung 14: Der ist glaube ich auch überfordert, wenn er drei Kinder
hat am Wochenende.
[66072:00] Dr.med. Ursula Davatz: Der ist sicher überfordert.
[66092:00] Dr.med. Ursula Davatz: Da könnte man natürlich schauen, ob man
einen Götti von Caritas einschleusen möchte.
[66183:00] Bemerkung 19: Warum will man den jüngeren in die Steiner Schule
senden?
[66589:00] Bemerkung 14: Das wird nicht besser in Steiner Schule.
[66658:00] Dr.med. Ursula Davatz: Der Beistand muss mit dem Deutschen die
Beziehung suchen, eine Beziehung herstellen.
[67628:00] Dr.med. Ursula Davatz: Sie als Mediatorin zwischen all diesen Sachen.
[67917:21] Bemerkung 14: Der Beistand ist super!
[68068:00] Dr.med. Ursula Davatz: Super.
[68092:00] Dr.med. Ursula Davatz: Sie unterstützen das Ganze als Fachperson
von ADHS/ADS.
[68659:00] Dr.med. Ursula Davatz: Keine Steiner Schule, kein Wechsel. Das ist bei
diesen Kindern nicht gut.
[68767:00] Dr.med. Ursula Davatz: Spitex für die Mutter.
[69285:00] Dr.med. Ursula Davatz: Passt das für Sie?
[69714:00] Bemerkung 14: Das ist definitiv eine Herausforderung.
[69904:00] Dr.med. Ursula Davatz: Ja, das stimmt. Sehr komplex.
[69932:00] Bemerkung 20: Spitex ist unterschiedlich, KESB ist unterschiedlich.
KESB Baden war schrecklich.
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