In den Quellen erwähnt Dr.med. Ursula Davatz verschiedene Therapieformen für Traumata. Hier sind drei davon:
- EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing): Diese Therapieform nutzt Augenbewegungen, um traumatische Erinnerungen zu desensibilisieren und zu verarbeiten. Während der Patient mit den Augen einem sich bewegenden Objekt folgt, spricht er über das Trauma. Die Koordinationsübung verhindert, dass die traumatischen Bilder im Detail abgerufen werden können. Durch wiederholte Anwendung dieser Technik kann der Zugang zu den traumatischen Bildern blockiert werden. Dr. Davatz bezeichnet EMDR als „raffinierte Verdrängungsmethode“, die jedoch funktionieren kann.
- Desensibilisierung: Bei dieser Methode geht der Patient in Begleitung des Therapeuten immer wieder zu den traumatischen Erlebnissen zurück und hält sie gemeinsam mit dem Therapeuten aus. Die Anwesenheit einer ruhigen Person, die nicht emotional mitschwingt, hilft dem Patienten, sich an das Trauma zu erinnern, ohne in Panik zu geraten. Durch diese langsame Desensibilisierung lernt der Patient, mit dem Trauma umzugehen.
- Expositionstherapie: Bei dieser Therapieform konfrontiert sich der Patient mit dem Objekt oder der Situation, die das Trauma ausgelöst hat. Dies kann beispielsweise ein Unfallort sein oder ein Objekt, vor dem der Patient eine Phobie entwickelt hat. Durch die Exposition lernt der Patient, dass die Situation oder das Objekt nicht mehr gefährlich ist.
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