Dr.med. Ursula Davatz beschreibt in ihrem Vortrag, dass ADS- und ADHS-Kinder ähnliche Herausforderungen mit sich bringen, jedoch unterschiedliche Reaktionsweisen zeigen. Hier sind drei spezifische Verhaltensweisen, die ADS-Kinder von ADHS-Kindern unterscheiden:

  • ADS-Kinder reagieren auf Verletzungen mit Rückzug, während ADHS-Kinder eher aggressiv reagieren. ADHS-Kinder zeigen ihre Impulsivität und ihren Ärger direkt und nach außen, während ADS-Kinder sich in sich zurückziehen, wenn sie verletzt werden.
  • ADS-Kinder sind hyperaktiv im Denken, während ADHS-Kinder motorisch hyperaktiv sind. Beide haben eine Form von Hyperaktivität, jedoch drückt sie sich bei ADS-Kindern durch eine intensive Gedankenwelt und ständiges „Hirnen“ aus, während ADHS-Kinder durch körperliche Unruhe und Bewegungsdrang auffallen.
  • ADS-Kinder fallen oft weniger auf, während ADHS-Kinder durch ihr Verhalten schneller erkannt werden. ADS-Kinder sind in der Schule oft ruhig und verträumt, während ADHS-Kinder durch ihre Impulsivität, Unruhe und Ablenkbarkeit auffallen.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Unterscheidung nicht immer eindeutig ist und es auch Mischformen gibt.

https://ganglion.ch/pdf/Umgang_mit_ADHS-ADS_19.9.2024.m4a.pdf