Dr.med. Ursula Davatz erwähnt im Zusammenhang mit dem Weitergeben von ungelösten Problemen in der Familie die Bibel. Sie verweist dabei auf die Aussage: „Wenn die Eltern Fehler machen, hat das Auswirkungen in die vierte oder fünfte Generation“. Diese Aussage findet sich im 2. Buch Mose (Exodus) 20:5 im Kontext der Zehn Gebote.
Dr.med. Ursula Davatz interpretiert diese Bibelstelle familientherapeutisch und betont damit die Bedeutung der Ablösungsproblematik im Familiensystem. Sie argumentiert, dass ungelöste Konflikte und Probleme von Generation zu Generation weitergegeben werden, wenn Eltern nicht vollständig von ihren eigenen Eltern abgelöst sind.
Die Bibel unterstreicht die Verantwortung der Eltern gegenüber ihren Kindern und die langfristigen Auswirkungen ihres Handelns. Dr.med. Ursula Davatz‘ Ausführungen verdeutlichen, dass diese Verantwortung nicht nur die materielle Versorgung, sondern auch die emotionale Entwicklung der Kinder umfasst.
Zusammenfassend:
- Die Bibel verdeutlicht die langfristigen Auswirkungen des Handelns der Eltern auf die nachfolgenden Generationen.
- Dr. Davatz interpretiert diese Aussage im Kontext der Ablösungsproblematik und der Weitergabe von ungelösten Konflikten innerhalb des Familiensystems.
- Das Weitergeben von Problemen ist nicht zwangsläufig. Durch Reflexion, Ablösungsarbeit und gegebenenfalls therapeutische Unterstützung können negative Muster durchbrochen werden.
https://ganglion.ch/pdf/muetterberaterinnen_6.5.2014.pdf
Veröffentlicht von udavatz
From a systemic point of view, parental changes in behavior are far more effective and efficient than any therapeutic attempt at controlling the schizophrenic symptoms of the family member.
The hidden mission of schizophrenia, which is to reveal the dysfunction of the family system as well as the impaired parental relationship, is closely examined in this book. Understanding schizophrenia from this broader, interrelated perspective means dealing with the disease in a way that no longer perceives it as a hopeless, incurable diagnosis, but rather as a manifestation of intergenerational entanglements encrypted in family systems. This unorthodox perception of the much-feared illness offers a better understanding within the family system and a new way of regarding those “crazy individuals”. Using individual real-life clinical examples instead of analyzing statistically collected impersonal data with a theoretical search key – a method which neglects all biographical socio-interactive factors – it can be demonstrated how family systems research allows us to decode the development of this long-term illness and makes it easier to grasp its complexity. The frequent question as to whether schizophrenia is ever curable must be answered affirmatively; it is indeed curable if the persons concerned have trust in family systems therapy, and the parents are willing to learn.
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