Dr.med. Ursula Davatz‘ Therapieansatz für ADHS/ADS lässt sich nicht auf eine einzige Methode reduzieren. Er zeichnet sich durch eine ganzheitliche und individualisierte Herangehensweise aus, die die besonderen Bedürfnisse jedes Einzelnen berücksichtigt. Im Zentrum steht dabei die Überzeugung, dass ADHS/ADS kein Defizit, sondern ein Neurotyp mit besonderen Stärken und Herausforderungen ist.

Wichtige Elemente ihres Therapieansatzes:

  • Familienberatung: Dr.med. Ursula Davatz legt grossen Wert auf die Beratung der Eltern. Sie unterstützt sie dabei, die besonderen Bedürfnisse ihres Kindes zu verstehen und einen förderlichen Erziehungsstil zu entwickeln.
    • Sie gibt den Eltern konkrete Handlungsempfehlungen, wie sie mit den Herausforderungen des Alltags umgehen und die Stärken ihres Kindes fördern können.
    • Sie ermutigt die Eltern, eine stabile und liebevolle Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen, die auf Verständnis und Akzeptanz basiert.
    • Sie rät den Eltern, klare Regeln und Grenzen zu setzen, aber auf Bestrafung zu verzichten. Stattdessen sollten sie das Kind durch positive Verstärkung und Ermutigung motivieren.
  • Beratung von Lehrpersonen (falls möglich): Dr. Davatz ist der Meinung, dass auch Lehrpersonen eine wichtige Rolle im Umgang mit ADHS/ADS spielen. Sie würde sie gerne darin beraten, wie sie ADHS/ADS-Kinder im Unterricht besser unterstützen können.
    • Sie plädiert für eine individuelle Förderung, die den Lernstil und die Interessen des Kindes berücksichtigt.
    • Sie ermutigt Lehrpersonen, kreative Lernmethoden einzusetzen und den Kindern Raum für Experimente und selbstständiges Lernen zu geben.
    • Sie ist jedoch kritisch gegenüber der Rolle von Lehrpersonen bei der Entscheidung über medikamentöse Behandlung. Ihrer Meinung nach dürfen Lehrer nicht bestimmen, ob ein Kind Medikamente einnehmen muss, da dies eine ärztliche Entscheidung ist.
  • Medikamente als unterstützende Massnahme (falls notwendig und gewünscht): Obwohl Dr. Davatz Medikamente nicht als primäre Behandlungsmethode betrachtet, verschreibt sie sie in gewissen Fällen, z.B. wenn Kinder oder Erwachsene Prüfungen ablegen oder intensiv lernen müssen.
    • Sie betont jedoch, dass die Entscheidung über die Einnahme von Medikamenten immer in Absprache mit den Eltern und dem Kind getroffen werden sollte.
    • Sie verwendet Medikamente niemals als Ersatz für eine angemessene Erziehung und Förderung.
  • Fokus auf die Stärken des Kindes: Im Zentrum von Dr. Davatz‘ Therapieansatz steht die Förderung der Stärken des Kindes. Sie ermutigt die Eltern und das Kind, die Kreativität, die Neugier und die Energie des Kindes als positive Eigenschaften zu sehen und zu nutzen.
  • Hilfe zur Selbsthilfe: Dr.med. Ursula Davatz unterstützt ADHS/ADS-Betroffene dabei, sich selbst besser kennenzulernen und ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen. Sie ermutigt sie, ihre Stärken zu akzeptieren und zu entwickeln und mit ihren Herausforderungen konstruktiv umzugehen.

Wichtige Erkenntnisse:

  • Dr.med. Ursula Davatz‘ Therapieansatz ist stark individualisiert. Es gibt kein festes Programm oder ein Rezept für alle.
  • Sie setzt auf die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kind und Therapeutin.
  • Ihr Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen mit ADHS/ADS zu helfen, ein glückliches und erfolgreiches Leben zu führen

https://ganglion.ch/pdf/ADHS_ADS_Apero.pdf