Dr.med. Ursula Davatz beschreibt „Teasing“ als Provokationsverhalten, das in Spielverhalten übergehen kann. Dieses Spielverhalten kann adäquat oder ungeschickt sein.
Sie beobachtet dieses Verhalten häufig bei ADHS/ADS-Kindern in der Schule. Diese Kinder wollen durch „Teasing“ eigentlich andere zum Spielen anregen und „cool“ wirken.
Da ADHS/ADS-Kinder oft Schwierigkeiten haben, ihre Impulse zu kontrollieren, setzen sie „Teasing“ oft ungeschickt ein, indem sie zum Beispiel ein schwächeres Kind „blöd hinstellen“. Dieses Verhalten führt dann oft dazu, dass sich die anderen Kinder gegen das ADHS/ADS-Kind wenden, und es am Ende wieder in der Opferrolle landet.
Zu Hause berichtet das Kind dann oft nur von seiner Opferrolle, ohne zu erwähnen, was es selbst zu der Situation beigetragen hat. Dies führt häufig zu Konflikten zwischen Eltern und Lehrpersonen, da die Eltern Mitleid mit ihrem Kind haben, während die Lehrpersonen das Kind als „unmöglich“ wahrnehmen.
Dr.med. Ursula Davatz betont, dass „Teasing“ aktiv eingesetzt werden kann und nicht zwangsläufig ein Zeichen von System-Overload ist. Sie sieht es als eine Form der Kontaktaufnahme.
Zusammenfassend beschreibt Dr.med. Ursula Davatz „Teasing“ bei Kindern, insbesondere bei ADHS/ADS-Kindern, als ein Provokationsverhalten, das oft ungeschickt als Kontaktaufnahme und Spielaufforderung eingesetzt wird. Dieses Verhalten kann zu negativen Reaktionen von anderen Kindern führen und das „Teasing“-Kind in die Opferrolle drängen.
https://ganglion.ch/pdf/Hochstrittige%20Eltern.m4a.pdf
Veröffentlicht von udavatz
From a systemic point of view, parental changes in behavior are far more effective and efficient than any therapeutic attempt at controlling the schizophrenic symptoms of the family member.
The hidden mission of schizophrenia, which is to reveal the dysfunction of the family system as well as the impaired parental relationship, is closely examined in this book. Understanding schizophrenia from this broader, interrelated perspective means dealing with the disease in a way that no longer perceives it as a hopeless, incurable diagnosis, but rather as a manifestation of intergenerational entanglements encrypted in family systems. This unorthodox perception of the much-feared illness offers a better understanding within the family system and a new way of regarding those “crazy individuals”. Using individual real-life clinical examples instead of analyzing statistically collected impersonal data with a theoretical search key – a method which neglects all biographical socio-interactive factors – it can be demonstrated how family systems research allows us to decode the development of this long-term illness and makes it easier to grasp its complexity. The frequent question as to whether schizophrenia is ever curable must be answered affirmatively; it is indeed curable if the persons concerned have trust in family systems therapy, and the parents are willing to learn.
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