Dr.med. Ursula Davatz unterstreicht in ihren Ausführungen die unverzichtbare Rolle der Elternarbeit im Umgang mit ADHS/ADS-Kindern. Sie hebt hervor, dass Eltern eine entscheidende Stütze für ihre Kinder darstellen und dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule unerlässlich ist, um diesen Kindern die bestmögliche Unterstützung zu bieten.
Eltern als Experten ihrer Kinder:
Eltern kennen ihre Kinder am besten und sind daher die wichtigsten Experten, wenn es um die Bedürfnisse und Herausforderungen ihrer ADHS/ADS-Kinder geht. Sie können wertvolle Informationen über das Verhalten, die Stärken und Schwächen ihrer Kinder liefern und somit die Lehrkräfte bei der Entwicklung individueller Fördermassnahmen unterstützen.
Zusammenarbeit statt Konfrontation:
Dr.med. Ursula Davatz warnt jedoch gleichzeitig vor einer Rivalitätssituation zwischen Eltern und Lehrern, die zu gegenseitigen Schuldzuweisungen führen kann. Konstruktive Zusammenarbeit ist nur möglich, wenn Eltern und Lehrer auf Augenhöhe miteinander kommunizieren, sich gegenseitig respektieren und ein gemeinsames Ziel verfolgen – das Wohl des Kindes.
Fachperson als Mediator:
Um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu gewährleisten, empfiehlt Dr.med. Ursula Davatz den Einbezug einer Fachperson mit Erfahrung im Umgang mit ADHS/ADS-Kindern. Diese kann als Mediator fungieren, Missverständnisse klären und Eltern und Lehrer bei der Entwicklung einer gemeinsamen Strategie unterstützen.
Elternarbeit als wichtiger Bestandteil der Schulentwicklung:
Die Bedeutung der Elternarbeit geht über den individuellen Fall hinaus. Eltern können aktiv an der Schulentwicklung beteiligt werden, indem sie ihre Erfahrungen und Perspektiven einbringen und somit zu einer inklusiveren und bedürfnisgerechteren Schule beitragen.
Fazit:
Elternarbeit ist ein zentraler Bestandteil im Umgang mit ADHS/ADS-Kindern. Eltern sind die wichtigsten Experten für ihre Kinder und sollten eng in die Förderung und Unterstützung ihrer Kinder eingebunden werden. Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern und Fachpersonen ist entscheidend, um den Kindern ein optimales Lernumfeld zu bieten und ihre Entwicklung positiv zu beeinflussen.
https://ganglion.ch/pdf/Dagmar%20Roesler%20Replik%2025.2.2024.pdf