Laut Dr.med. Ursula Davatz spielt Scham eine zentrale Rolle im Suchtverhalten. Süchtige schämen sich oft für ihren Kontrollverlust und genieren sich, über ihr Problem zu sprechen. Das führt dazu, dass sie ihr Suchtverhalten verstecken und sich nicht abmelden, wenn sie aufgrund ihrer Sucht nicht zur Arbeit kommen können.
Die Sucht wird als Makel empfunden, im Gegensatz zu anderen Erkrankungen wie Krebs, die gesellschaftlich akzeptierter sind. Suchtkranke fühlen sich oft moralisch verwerflich, weil sie nicht die Kontrolle über ihr Verhalten haben. Dieses Gefühl der Scham verhindert, dass Süchtige Hilfe suchen und sich ihren Problemen stellen.
Arbeitgeber sollten im Umgang mit Suchtverhalten sensibel auf das Thema Scham eingehen und dem Mitarbeiter signalisieren, dass er mit seinem Problem nicht allein ist. Offene Fragen, die die Scham thematisieren, können dem Mitarbeiter helfen, sich zu öffnen:
- „Genieren Sie sich, sich abzumelden, weil Sie Angst vor negativen Konsequenzen haben?“
- „Ist es Ihnen unangenehm, über Ihre Situation zu sprechen?“
Ziel ist es, dem Mitarbeiter zu zeigen, dass sein Verhalten verstanden wird und dass er Unterstützung bekommen kann.
Indem Arbeitgeber die Scham des Mitarbeiters anerkennen, können sie ihm helfen, aus der Isolation herauszukommen und den ersten Schritt in Richtung Genesung zu machen.
https://ganglion.ch/pdf/Substanzmissbrauch.m4a.pdf
Veröffentlicht von udavatz
From a systemic point of view, parental changes in behavior are far more effective and efficient than any therapeutic attempt at controlling the schizophrenic symptoms of the family member.
The hidden mission of schizophrenia, which is to reveal the dysfunction of the family system as well as the impaired parental relationship, is closely examined in this book. Understanding schizophrenia from this broader, interrelated perspective means dealing with the disease in a way that no longer perceives it as a hopeless, incurable diagnosis, but rather as a manifestation of intergenerational entanglements encrypted in family systems. This unorthodox perception of the much-feared illness offers a better understanding within the family system and a new way of regarding those “crazy individuals”. Using individual real-life clinical examples instead of analyzing statistically collected impersonal data with a theoretical search key – a method which neglects all biographical socio-interactive factors – it can be demonstrated how family systems research allows us to decode the development of this long-term illness and makes it easier to grasp its complexity. The frequent question as to whether schizophrenia is ever curable must be answered affirmatively; it is indeed curable if the persons concerned have trust in family systems therapy, and the parents are willing to learn.
Alle Beiträge von udavatz anzeigen