Dr. med. Ursula Davatz spricht in ihrem Vortrag über kulturelle Unterschiede im Gefühlsausdruck. Sie betont, dass Menschen aus südlichen Ländern und dem Osten, wie z.B. Türken, ihre Gefühle eher ausleben als über sie zu sprechen. Sie leben ihre Emotionen direkt und offen aus, während Schweizer eher dazu neigen, ihre Gefühle zu unterdrücken und zu kontrollieren.
Im Westen, insbesondere in der Deutschschweiz, wird Wert auf Korrektheit und Beherrschtheit gelegt. Emotionale Ausbrüche werden oft als unhöflich oder unangemessen empfunden. In östlichen und südlichen Kulturen hingegen ist der emotionale Ausdruck direkter und intensiver.
Diese Unterschiede können zu Missverständnissen führen, wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen aufeinandertreffen. Dr.med. Ursula Davatz erwähnt, dass Menschen aus südlichen und östlichen Kulturen die westliche Tendenz, über Gefühle zu sprechen, als „blöd“ empfinden können. Sie sind es gewohnt, Emotionen zu leben, anstatt sie zu analysieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es im Westen eine stärkere Betonung der emotionalen Kontrolle gibt, während im Osten und Süden der direkte Ausdruck von Gefühlen stärker akzeptiert ist. Diese Unterschiede sind wichtig zu beachten, um Missverständnisse und Konflikte in der interkulturellen Kommunikation zu vermeiden.
https://ganglion.ch/pdf/Umgang_Kindern_schwierigem_privatem_Umfeld.pdf
Veröffentlicht von udavatz
From a systemic point of view, parental changes in behavior are far more effective and efficient than any therapeutic attempt at controlling the schizophrenic symptoms of the family member.
The hidden mission of schizophrenia, which is to reveal the dysfunction of the family system as well as the impaired parental relationship, is closely examined in this book. Understanding schizophrenia from this broader, interrelated perspective means dealing with the disease in a way that no longer perceives it as a hopeless, incurable diagnosis, but rather as a manifestation of intergenerational entanglements encrypted in family systems. This unorthodox perception of the much-feared illness offers a better understanding within the family system and a new way of regarding those “crazy individuals”. Using individual real-life clinical examples instead of analyzing statistically collected impersonal data with a theoretical search key – a method which neglects all biographical socio-interactive factors – it can be demonstrated how family systems research allows us to decode the development of this long-term illness and makes it easier to grasp its complexity. The frequent question as to whether schizophrenia is ever curable must be answered affirmatively; it is indeed curable if the persons concerned have trust in family systems therapy, and the parents are willing to learn.
Alle Beiträge von udavatz anzeigen